Live-Ticker

03. Mai 2012 08:23; Akt: 03.05.2012 08:27 Print

«Le Débat» zum Nachlesen

Am Mittwochabend kreuzten François Hollande und Nicolas Sarkozy ein letztes Mal die Klinge, bevor Frankreich am Sonntag wählt. Hier können Sie das ganze TV-Duell im Ticker nochmals nachlesen.

automatisches Update
Es tickert für Sie:
24:00
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Jetzt läuft der Wetterbericht. Richtig warm wird es auch morgen nicht in Frankreich. Warm sind wir bei der Grossen TV-Debatte zwischen Sarkozy und Hollande auch nicht wirklich geworden. Die Debatte war in weiten Teilen langfädig. Keiner der beiden Präsidentschaftskandidaten vermochte wirklich zu glänzen. Hollande war zwar etwas aggressiver als Sarkozy, doch er vermochte den bisherigen Präsidenten nicht wirklich zu distanzieren. Die Debatte endete unentschieden, als «match nulle», doch Unentschieden ist damit nicht. Denn Hollande lag vor der Debatte deutlich vor Sarkozy - er wird den Vorsprung jetzt kaum noch preisgeben.
23:50
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Das letzte Wort hat Sarkozy, allerdings unterbricht ihn Hollande gleich zum Beginn wieder zweimal. Sarkozy versucht die Wähler von Len Pen und auch all jene, die beim ersten Wahlgang nicht stimmen gingen, direkt anzusprechen. «Ich will Präsident sein, weil ich Leidenschaft für Frankreich habe», sagt er.
23:45
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«Ich will die Politik verändern, nicht nur in Frankreich, sondern auch auf europäischer Ebene», verspricht der Sozialist. Frankreich müsse sich wirtschaftlich und moralisch wieder aufrichten. Er wolle die Bildung aufwerten und er wolle alle Franzosen hinter sich scharen, für welche die Werte Frankreichs wichtig seien.
23:45
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«Ich will die Politik verändern, nicht nur in Frankreich, sondern auch auf europäischer Ebene», verspricht der Sozialist. Frankreich müsse sich wirtschaftlich und moralisch wieder aufrichten. Er wolle die Bildung aufwerten und er wolle alle Franzosen hinter sich scharen, für welche die Werte Frankreichs wichtig seien.
23:42
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Jetzt kommt es zum Schlusswort. Hollande beginnt. Die Debatte sei sehr nützlich gewesen, habe die Unterschiede zwischen ihm und Sarkozy deutlich aufgezeigt.
23:36
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Es war zu erwarten, jetzt kommt Sarkozy mit Strauss-Kahn. «Ich bin nicht bereit, mich von einer Partei belehren zu lassen, die sich mit Enthusiasmus hinter diesen Mann stellen wollte.»
«Wir waren es nicht, die ihn als Chef des Internationalen Waährungsfond propagiert haben», sagt Hollande.
23:31
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Sarkozy bemüht sich weiter, staatsmännisch zu wirken, Zwischenrufe von Hollande hin oder her. Jetzt geht es noch eine Viertelstunde. Dann ist Schluss.
23:24
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Hollande versucht Sarkozy in die Enge zu drängen und wirft ihm vor, den Staat für seine Partei zu missbrauchen. Sarkozy wirkt zunehmend verärgert. «Danke für ihre Arroganz», schimpft er. Doch Hollande lässt ihn kaum noch ausreden.
23:25
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Sarkozy kontert. Das Präsidialamt sei kein gewöhnlicher Job, nicht jeder sei dem gewachsen.
Hollande unterbricht Sarkozy jetzt ständig. Er kann kaum einen zusammenhängenden Satz formulieren.
23:20
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Hollande beantwortet die Frage, was er als Präsident der Republik machen würde. Und er greift mit seinen Aussagen Sarkozy endlich frontal an. Seine Hauptaussage: «Ich wäre ein Präsident des Volkes.»
23:10
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Sarkozy wirft Hollande vor, «die Arbeiter von Fessenheim an die Umweltschützer verkauft zu haben». «Ich habe gar nichts verkauft, ich verbiete Ihnen so eine Wortwahl», zeigt sich Hollande verärgert.
23:10
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Sarkozy wundert sich. Wenn die Nuklearenergie gefährlich ist, müsse man mehr als nur Fessenheim schliessen. «Das ist aber der falsche Weg». Es gehe vielmehr darum, die Lehren aus Fukushima zu ziehen und die AKW sicherer zu machen, «und zwar alle, auch Fessenheim».
23:08
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Hollande will ebenfalls an der Atomkraft festhalten. Allerdings will er klare Ziele formulieren, um langfristig den Anteil des Atomstroms in Frankreich zu reduzieren. «Werde ich Präsident, schliesse ich in meiner Amtszeit von fünf Jahren nur ein AKW - und zwar das älteste».
23:02
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Jetzt geht es um die Atomenergie. Es gebe keinen Grund, die Atomkraftwerke in Frankreich abszustellen. «Wir hatten nie einen Unfall in diesem Bereich». Frankreich sei auf die Atomenerige angewiesen. Natürlich müsse man aber auch die alternativen Energien fördern.
23:00
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Die Debatte dreht sich jetzt bereits seit fast zehn Minuten um die Frage, ob auch Immigranten, die sich bereits länger in Frankreich aufhalten, in kommunalen Fragen mitbestimmen dürfen.
22:57
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Der Köpersprachen-Spezialist konstatiert auch bei Hollande Zeichen der Verärgerung, wenn Sarkozy spricht. Sehen Sie selber:

