Verschwundenes Flugzeug

04. Mai 2014 09:39; Akt: 05.05.2014 12:47 Print

«Verhaftungen ohne jede Verbindung zu MH370»

In Malaysia hat die Polizei elf mutmassliche Terroristen festgenommen. Ein hoher Polizeibeamte dementiert jetzt, dass diese Festnahmen mit der verschollenen MH370 zu tun haben.

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Keine Spur der vermissten MH370. Die Suche des unbemannten U-Bootes Bluefin im Indischen Ozean wird abgebrochen. Die Signale, auf die sich das Bergungsteam gestützt hatte, stammen nicht von dem verschollenen Passagierflugzeug. Die australische Firma GeoResonance glaubt Wrackteile des verschwundenen Flugzeugs der Malaysia Airlines gefunden zu haben - im Golf von Bengalen. Um dem verschwundenen Malaysia-Airlines-Jet auf die Spur zu kommen, setzen die Suchtrupps jetzt auf das Roboter-U-Boot Bluefin. Es kann eine exakte Karte des Meeresgrundes erstellen. Am sagt Angus Houston, Koordinator der Suchaktion, dass man das Suchgebiet eingrenzen konnte. Die gefundenen Objekte stammen aus dem Fischfang oder es handelt sich um Abfall. Die Suche wird fortgesetzt und ein Blackbox-Detektor ist unterwegs ins Gebiet. Die Grafik zeigt die Orte, an denen Australien und China auf dem Wasser treibende Objekte entdeckt haben. Ob es Teile des Wracks der verschollenen Maschine sind, ist noch unklar. Die Suche nach dem vermissten Flugzeug wird wieder aufgenommen. 26 Länder sind an der Suche beteiligt. Ein Sturm zwingt die australische Marine dazu, die Suche nach den Trümmern der verschollenen MH370 zu unterbrechen. Schmerz und Verzweiflung bei den Angehörigen, nachdem der malaysische Premierminister am mitgeteilt hat, dass keiner an Bord des malaysischen Unglücksfliegers überlebt hat. Der CEO der Malaysia Airlines, Ahmad Jauhari Yaha (l.), spricht an der Pressekonferenz am 24. März. Rechts von ihm steht der malaysische Transport- und Verteidigungsminister Hishamuddin Hussein. Viele wollen noch nicht wahrhaben, was ihnen soeben mitgeteilt wurde. Einige konnten den Schmerz nicht verkraften. Mehrere Leute brachen zusammen und mussten auf einer Bahre aus dem Hotel gebracht werden. Das U-Boot Abyss soll bei der Suche nach der vermissten Boeing helfen. Bis dahin dürfte es aber noch Monate dauern. Ein chinesischer Satellit hat am Samstag, 22. März, im Indischen Ozean ein 22,5 Meter grosses Objekt erspäht. Das treibende Objekt ist rund 120 Kilometer von dem Ort entfernt, an dem ein anderer Satellit sechs Tage zuvor zwei weitere Teile im Wasser geortet hatte. Das US-Unternehmen Digital Globe stellt Internetnutzern für die Suche nach dem vermissten Flugzeug MH370 Satellitenbilder zur Verfügung. Findet man wichtige Hinweise wie Wrackteile oder Ölspuren kann man diese mit Icons markieren. China kritisiert das Vorgehen bei der Suche nach dem verschollenen Flugzeug. Malaysia, Boeing, Rolls-Royce und die USA hätten zu schlecht informiert. Am veröffentlicht der US-Radiosender WNYC 634 mögliche Landebahnen für die Boeing 777, ob bei der Auswahl der Strecken auch die Flügelspannweite des Flugzeugs miteinbezogen wurde, ist unklar. Ein chinesischer Satellit machte diese Aufnahmen im Golf von Thailand. Experten glauben, den weissen Fleck als Flugzeugteile identifiziert zu haben. Die Polizei veröffentlichte am die Bilder zweier mutmasslicher Passdiebe, die an Bord der Maschine waren. Der Chef der malaysischen Luftverkehrsbehörde, Azharuddin Abdul Rahman, beschreibt einen der mutmasslichen Passdiebe bei einer Pressekonferenz als ähnlich aussehend wie Mario Balotelli, Stürmer beim AC Milan. Die USA untersuchen die Fingerabdrücke und Fotos der beiden Männer, die mit gestohlenen Pässen an Bord der Unglücksmaschine gestiegen sind. Die Ermittler gleichen die Informationen mit jenen von bekannten Terroristen ab. Der malaysische Transportminister Hishammuddin Husse informiert darüber, dass Videoaufnahmen der Passdiebe existieren: «Ich kann bestätigen, dass wir Material von Überwachungskameras (über die beiden) haben.» Am Sonntag stand bei den Suchaktionen auf dem Wasser dieses mögliche Wrackteil im Fokus. 40 Schiffe und 22 Flugzeuge sind an der Suche beteiligt. Die Studentin Jessie Yee Wai Ching hatte grosses Glück: Sie hatte ein Ticket für den Unglücksflug gebucht, kam aber zu spät am Flughafen an und verpasste ihn. Diese Luftaufnahme soll die Ölspuren im Meer 250 Kilometer vor Vietnam zeigen. Das Flugzeug der Malaysia Airlines ist rund zwei Stunden nach dem Start verschollen. Es war auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking. An Bord seien 239 Personen gewesen, erklärt ein Sprecher der Airline am Samstag, 8. März, den Medien. Medien belagern eine Frau am Flughafen von Kuala Lumpur. Ein Mitglied ihrer Familie befand sich an Bord der vermissten Maschine. Angehörige eines Passagiers am Flughafen in Peking. Weinende Frau am Flughafen in Peking. Am Flughafen in Kuala Lumpur wurde ein Bereich für Angehörige der Passagiere des vermissten Flugzeugs eingerichtet. In Peking wurde der Flug am Samstag noch als verspätet angezeigt.

