Arme und Hände im Rucksack

10. November 2019 16:04; Akt: 10.11.2019 16:43 Print

«Napoleon» tötet Geliebte und zerteilt sie

Napoleon-Experte Oleg Sokolov (63) erschoss im Streit seine Geliebte (24). Als er betrunken die Leiche entsorgen wollte, stürzte er in einen Fluss.

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Sokolov und Anastasia Yeschtschenko (24) hatten die selben Interessen: Der Geschichtsprofessor und seine Studentin teilten eine Faszination für französische Geschichte und insbesondere Napoleon Bonaparte. Sokolov, ein Experte für russische Geschichte der napoleonischen Zeit, spielte sein Vorbild bei historischen Anlässen und fungierte für Filme als Berater. Angeblich liess er sich auch privat gerne als «Sire» anreden und nannte seine Geliebte Josephine. Er war auch Mitglied der französischen Ehrenlegion.

Er und Yeschtschenko schrieben mehrere Arbeiten zusammen und wurden schliesslich ein Liebespaar. Doch am Wochenende kam es zur Tragödie: Die beiden gerieten in Sokolovs Wohnung in St. Petersburg in einen Streit, der so heftig ausartete, dass der Professor eine Pistole packte und sie erschoss.

Betrunken in Fluss gestürzt

Anschliessend zerteilte er den Leichnam mit einer Säge und plante, die Körperteile separat zu entsorgen. Als er am frühen Samstagmorgen einen Rucksack in der eisigen Moika, die vor seiner Wohnung durch die Stadt fliesst, versenken wollte, stürzte der betrunkene Napoleon-Kenner in die Fluten und musste gerettet werden.

In seinem Rucksack fanden die Retter die an den Ellbogen abgesägten Arme von Yeschtschenko sowie eine Pistole. Die Polizei stiess bei der anschliessenden Hausdurchsuchung in Sokolovs Wohnung auf die enthauptete Leiche.

Sokolov hat die Tat gestanden. Angeblich wollte er später als Napoleon verkleidet Suizid begehen.

(trx)