Libyen

31. März 2011 07:11; Akt: 31.03.2011 18:50 Print

«Kreuzfahrer müssen sofort zurücktreten»

Libyens Machthaber Gaddafi hat eine neue Hasstirade gegen den Westen vom Zaun gerissen. Die schottische Justiz will derweil Ex-Aussenminister Kussa zu Lockerbie befragen.

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Am verkündet die Übergangsregierung Libyens offiziell die Befreiung des Landes. Am wird Muammar Gaddafi in Sirte gefangen und getötet. : In der Nacht auf Montag nehmen die Rebellen den Grünen Platz im Zentrum von Tripolis ein. Dort feiern Aufständische und Bewohner gemeinsam den Einmarsch. Auf dem Platz demonstrierten zuvor monatelang die Gaddafi-Getreuen. Aufständische bejubeln die Einfahrt in eines der Aussenquartiere der Hauptstadt Tripolis. In Bengasi feiern libysche Rebellen zusammen mit tausenden Menschen auf dem Tahrir-Platz die militärischen Erfolge ihrer Mitstreiter. Die Aufständischen erobern Brega und Sawija. Damit stehen sie nur noch wenige Kilometer von Tripolis entfernt: Auf dem Bild feiern Rebellenkämpfer die Eroberung Sawijas. Am mobilisieren die Rebellen ihre Kräfte im Westen des Landes. Ihr Ziel ist die Stadt Sawija. Am stirbt der Militärchef der Rebellen Abdel Fatah Junis. Die Urheber des Mordes sind nicht bekannt. : Libysche Rebellen und Angestellte der Botschaft übernehmen die libysche Botschaft in der bulgarischen Hauptstadt Sofia. : Libysche Rebellen dringen in der strategisch wichtigen Stadt Brega in Wohngebiete vor. : Ein libyscher Junge schlägt in der Rebellenhochburg Misrata mit einem Schuh auf ein Porträt des Machthabers Muammar al-Gaddafi ein. : Die diplomatischen Bemühungen laufen auf Hochtouren. Der Vorsitzende des Nationalen Übergangsrates Mahmoud Jibril trifft in Brüssel auf den Europaratspräsidenten Herman Van Rompuy. Saif al Islam Gaddafi Sagt am 11.7.2011: «Die Wahrheit ist, dass wir mit Frankreich verhandeln und nicht mit den Rebellen». : Strassenkunst in Bengasi: Gaddafi wird von einer Krake gefressen. : Noch geniesst Machthaber Muammar al-Gaddafi auch Unterstützung in der Bevölkerung. «Gott, Gaddafi und Libyen» ist auf den Händen dieses Mädchens in Tripolis zu lesen. Andere halten Porträts mit dem Despoten in die Höhe. Am erlässt der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag einen Haftbefehl gegen Gaddafi und seinen Sohn Saif al-Islam. Der libysche Justizminister Mohammad al-Kamudi verurteilt den Haftbefehl als ein «Werkzeug der westlichen Welt». Zahlreiche Top-Fussballer Libyens laufen zu den Aufständischen über. Seit einigen Tag steht Tripolis unter ständigem Beschuss. NATO-Jets greifen auch tagsüber an. Die Ungeduld lässt die Rebellen bisweilen fatale Fehler begehen: Sie greifen ohne Marschbefehl an. Die Zahl der Opfer ist daher in den vergangenen Tagen gestiegen. Wie die UNO am mitteilt, wurde in Libyen systematisch vergewaltigt. Den Befehl dazu soll Muammar Gaddafi selbst gegeben haben. Am gehen wieder viele Bomben auf Tripolis nieder. Muammar Gaddafi sprach wieder am TV: «Wir werden nicht kapitulieren». Im Krieg in Libyen setzt die NATO erstmals Kampfhelikopter ein. Jacob Zuma ist in Tripolis eingetroffen. Er will im Konflikt vermitteln. Libysche Rebellen beklagen, dass ihnen das Geld ausgehe, weil die finanzielle Unterstützung aus dem Ausland ausbleibe. Die NATO führt ihre Angriffe auf die Hauptstadt Tripolis fort. Durch ihre Bomben sterben laut Regierung drei Menschen. 150 werden verwundet. Am fliegt die NATO Luftangriffe auf den Hafen von Tripolis und zerstört sechs libysche Kriegsschiffe. Am . Es ist aber unklar, ob die Bänder aktuell sind. fordert Muammar Gaddafi zum sofortigen Rücktritt auf. Bei einem Nato-Angriff am soll sich während des Angriffs im Haus seines Sohnes befunden haben, blieb aber unverletzt. gegen sie einsetzt. aus. seine Beteiligung an den Luftangriffen zu. worden. (Bild), Adschabija und Brega wird immer heftiger gekämpft. Tausende hoffen auf ihre Ausreise. Im Bild: Aus Misrata evakuierte Viele Flüchtlinge kommen auf dem Weg zur italienischen Insel Lampedusa ums Leben. (r.) einen Friedensplan der Afrikanischen Union (AU). Die Rebellen bestehen auf dem sofortigen Rücktritt Gaddafis. NATO-Kampfflugzeuge bombardieren erneut versehentlich Fahrzeuge der Anti-Gaddafi-Milizen. Die Kritik der Rebellen an den NATO-Einsätzen wird lauter. haben Flugzeuge der internationalen Koalition einen libyschen Militärkonvoi angegriffen. Die libysche Regierung gibt sich zu Reformen bereit. Die Afrikanische Union fordert einen Waffenstillstand. verlängern ihre Beteiligung am internationalen Militäreinsatz in Libyen auf Bitten der NATO. Die Suche nach einer