22:57
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Beide Kandidaten haben bislang ungefähr gleich lang geredet, nämlich rund 50 Minuten. Bald naht das Ende der Debatte, oufff!
22:50
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Der Körpersprachen-Spezialist auf France TV schaltet sich wieder mal in die Debatte ein. Er hat festgestellt, dass Sarkozy bei gewissen Äusserungen von Hollande zu mikro-kleinen Zuckungen über der linken Lippe führen. Das heisse: «Die Aussagen seines Kontrahenten stören ihn massiv».
22:45
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Sarkozy schlägt vor, bei jedem Immigranten im Alter von 16 oder mehr einen Sprachtest durchzuführen. Und zwar bevor er nach Frankreich einreise. Nur wer den Test bestehe, dürfe nach Frankreich.
22:41
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«Frankreich ist ein offenes Land», repliziert Sarkozy. Allerdings könne man jetzt nicht mehr einfach die Grenzen offen lassen. Er schlage vor, die Zahl der Immigranten in den nächsten Jahren auf die Hälfte zu reduzieren.
22:40
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«Heute muss man die Einwanderung aus wirtschaftlichen Gründen einschränken», sagt Hollande und schielt mit dieser Aussage wohl auch ein bisschen auf die Wähler von Marine Le Pens «Front Nationale».
22:36
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Jetzt kommen gesellschaftliche Themen aufs Tapet. Es geht um die Einwanderung.
22:34
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Hollande lässt sich von diesem Argument nicht einschüchtern. Man könne auch nach Italien schauen, wo ein Freund von Sarkozy an der Macht gewesen sei. Berlusconis Italien stecke aber auch in der Klemme, sagt er.
22:32
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Sarkozy rühmt seine Arbeit und vergleicht Frankreich mit Spanien. Frankreich erhalte günstige Kredite, derweil Spanien jetzt nach sieben Jahren unter sozialistischer Herrschaft das doppelte ausgeben müsse, wolle es am Markt Geld aufnehmen. «Glauben Sie, dass die Franzosen, die uns zuschauen, in einigen Jahren in derselben Situation sein wollen?»
22:26
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Sarkozy versucht seine Ideen zu Europa zu präsentieren, doch Hollande unterbricht ihn immer wieder. Sarkozy wehrt sich, er sei jetzt an der Reihe. Hollande kontert: «Sagen Sie doch was».
Sarkozy giftelt zurück: «Vielen Dank, dass Sie mir die Erlaubnis erteilen, etwas sagen zu dürfen».
22:20
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Als Zuschauer würde man sich eine etwas animiertere Debatte wünschen. Aber weder Hollande noch Sarkozy formulieren konzis und auf den Punkt. Sie holen aus und holen aus und ....
Jetzt endlich wirds doch noch konkret. Holland setzt auf Eurobonds und auf eine Finanztransaktionssteuer. Und er attackiert die Europäische zentralbank
22:18
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Die Journalisten machen die beiden Präsidentschaftsanwärter darauf aufmerksam, dass der Fragenkatalog noch lange sei. Man sei im Rückstand. Sie würden gerne über den Euro reden, doch Sarkozy lässt sich nicht davon abbringen, weiterhin über Arbeitsplätze und das Rentenalter zu reden.
22:15
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Die Diskussion dreht sich jetzt um die Pläne von Hollande, neue Stellen zu schaffen. Sarkozy findet das eine verfehlte Politik. Als Beispiel nennt er die Lehrerschaft. Diese müsse man besser bezahlen, um die Bildung der Schüler zu verbessern. Dazu sei er bereit, allerdings müsse man gleichzeitig die Zahl der Lehrer reduzieren. Denn anders lasse sich diese Lohnerhöhung nicht finanzieren.
22:11
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«Es gibt eine Differenz zwischen uns, sie wollen weniger Reiche. Ich will weniger Arme», sagt Sarkozy. Hollande kontert: «Tatsache ist, dass es immer mehr Arme gibt, die noch ärmer werden - und immer mehr Reiche, die noch reicher werden.
22:07
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Frankreich und Schweden seien die beiden Länder mit den höchsten Steuern in Europa. «Wollen Sie die Steuern noch weiter erhöhen, Herr Hollande? Und damit alle Steuerzahler aus Frankreich vertreiben?»
22:05