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Von Flug MH370 fehlt auch nach zwei Monaten jede Spur. Jetzt wurden in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur und im Bundesstaat Kedah offenbar elf mutmassliche Terroristen vom britischen MI6 und vom FBI befragt und anschliessend festgenommen. Die Verdächtigen seien zwischen 22 und 55 Jahre alt und hätten Verbindungen zum Terrornetzwerk Al Kaida, schreibt «dailymail.co.uk».

Jetzt hat ein hoher malayischer Polizeibeamte dementiert, dass diese Verhaftungen im Zusammenhang mit dem verschollenen Flugzeug stehen. «Es gibt absolut keine Verbindung», so Khalid Bakar.

Der malayische «The Star» berichtet dazu, die Festgenommenen hätten Verbindungen zu Terrorgruppierungen auf den Phillipinen und in Syrien unterhalten. Offenbar hätten sie geplant, eigene Kämpfer nach Damaskus zu schicken.

Der «Schuhbomber» meldet sich

Der Verdacht, dass ein terroristischer Anschlag hinter der spurlos verschwundenen Passagiermaschine mit 239 Menschen stecken könnte, wurde bereits mehrfach geäussert. Bislang gab es hierfür keine weiterführenden Anhaltspunkte. Genährt werden diese Spekulationen auch durch Äusserungen verurteilter Terroristen. So behauptet der als «Schuhbomber» bekannt gewordene Saajid Badat, er sei in einem terroristischen Ausbildungslager in Afghanistan dazu aufgefordert worden, einer Gruppe Malaysier Schuhbomben zu übergeben.

Das Flugzeug der Malaysia Airlines war am 8. März auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking spurlos verschwunden. Radar- und Satellitendaten zeigten, dass MH370 aus ungeklärter Ursache vom Kurs abgewichen war und vermutlich über dem südlichen Indischen Ozean wegen Treibstoffmangels abstürzte.

(pat)