diplomatischen Lösung wird verstärkt. unterstützen die Aufständischen nicht nur mit Luftangriffen, sondern auch durch CIA-Beamte. Diese hätten unter anderem nach dem Absturz des US-Kampfjets Hilfe geleistet, heisst es. tritt von seinem Amt zurück und setzt sich nach England ab. Gaddafis Truppen erobern derweil Ras Lanuf und Brega zurück. und nähern sich Gaddafis Geburtsstadt Sirte. ein und erringen damit den ersten grossen Sieg seit Eingreifen der Koalition. Ebenfalls am Journalisten in Tripolis, sie sei von Gaddafi-Leuten vergewaltigt worden. Nachdem die Koalition die Luftwaffe Gaddafis zerstört hat, sollen Angriffe auf Gaddafi-Truppen rund um Tripolis, Misrata und das ebenfalls heftig umkämpfte Adschdabija verstärkt werden. Am Abend des in Tripolis der Öffentlichkeit und ruft einmal mehr zum Kampf gegen die «Kreuzzügler» auf. Ein US-Kampfjet vom Typ F-15 Eagle stürzt in der Nähe der Rebellenstadt Bengasi auf einem Feld ab. Die beiden Besatzungsmitglieder konnten sich mit dem Schleudersitz retten. Am Abend des In der Stadt war nach Einbruch der Dunkelheit das Feuer von Flugabwehrgeschützen zu hören. Damit begann die dritte Nacht alliierter Luftangriffe gegen Libyen. Siegestrophäe à la libyenne: Aufständische haben am in der Nähe der befreiten Stadt Bengasi einen von den Allierten zerstörten Panzer mit einem rauchenden Schafskopf «geschmückt». Französische Kampfjets zerstören Militärfahrzeuge der Regierungstruppen auf einer strategisch wichtigen Strasse zur Rebellen-Hochburg Bengasi. eröffnet Frankreich das Feuer in Libyen. Danach feuern amerikanische und britische Kriegsschiffe im Mittelmeer 112 Tomahawk-Marschflugkörper ab. Im Bild: Eine Rafale im französischen St-Dizier. eine militärische Intervention abgesegnet hat. Zahlreiche Regierungschefs und Aussenminister sind in der französischen Hauptstadt zusammen. Gastgeber Nicolas Sarkozy kündigt im Anschluss baldige Militärschläge gegen Libyen an. warnt Muammar Gaddafi vor weiterer Gewalt gegen die Zivilbevölkerung. Überall in Südeuropa werden Luftstreitkräfte zusammengezogen: Dänische F-16-Jets landen im sizilianischen Sigonella, um ein Flugverbot über Libyen durchzusetzen. Der Flugzeugträger «CharlesDe Gaulle» kreuzt im Mittelmeer. über Libyen zu. hat diese bereits im Vorfeld befürwortet. Gleichentags haben die Regierunstruppen die Ölstadt Ras Lanuf wieder eingenommen. US-Geheimdienstchef James Clapper (Bild) rechnet vor einem Militärausschuss des US-Senats mit einem Sieg Gaddafis. Derweil bereiten die USA, Grossbritannien und die NATO militärische Optionen vor. Die EU will ihre Sanktionen ausweiten und die UNO ermittelt gegen Gaddafis Truppen wegen Folter. Die libyschen Rebellen geraten immer stärker unter Druck: Gaddafis Truppen sind nur noch eine Stadt von der Rebellen-Hochburg entfernt. Der Diktator beschimpft immer wieder die Rebellen und den Westen. Ein Rebell schiesst mit einem Maschinengewehr auf Gaddafis Luftwaffe. Mittlerweile haben über 213000 Gastarbeiter das Land verlassen: Somalier im Auffanglager bei Ras Ajdir an der libysch-tunesischen Grenze. Gaddafis Truppen verteidigen Sirte und versuchen, Misrata und Bin Jawad zurückzuerobern. Auf der Mittelmeerinsel Kreta ziehen die USA und andere NATO-Staaten starke Einheiten zusammen. (Bild) werden Zeltlager errichtet. Regierungstruppen und Aufständische kämpfen erbittert um stratigisch wichtige Städte. Am warnt die USA und die NATO vor einem militärischen Eingreifen. Ausserdem sagt er, dass er seit 1977 keine politische Macht mehr innehabe. Die Regimegegner formieren sich immer mehr zu Kampftruppen. Hier lernen Freiwillige, wie man gegen Kampfflugzeuge kämpft. Das 75 000 Menschen gestrandet. Die hat die lybische Opposition in Bengasi einen Übergangnsrat gegründet. scharenweise vor den Unruhen aus Libyen: Ägypter erreichen am 27. Februar die Grenze zu Tunesien. Am Einreisesperren gegen den Gaddafi-Clan, sperrt dessen Konten und verhängt ein Waffenembargo gegen Libyen. Ein weiterer TV-Auftritt von gegen den Gaddafi-Clan aus. Am Nachmittag des via Telefon im Staats-TV und bezeichnet die Demonstrationen als «kindisch». Derweil hält der Exodus von Ausländern aus Libyen an, das Regime geht weiter brutal gegen Demonstranten vor. Nach Bengasi und Tripolis gehen die Menschen auch in auf die Strasse: Aufständische haben eine Polizeistation in Beschlag genommen. im Staatsfernsehen mit einer wirren Rede zu Wort. Es ist sein erster öffentlicher Auftritt, nachdem bei Zusammenstössen zwischen Regierungsgegnern und Sicherheitskräften in wenigen Tagen hunderte von Menschen getötet worden sind. Der Aufstand in der arabischen Welt erfasst im

