Til Schweiger

10. August 2015 23:38; Akt: 11.08.2015 10:19 Print

«Ihr seid so arm!»

Zusammen mit dem deutschen Vizekanzler Sigmar Gabriel macht sich Til Schweiger für Flüchtlinge stark – zur Belustigung vieler Internetnutzer.

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Til Schweiger spannt mit dem deutschen Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) zusammen: Beide wollen Flüchtlingen helfen. Erst hatte Schweiger Ende Juli auf seinem Facebook-Account dazu aufgerufen, eine Spendenaktion des «Hamburger Abendblatts» zu unterstützen, dann wetterte er öffentlich gegen rassistische Kommentatoren im Internet («Ihr seid zum Kotzen», «Verpisst euch von meiner Seite»).

Jetzt postete Vizekanzler und Wirtschaftsminister Gabriel ein Foto mit dem «Tatort»-Schauspieler auf seiner Facebook-Seite – beide sitzen in einem Berliner Szeneclub und sind leger in T-Shirts gekleidet. «Ernste Gesichter zu einem ernsten Thema», schrieb Gabriel, «Gipfeltreffen» titelte Bild.de.

Alles nur Eigenwerbung?

Der Post brachte dem Gespann allerhand Häme in sozialen Medien ein. Die Internetnutzer werfen den beiden vor, sich selbst in Szene setzen zu wollen. Schliesslich habe Schweiger sich einst über das «Gutmenschentum» in Deutschland ausgelassen und Gabriel habe seinerseits einst mit den Islamkritikern der Pegida diskutieren wollen.

«Schämt euch!»

Spiegel.de fasste die Tweet-Reaktionen zusammen – ganz zum Ärger von Schweiger. Er schoss auf seiner Facebook-Seite zurück: «Twitter-Community und Spiegel Online...ihr seid so arm...!», wetterte er. «Anstatt uns bei einer extrem wichtigen Sache zu unterstützen, giesst ihr eure Häme aus...! Schämt euch!»

Auch auf diese Wutrede liess der Spott aus dem Netz nicht lange auf sich warten: «Jetzt mal ernsthaft, Schweiger hat doch nen Ghostwriter!» Und: «Honig im Kopf? So langsam zweifle ich an seiner geistigen Reife.»

Die Twitter-Community gegen Schweiger und Gabriel – eine Tweet-Sammlung:






Die Satiresendung «Extra3» machte eine Anspielung auf die Rekord-Waffenexporte in diesem Jahr, für deren Genehmigung Gabriel als Wirtschaftsminister verantwortlich ist:


Einige geben sich dann doch noch versöhnlich:



(cfr)