Amy Klobuchar kandidiert

11. Februar 2019 01:56; Akt: 11.02.2019 09:56 Print

«Schweizerin» will US-Präsidentin werden

Die 58-jährige Demokratin Amy Klobuchar hat während eines Schneesturms ihre Kandidatur bekannt gegeben.

Senatorin Amy Klobuchar, die Schweizer Wurzeln hat, will US-Präsidentin werden. (Video: AFP)
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Die demokratische US-Senatorin Amy Klobuchar ist ins Präsidentschaftsrennen 2020 eingestiegen. Die 58-Jährige aus Minnesota gab ihre Kandidatur am Sonntag in Minneapolis bekannt. Ihre Grosseltern mütterlicherseits waren Immigranten aus der Schweiz.

Die ehemalige Staatsanwältin ist damit die bisher bekannteste Kandidatin aus dem Mittleren Westen, wo die Demokraten Wähler zurückzugewinnen wollen. Stimmen aus der traditionell demokratisch geprägten Region hatten US-Präsident Donald Trump 2016 ins Weisse Haus geholfen. Klobuchar war im November in Minnesota mit grosser Mehrheit für eine dritte Amtszeit als Senatorin gewählt worden.

In einer Rede im Bundesstaat Minnesota bei minus zehn Grad und starkem Schneefall kritisierte sie den Umgang der Technologie-Konzerne mit den Daten der Kunden. «Das Gefühl der Einheit zerbricht in unserem Land», sagte sie und machte dafür «unsere kleinliche und lasterhafte Politik» verantwortlich. «Genug ist genug», rief Klobuchar ihren Anhängern zu.

Gemässigte Demokratin

Klobuchar gilt als gemässigte Demokratin und Politikerin, die Unterstützer aus ländlichen wie städtischen Regionen gleichermassen hinter sich vereinen kann. Die 58-Jährige ist eine Pragmatikerin, die zur Zusammenarbeit mit den Republikanern gewillt und damit eine der produktivsten Senatorinnen bei der Verabschiedung von Gesetzen ist.

Sie gehört zu einem Kandidatenfeld der Demokraten, das bereits jetzt so viele Frauen aufweist wie niemals zuvor. Bislang haben insbesondere linke Bewerber der Partei von sich reden gemacht. Sie muss sich gegen bekanntere parteiinterne Rivalen wie Elizabeth Warren, Kamala Harris, Cory Booker und Kirsten Gillibrand durchsetzen, um tatsächlich Präsidentschaftskandidatin der Demokratin zu werden. Ausserdem wird erwartet, dass bald der frühere US-Vizepräsident Joe Biden und Senator Bernie Sanders ihre Kandidatur bekanntgeben.

«Schweizerin» will US-Präsidentin werden

Immigranten aus Slowenien und der Schweiz

Die Vorwahlen beginnen in etwa einem Jahr. Erwartet wird, dass auch der republikanische Amtsinhaber Donald Trump zur eigentlichen Wahl im November 2020 antritt.

Klobuchar hat laut eigenen Angaben teils Schweizer Wurzeln. Ihre beiden Grosseltern mütterlicherseits – Margaret und Martin Heuberger – stammten demnach aus der Deutschschweiz und liessen sich in den 1920er Jahren in Milwaukee nieder. Ihre Grossmutter war als Baby in die USA gekommen, ihr Grossvater war im Alter von 22 in die USA ausgewandert. Er arbeitete unter anderem in einem Käsegeschäft und verkaufte Miniatur-Chalets. Klobuchars Ur-Grosseltern väterlicherseits stammten aus Slowenien.

(chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mike Meier am 11.02.2019 08:18 Report Diesen Beitrag melden

    Da war doch mal...

    Ist immer wieder amuesant, wie schnell die Presse in solchen Faellen jemanden mit weit zuruckliegenden Vorfahren ploetzlich wieder zu Schweizern erklaert.

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  • S Ämi Rheintal am 11.02.2019 03:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweizerin als US Präsidentin

    Ja, und irgendwie ist sie ja auch mit Adam und Eva verwandt.

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  • Victor Eberhart am 11.02.2019 02:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ist sie nicht..

    Sie ist also soviel Schweizer wie ich Chinese..

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Typhoeus am 11.02.2019 20:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na super, als Präsidentin

    Der Vereinigten Staaten, wird sie sicher Schweizerdeutsch als zweite Amtssprache einführen.

  • muzungu am 11.02.2019 15:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    oh oh

    oh ja da wollen plötzlich alle Präsident werden. Die müssen sehen das sie zum Schluss noch wissen wenn sie eigentlich aufstellen wollen zum Schluß sehen Sie den Wald vor lauter Bäume nicht mehr .

  • nicht links, nicht rechts! am 11.02.2019 14:25 Report Diesen Beitrag melden

    System ändern

    Ich würde den Amerikanern raten ihr politisches System zu ändern und ein ähnliches System wie in der Schweiz einzuführen. Unser System ist nicht perfekt, aber sie ist momentan das Beste auf der Welt. Obwohl sie braucht auch noch einige Korrekturen.

  • Gango am 11.02.2019 14:20 Report Diesen Beitrag melden

    move

    Wir, also ich meine die 7,679 Mia. Menschen, sind im Endeffekt irgendwo eingewandert. Der Mensch musste sich nun mal bewegen, sonst könntest du jetzt diesen Kommentar nicht lesen. Nur gibt es halt Leute, leider nicht allzu wenige, die eine mir fremde Weltsicht haben. Toi toi toi für Amy Klobuchar, finde sie ganz ok, so auf den ersten Blick.

  • Gruss aus Bern am 11.02.2019 14:00 Report Diesen Beitrag melden

    Neiaberou ...

    Gott sei dank habe ich diese überlebenswichtige Meldung nicht übersehen, nicht auszudenken, was mir da sonst entgangen wäre.