automatisches Update
Es tickert für Sie:
Antonio Fumagalli
23:00
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Aufgrund der dürftigen Nachrichtenlage beenden wir für heute den Live-Ticker zu den Geschehnissen in Libyen. Er wird am Morgen wieder aufgenommen. 20 Minuten dankt für Ihr Interesse und wünscht gute Nacht!
21:57
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Der Übergangsrat der Regimegegner in Benghasi erklärt die Bodenverluste der letzten Tage mit der angeblichen Verstärkung der Regimetruppen durch «3000 bis 3600 Söldner» aus dem Tschad. Überprüfen liessen sich diese Angaben zunächst nicht.
20:29
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Die libyschen Aufständischen versuchten am Donnerstag vergeblich, die Küstenstadt Brega einzunehmen. Die Streitkräfte Gaddafis seien auf 20 bis 25 Prozent ihrer bisherigen Fähigkeiten zurückgestutzt worden, sagte Generalstabschef Mike Mullen: «Das bedeutet nicht, dass er aus militärischer Sicht besiegt ist. Das ist nicht der Fall.»

Ein Vorstoss der Rebellen mit mehreren Dutzend Fahrzeugen geriet in heftiges Artilleriefeuer der regimetreuen Verbände und musste abgebrochen werden, wie ein BBC-Reporter aus dem Kampfgebiet berichtete. Die Milizen der Regimegegner stünden nun unverändert etwa zehn Kilometer westlich der Stadt Adschdabija.
19:33
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Nach der Flucht des libyschen Aussenministers Mussa Kussa nach Grossbritannien hat ein weiterer ranghoher Vertreter des Regimes von Muammar Gaddafi seinen Rücktritt angekündigt. Der ehemalige Aussenminister und neu ernannte UN-Botschafter Ali Abdel Salam al Treki teilte in einer Stellungnahme mit, dass er sein Amt aufgeben werde. Die Stellungnahme wurde über mehrere Internetseiten der libyschen Opposition verbreitet.
18:26
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Der libysche Machthaber Muammar Gaddafi ist Rufen nach seinem Rücktritt entgegengetreten. «Die Kreuzfahrer, die über das Mittelmeer kamen, um Krieg zwischen Muslimen und Christen zu säen, haben nur eine Wahl: den sofortigen Rücktritt», schrieb er.

