Griechenland

11. Juli 2019 11:55; Akt: 11.07.2019 12:09 Print

Zahl der Todesopfer erhöht sich nach Unwetter auf 7

Ein heftiges Unwetter im Norden Griechenlands hat in der Nacht auf Donnerstag mindestens sieben Menschen das Leben gekostet. Mehr als 60 wurden verletzt.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Feuerwehr sprach von stürmischem Wind und starkem Regenfall in der Region. Sechs der sieben Todesopfer seien Touristen, berichtete das Staatsradio (ERT) unter Berufung auf den Zivilschutz und die Polizei. Betroffen war vor allem die bei Feriengästen beliebte Halbinsel Chalkidiki.

Eine Frau aus Rumänien und ihre Tochter wurden den Angaben zufolge vom abgerissenen Dach einer Taverne getroffen. Ein umstürzender Baum erschlug einen Russen und dessen zweijährigen Sohn.

Gegenstände flogen umher – 60 Verletzte

Ein Mann aus Tschechien starb in seinem Wohnmobil, das von Sturmböen erfasst wurde und sich mehrfach überschlug. Seine Frau erlag ihren Verletzungen in einem Gesundheitszentrum, wie ERT unter Verweis auf den Zivilschutz berichtete. Auch der 18-jährige Sohn des Ehepaars befand sich im Wohnmobil. Er überlebte das Unglück verletzt.

«Mehr als 60 Menschen wurden durch Stühle, Ziegelsteine, Mülltonnen und andere Gegenstände verletzt, die durch die Gegend geflogen waren», sagte der Chef des Gesundheitszentrums der Kleinstadt Moudania, Athanassios Kaltsas, im Fernsehen. Später wurde der Fund einer weiteren Leiche gemeldet. Es wird vermutet, dass es sich bei Toten um einen vermissten Fischer handelt.


«Ich habe so starke Winde noch nie erlebt», sagte der Chef des Zivilschutzes, Charalambos Stergiadis, dem gleichen Sender. Die Feuerwehr musste mehr als 500 Mal ausrücken, um Menschen in Not zu helfen. Die Regierung rief den Notstand für die Region aus. Eine genaue Bilanz werden die Behörden erst nach Tagesanbruch ziehen können.


Das heftige Unwetter folgte einer Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 40 Grad Celsius. In der Region der Chalkidiki verbringen zurzeit Zehntausende überwiegend aus Osteuropäischen Staaten stammende Touristen ihren Urlaub.

(scl/sda/afp)