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Hollande sagt: «Ich schütze die Kinder Frankreichs, Sie Herr Sarkozy, schützen die Reichen und Privilegierten im Land». Sarkozy schluckt, doch er ist noch nicht an der Reihe mit seinem Gegenangriff.
22:00
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Es geht immer noch um das Thema Staatsausgaben. Hollande ereifert sich. Es gelte jetzt endlich steuerliche Gerechtigkeit in Frankreich herzustellen. Sarkozy schwatzt dazwischen. Das scheint Hollande echt zu nerven. Auch sein Gesicht rötet sich immer mehr. Das passt, schliesslich ist er der Sozialist auf dem Podium.
21:53
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Hollande und Sarkozy streiten über die Höhe der Schulden, die Frankreich angehäuft hat. Sarkozy versucht sich weiterhin als Oberlehrer und wirft Hollande vor, falsch zu rechnen.
Das ist allerdings nicht wirklich interssant. Viel spannender ist was ein Spezialist aus der Körpersprache von Holland und Sarkozy herausliest. Sarkozy blinzle deutlich schneller als Holland mit den Augen. Und was lehren wir daraus? Im Amerika gewinnt in den TV-Duellen immer der Kandidat, der am häufigsten blinzelt.
21:50
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Die Journalisten haben Mühe sich durchzusetzen und ihre Fragen zu stellen.
Sie wollen über Schulden und Steuern reden. Doch die beiden Präsidentschaftskandidaten reden wild aufeinander los - es ist kaum etwas zu verstehen.
21:49
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Einer der heftigeren Wortwechsel ist bereits als Video geschnitten worden. Sehen Sie hier selber:
21:46
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Beide Konrahenten haben exakt dieselbe Redezeit. Allerdings hat Sarkozy bislang mehr und länger geredet. Er liegt fast zwei Minuten vor Hollande - ob er hofft, so den Rückstand in den Wählerumfragen aufzuholen?
21:40
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Jetzt werden die beiden erstmals auch lauter. «Was auch immer geschieht, sie sind immer zufrieden», wirft Hollande in die Runde. «Das ist eine Lüge», widerspricht Sarkozy. «Oh, ich habe einen Fehler gemacht, sie sind sehr unzufrieden mit sich selber», zündelt Hollande. Die Debatte dreht sich um die Lebenskosten für die Franzosen, es geht um Energiepreise und ähnliches.
21:35
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Die beiden Diskussionsteilnehmer sitzen sich vis-à-vis und schauen sich direkt in die Augen. Ihre Anspannung ist spürbar, die Luft im TV-Studio scheint wie elektrisch aufgeladen.
21:29
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Sarkozy bemüht die deutsch-französische Freundschaft. «Deutschland ist unser wichtigster Wirtschaftspartner.» Diese Beziehung müsse man weiter vertiefen. Er sei im übrigen nicht alleine an den hohen Arbeitslosenzahlen in Frankreich Schuld, denn schliesslich sei mit Ausnahme Deutschland ganz Europa in eine Wirtschaftskrise geschlittert. Er habe seine Pflichten als Präsident stets wahrgenommen. Es gelte sich jetzt am deutschen Modell zu orientieren und so auf den Erfolgspfad zurück zu kehren.
21:26
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Die Journalisten befragen die beiden Kandidaten nun zu ihren Rezepten, um aus der Krise zu kommen. Dabei fällt Sarkozy Hollande erstmals ins Wort und versucht, ihn zu belehren. doch Hollande wehrt sich: «Hallo, sie stellen hier nicht die Fragen.»
21:23
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Krise, in der Tat, kontert Hollande: «Die Arbeitslosenziffer hat ein historisches Hoch erreicht, so hoch wie seit 1999 nie mehr». Daran sei Sarkozy Schuld. Und: «Herr Sarkozy, sie werden uns nicht glauben machen, dass Sie ein Opfer sind.»
21:19
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Sarkozy sagt, bei der Wahl gehe es um eine historische Entscheidung. «Wir dürfen keinen Fehler machen, denn wir befinden uns in einer Krise.»
21:12
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Das Duell zwischen Nicolas Sarkozy und François Hollande hat vor einigen Minuten begonnen. Hollande hat als erster das Wort ergriffen. Beide Kandidaten für die Präsidentschaft argumentieren sehr ruhig, von der erwarteten Attacke von Sarkozy ist noch nichts zu sehen.
Leider hat das französische Fernsehen die Weiterverbreitung der TV-Debatte verboten.
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