Gaddafi äusserte sich in einer Botschaft, die von der staatlichen Nachrichtenagentur JANA veröffentlicht wurde. «Sie müssen ihren Völkern erlauben, dass sie sie durch andere Führer ersetzen, die das internationale Recht respektieren», schrieb der Machthaber, der sich an einem unbekannten Ort versteckt. Öffentliche Auftritte meidet er nun.
17:38
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Der oberste afrikanische Gerichtshof für Menschenrechte hat Libyen zu einem Ende jeglicher tödlicher Gewalt aufgefordert. Ausserdem muss Tripolis dem in Tansania ansässigen Gericht innerhalb der nächsten zwei Wochen Bericht erstatten.

Das Vorgehen der libyschen Regierung sei eine «schwerwiegende und massive Verletzungen der von der Afrikanischen Charta der Menschenrechte und der Rechte der Völker garantierten Rechte», erklärte die Afrikanische Kommission der Menschenrechte und der Rechte der Völker.
17:07
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Zum besseren Schutz des bedrohten Roten Thunfischs will die Europäische Union den Fang vor der libyschen Küste sowie durch libysche Schiffe für die Dauer der Unruhen im Land verbieten. Die gegenwärtige Lage mache es unmöglich, genauestens die erlassenen Massnahmen zur Erhaltung der Art zu überprüfen, sagte Fischereikommissarin Maria Damanaki.
18:14
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Das Grundwasser auf dem AKW-Gelände von Fukushima ist mittlerweile ebenfalls radioaktiv belastet. So seien erhöhte Strahlenwerte im Grundwasser nahe eines Turbinengebäudes von Reaktor 1 gemessen worden, teilte die Betreibergesellschaft Tepco mit.

Auch in einem Tunnel ausserhalb des Turbinengebäudes von Reaktor Zwei sei radioaktiv belastetes Wasser gefunden worden. Die Grenzwerte seien hier um mehr als das 10'000-fache überschritten worden. Die Funde dürften die Eindämmungsarbeiten weiter erschweren.
16:55
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An einem Transportcontainer, der am Donnerstag mit einer Swiss-Maschine aus Tokio nach Zürich transportiert worden ist, sind leicht überhöhte Strahlenwerte festgestellt worden. Der betreffende Container sei bereits in Tokio untersucht worden. Dort habe die Messung keine zu hohen Werte angezeigt, sagte Swiss-Mediensprecher Jean-Claude Donzel auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Als der Container in Zürich erneut unter die Lupe genommen wurde, zeigte das Messgerät nur bei einem kleinen Plastiktäschlein, das die Transportunterlagen enthält und aussen am Contaier befestigt ist, zu hohe Werte an. Die Swiss habe den Vorfall den Behörden gemeldet und eruiere mit den PSI-Experten die weiteren Schritte, sagte Donzel. Die Swiss überprüft die Fracht seit einigen Tagen vor Abflug in Tokio und nach der Landung in Zürich.
16:30
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Nun geht dem ehemaligen libyschen Aussenminister Mussa Kussa unter Umständen juristisch an den Kragen: Gemäss Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP will die schottische Justiz den Übergelaufenen zu den Vorgängen rund um den Flugzeugabsturz von Lockerbie befragen. Beim Bombenanschlag auf einen PanAm-Flug im Jahr 1988 kamen insgesamt 270 Menschen ums Leben.
15:39
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Bei den Kämpfen in Libyen zwischen Aufständischen und Anhängern von Machthaber Muammar al-Gaddafi sind britischen Angaben zufolge etwa 1000 Menschen ums Leben gekommen. Das Aussenministerium in London berief sich dabei auf Quellen in dem nordafrikanischen Land.

«Viele weitere wurden während der jüngsten Gewalt verletzt», hiess es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht zur Menschenrechtslage weiter. Der Aufstand gegen Gaddafi hat faktisch zu einer Spaltung des Landes geführt. Grossbritannien gehört zu den Staaten, die eine Flugverbotszone über Libyen umsetzen.
15:06
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Ein Sprecher der Rebellen, Saddoun al-Misrati, sagt zur BBC: «Die Stadt Misrata steht unter schwerem Beschuss von den Gaddafi-Truppen», in der ganzen Nacht und am Morgen seien Artillerie-Feuer auf die Stadt niedergegangen. Auch am Nachmittag sei der Beschuss weitergegangen.
14:55
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Die internationale Koalition hat Gaddafis Truppen bei Brega beschossen, wie BBC die Online-Zeitung Libya al-Yawm zitiert. Die Regierungstruppen sind demnach unter massivem Beschuss bis nach Bishr zurückgedrängt worden.
14:46
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Gut dreieinhalb Wochen nach seiner Festnahme in Ostlibyen ist der norwegische Journalist Ammar Al-Hamdan wieder frei. Der 33-Jährige arbeitet für die norwegische Wochenzeitung «Ny Tid» und als Kameramann für den arabischen TV-Sender Al-Dschasira.

Al-Hamdan sei in Tripolis auf freien Fuss gesetzt worden, teilte «Ny Tid» mit. Er werde über Tunesien nach Norwegen heimkehren. «Ny Tid» bedankte sich für den Druck der Menschenrechtsorganisationen und der norwegischen Medien auf Libyen, um Al-Hamdan freizubekommen.
14:26
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Der libysche Machthaber Muammar al Gaddafi hat in Uganda nicht um politisches Asyl nachgesucht. Dies sagte der ugandische Verteidigungsminister Amama Mbabazi am Rande eines Treffens mit dem russischen Aussenminister Sergej Lawrow in Moskau.

Mbabazi erklärte, es lägen ihm keine Informationen von den Behörden seines Landes vor, dass Gaddafi Asyl beantragt hätte. Westliche Staaten versuchen seit geraumer Zeit, Gaddafi mit diplomatischem und militärischem Druck zum Verlassen seines Landes zu bewegen. Uganda hatte dem libyschen Machthaber als erstes Land offiziell Asyl angeboten. Ein Sprecher des ugandischen Präsidenten Tamale Mirundi sagte, Gaddafi sei in Uganda willkommen.
14:22
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Ein Sprecher Gaddafis sind hat mit der Nachrichtenagentur Reuters gesprochen. Im Zentrum des Gesprächs standen die Kämpfe um die Stadt Misrata. «Die Gaddafi-Truppen haben die Stadt umzingelt, aber sie noch nicht eingenommen», sagt der Sprecher. Ausserdem äussert er sich zum Beschuss von gestern. Dabei seien 20 Zivilisten umgekommen. Die Gaddafi-Truppen würden die Stadt immer noch mit Artillerie beschiessen.

Zu Gaddafi gibt er zu Protokoll: «Oberst Gaddafi und seine Söhne sind immer noch in Libyen und sie werden dort bleiben, bis sie sterben.»
13:36
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Mehr zum Thema: Die Flucht des libyschen Aussenministers Mussa Kussa ist ein schwerer Schlag für Muammar al Gaddafi – aber kaum das Ende seiner Herrschaft. > Zum Artikel
13:10
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Die Erwartungen im Westen an den übergelaufenen libyschen Aussenminister Mussa Kussa sind gross. Die Newsweek schreibt: «Wenn jemand weiss, wo in Libyen die Leichen vergraben sind (wörtlich und symbolisch), dann mit Sicherheit Mussa Kussa. Er ist der Mann, der dem Westen zeigt, wie man Gaddafi stürzt.»
12:53
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Gab es bei den Angriffen der Koalition doch zivile Opfer? Die Hinweise dazu mehren sich. So sagt der Vikar von Tripolis, Giovanni Innocenzo Martinelli: «Die Angriffe haben dutzende Menschen allein in Tripolis getötet. Ich selber habe viele Berichte von Angehörigen gehört. Vor allem in Buslim haben die Bomben eingeschlagen. Ein Wohnhaus mit 40 Menschen darin sei zerstört worden.» Von Seiten der Nato will man die Berichte über die Opfer überprüfen lassen. Allerdings habe man keine solchen Informationen. Zudem würden die Soldaten alles tun, um Opfer zu verhindern.
12:45
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NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen lehnt ein Bewaffnung der Rebellen in Libyen weiterhin ab. Er wies entsprechende Überlegungen in den USA und Grossbritannien mit dem Hinweis auf die entsprechende UN-Resolution zurück. «Wir sind dort, um die Bevölkerung zu schützen, nicht um die Bevölkerung zu bewaffnen», sagte Rasmussen.
12:38
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Die libyschen Aufständischen haben vergeblich versucht, die Küstenstadt Brega einzunehmen, aus der sie am Mittwoch von Regimetruppen vertrieben worden waren. Der Vorstoss mit mehreren Dutzend Fahrzeugen geriet in heftiges Artilleriefeuer der Verbände des Machthabers Muammar al-Gaddafi und musste abgebrochen werden, wie ein BBC-Reporter aus dem Kampfgebiet berichtete.
11:59
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Der amtierende britische Aussenminister William Hague sagt in London: «Mussa Kussa wurde keine Immunität offeriert.» Kussa sei seine Verbindung nach Libyen gewesen in den vergangenen Wochen.
11:44
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«Es sieht so aus, als gebe es keine Taktik in diesem Krieg», schreibt BBC-Reporter Nick Springate, der direkt von der Front in Libyen berichtet. Er berichtet von den Vorstössen der Rebellen, die ohne Plan agieren und dann gleich wieder von der heftigen Artillery der Gaddafi-Truppen in die Flucht geschlagen werden. «Die Rebellen sind jetzt in der Wüste stecken geblieben», berichtet er weiter. Sie würden nicht nach vorne preschen können.
11:23
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Der britische Aussenminister Jack Straw nimmt Stellung zum Muss-Kussa-Deal. «Kussa ist sicher ein Mann, mit dem man Geschäfte machen kann», so Straw. Er habe bereits 2003 mit Kussa Kontakt gehabt. Straw sagte weiter, mann könne entweder die Leute mit einer solchen Vergangenheit verdammen, «oder im Sinne eines grösseren politischen Nutzens mit ihnen sprechen».
10:57
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«Im Einklang mit dem Mandat der Resolution 1973 des UNO- Sicherheitsrats liegt der Schwerpunkt der NATO auf dem Schutz von Zivilisten und von Zivilisten bewohnten Regionen gegen die Gefahr von Angriffen», teilte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen mit. Die Nato hat offiziell die Führung im Libyen-Einsatz übernommen.
10:55
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Nach seiner Ankunft in Grossbritannien ist der libysche Aussenminister Mussa Kussa von den britischen Behörden befragt worden. Der Geheimdienst erhofft sich vom bisherigen Vertrauten von Machthaber Muammar al-Gaddafi Informationen über die Lage in Libyen.

Das berichtete der Sender BBC am Donnerstag. Das Aussenministerium hatte am späten Mittwochabend offiziell bestätigt, dass Mussa Kussa am Flughafen Farnborough bei London eingetroffen war. Er habe Libyen «aus freiem Willen» verlassen.
10:45
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«Psychologisch war dies so wichtig. Und es geht nur um die Psychologie in diesem Krieg. Das kann Gaddafi nicht hilfreich sein.» Der britische Chef des Generalstabs, Sir David Richards, kommentiert die Flucht von Libyens Aussenminister Mussa Kussa.
10:31
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Die Bomnben der Koalition haben geholfen, Gaddafi die «Beine abzuschlagen», zitiert der Guardian eine Quelle. Die Kämpfe in Misrata, Brega, Ras Lanuf hätten den Regierungstruppen zugesetzt. Jetzt könnten die benötigten Raketen und die Munition nicht mehr nach geliefert werden. «Munition wird zum Thema», sagt die Quelle weiter. «Der Krieg zieht sich 400 bis 500 Meilen in die Länge, Nachschublieferungen werden zu einem Kraftakt.»
10:23
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Im Krieg um die Vorherrschaft in Libyen zeichnet sich für beide Parteien ein gravierendes Problem ab: Munition. Nach zwei Wochen intensiven Kämpfen sind die Vorräte grösstenteils aufgebraucht, wie der Guardian berichtet. Nun, so die Zeitung weiter, sei ein Patt eine realistische Variante.
10:17
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Die Rebellen kämpfen immer noch verbissen ausserhalb von Brega gegen die vorrückenden Gaddafi-Truppen, wie Reuters berichtet.
09:57
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Der bereits übergelaufene ehemalige libysche Justizminister Ali Errishi sagt zum TV-Sender France 24, dass die Aktion Kussas ein Indiz dafür sei, dass Gaddafis Regime am Ende sei.
09:30
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Die Nato hat um 6 Uhr morgens offiziell das Kommando über die internationalen Streitkräfte in Libyen übernommen.
08:46
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In Tripolis gehen die Angriffe der Nato aus der Luft offenbar weiter. Augenzeugen berichten der AFP, dass im östlichen Teil der Stadt Bomben eingeschlagen sind. Flugzeuge wurden über dem Stadtteil Salaheddine gesehen, kurz darauf waren die Explosionen zu hören. Ziel waren offenbar militärische Anlagen in der Gegend. Die staatliche libysche Nachrichtenagentur Jana berichtete, der Angriff sei auf zivile Ziele erfolgt.
08:26
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Angesichts der Luftangriffe der internationalen Streitkräfte auf Libyen haben die Truppen von Machthaber Muammar al Gaddafi offenbar ihre Militärtaktik geändert. Immer häufiger verzichteten die Soldaten auf Panzer und schwere Geschütze und würden stattdessen in Kleinbussen und Geländewagen zur Front fahren, hieß es aus US-Geheimdienstkreisen.

Auch libysche Aufständische berichteten, dass regierungstreue Truppen vermehrt zivile Fahrzeuge benutzten. Diese Taktik erschwere Luftangriffe, da die Piloten der internationalen Streitkräfte nicht zwischen Aufständischen und Regierungstruppen unterscheiden könnten, sagte ein Vertreter der US-Geheimdienste, der namentlich nicht genannt werden wollte.
07:46
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Wenige Tage vor Beginn der Unruhen in Libyen hat der jüngste Sohn von Machthaber Muammar al Gaddafi noch eine Akademie der Luftwaffe im US-Staat Colorado besucht. Chamis al Gaddafi sei bei einem Besuch am 7. Februar über das Gelände geführt worden und habe Hörsäle, Sportstätten und Wohngebäude besichtigt, teilte Akademiesprecher Oberstleutnant John Bryan am Mittwoch mit. Er habe bei seinem Besuch keine Informationen erhalten, die den libyschen Streitkräften nutzen könnten.

Nach seiner Rückkehr nach Libyen übernahm Chamis al Gaddafi das Kommando über einen Teil der regierungstreuen Truppen und befehligte einen Angriff auf eine von Aufständischen besetzte Stadt.
07:22
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Agenten des US-Auslandsgeheimdienstes CIA sind offenbar in Libyen im Einsatz. Nachdem die CIA-Vertretung in der Hauptstadt Tripolis nach Beginn der Unruhen schliessen musste, habe der Geheimdienst in diesem Monat erneut Mitarbeiter in das nordafrikanische Land entsandt, sagte ein ehemaliger US-Geheimdienstmitarbeiter der Nachrichtenagentur AP.

Die Agenten hätten beispielsweise bei der Rettung des Waffenleitoffiziers des in Libyen abgestürzten US-Kampfjets geholfen. Ausserdem suchten die Geheimdienstmitarbeiter Kontakt zu den Aufständischen, sagte der Gewährsmann. Auch die Zeitung «New York Times» berichtete, die CIA habe eine kleine Gruppe Agenten nach Libyen geschickt.
07:20
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Angesichts der geplanten Kommandoübergabe an die NATO wollen sich die USA offenbar schrittweise aus dem Militäreinsatz in Libyen zurückziehen. Das Engagement der US-Streitkräfte bei den Luftangriffen auf die Truppen von Machthaber Muammar al Gaddafi werde spürbar reduziert, kündigte NATO-Kommandeur Admiral James Stavridis bei einer Anhörung vor dem US-Kongress an.

Derzeit würde etwa die Hälfte der Luftangriffe von US-Piloten geflogen, sagte Stavridis. In den kommenden Wochen wollten sich die USA aus der aktiven Rolle zurückziehen und stärker als Unterstützer anderer Streitkräfte in Erscheinung treten. Der Militäreinsatz zur Durchsetzung der Flugverbotszone über Libyen hat die USA nach Angaben des Pentagon bislang 550 Millionen Dollar gekostet.
07:18
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Libyen will sich offenbar künftig bei der UNO von dem ehemaligen nicaraguanischen Aussenminister Miguel D'Escoto Brockmann vertreten lassen. Die nicaraguanische Regierung veröffentlichte einen entsprechenden Brief des bisherigen libyschen Aussenministers Mussa Kussa.

Darin informierte Kussa UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon über die Berufung von D'Escoto als UNO-Repräsentant des Gaddafi-Regimes. Der ehemalige katholische Priester D'Escoto war der erste Aussenminister Nicaraguas nach der sandinistischen Revolution und von 2008 bis 2009 Präsident der UNO-Vollversammlung.

Der bisherige libysche UNP-Botschafter Abdurraman Mohammed Schalgham hatte sich kurz nach Beginn der Unruhen vom Gaddafi-Regime losgesagt und vertritt seitdem die libysche Opposition.
07:15
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Der bisherige libysche Aussenminister Mussa Kussa hat sich nach Grossbritannien abgesetzt. Er landete am Mittwochabend von Tunesien kommend in London und informierte die britische Regierung über seinen Rücktritt.

Kussa sei «aus freien Stücken» nach Grossbritannien gereist, teilte das britische Aussenministerium am späten Abend mit. Zuvor hatte die libysche Regierung noch erklärt, Kussa sei auf einer diplomatischen Reise. Der 59-jährige Kussa gehörte zum inneren Kreis um den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi, dessen Truppen seit Wochen gegen Rebellen kämpfen.
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Die Situation am Donnerstagmorgen:

Während die NATO das Kommando im Libyen-Einsatz übernimmt, haben die Rebellen am Mittwoch im Kampf gegen die Gaddafi-Truppen neue Rückschläge erlitten. Dies heizte den Streit über Waffenlieferungen an die Aufständischen an.

Nach heftigen Angriffen der Truppen von Machthaber Muammar al-Gaddafi mussten die Rebellen am Mittwoch zuerst die Ölstadt Ras Lanuf und dann auch noch Brega aufgeben. Damit konnten die Regierungssoldaten innerhalb weniger Stunden zwei wichtige Städte einnehmen.

Ursprünglich hatten die Aufständischen nach der Aufgabe von Ras Lanuf am Morgen versucht, sich im 60 Kilometer entfernten Brega zu sammeln und neuen Widerstand zu organisieren. Die Stadt war erst in der vergangenen Woche von den Aufständischen erobert worden, die dabei von den internationalen Luftangriffen auf Gaddafis Truppen unterstützt wurden.

Uneinigkeit bei der NATO

Die NATO übernahm offiziell das Kommando über den gesamten internationalen Militäreinsatz. Im Bündnis wird aber momentan heftig über Waffenlieferungen an die Gaddafi-Gegner gestritten.

Während die USA, Frankreich und Grossbritannien eine Bewaffnung der Rebellen für denkbar halten, lehnt Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen dies strikt ab. Seiner Ansicht nach ist eine Bewaffnung der Aufständischen nicht von der UNO-Resolution 1973 gedeckt. «Unsere Aufgabe ist es, Menschen zu schützen, nicht, sie zu bewaffnen», sagte Rasmussen dem britischen Sender Sky News.

US-Präsident Barack Obama wollte Militärhilfen in einem NBC-Interview hingegen nicht ausschliessen. Der britische Premier David Cameron sagte in London, seiner Ansicht nach erlaube die UNO- Resolution die Ausstattung der Rebellen mit Waffen «unter bestimmten Umständen» wie zum Schutz von Zivilisten.

Laut «New York Times» gibt es in der US-Regierung grosse Sorgen, dass Waffenlieferungen islamistischen Terroristen in die Hände fallen könnten. Zuletzt waren Gerüchte aufgekommen, dass sich unter die Rebellen auch Mitglieder des Terrornetzes Al-Kaida und der schiitischen Hisbollah-Bewegung gemischt haben könnten.

Am Dienstag hatte sich auch Frankreichs Aussenminister Alain Juppé offen gegenüber Lieferungen gezeigt. Italien hingegen lehnte einen solchen Schritt strikt ab. «Die Rebellen zu bewaffnen wäre eine kontroverse, eine extreme Massnahme und würde die internationale Gemeinschaft sicherlich spalten», erklärte der Sprecher des Aussenministeriums in Rom, Maurizio Massari.

Russland und China warnen

Russland warnte die NATO vor einer «kreativen Auslegung» der UNO- Resolution 1973. Moskaus Nato-Botschafter Dmitri Rogosin bezeichnete das Vorgehen der Allianz als «Testfall» für die künftigen Beziehungen. Aussenminister Sergej Lawrow sagte in Moskau, es müsse eine demokratische Führung in Tripolis geben. «Aber die Libyer sollten das selbst ohne Einmischung von aussen entscheiden.»

Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao übte bei einem Treffen mit Frankreichs Präsidenten Nicolas Sarkozy scharfe Kritik am Militäreinsatz. Die Geschichte habe gezeigt, dass der Einsatz militärischer Gewalt nicht die Antwort auf Probleme sei, sondern diese noch komplizierter mache, sagte Hu und forderte ein sofortige Waffenruhe.

Mussa Kussa setzt sich ab

Der libysche Aussenminister Mussa Kussa traf nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa in einem Hotel auf der tunesischen Ferieninsel Djerba französische Regierungsbeamte. Einzelheiten über die Gespräche wurden nicht bekannt. Aussenminister Juppé berichtete in Paris von ersten Überläufern aus dem Kreis um Gaddafi in Tripolis. «Das ist ein gutes Zeichen», sagte er.

Später wurde bekannt, dass Mussa Kussa sich nach Grossbritannien abgesetzt hat.
Er landete am Mittwochabend von Tunesien kommend in London und informierte die britische Regierung über seinen Rücktritt.

Kussa sei «aus freien Stücken» nach Grossbritannien gereist, teilte das britische Aussenministerium am späten Abend mit. Zuvor hatte die libysche Regierung noch erklärt, Kussa sei auf einer diplomatischen Reise.

Der 59-jährige Kussa gehörte zum inneren Kreis um den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi, dessen Truppen seit Wochen gegen Rebellen kämpfen.

Diplomaten ausgewiesen

Grossbritannien wies am Mittwoch fünf libysche Diplomaten aus. Die Mitarbeiter der Botschaft in London hätten möglicherweise zum Sicherheitsrisiko für Grossbritannien werden können, sagte Aussenminister William Hague in London.