Geht zurück in eure Heimat

15. Juli 2019 02:25; Akt: 15.07.2019 08:23 Print

Trump empört mit rassistischen Tweets

Der US-Präsident empört mit Twitter-Botschaften über demokratische Politikerinnen, die in den USA geboren sind.

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Donald Trump forderte mehrere Politikerinnen der Demokraten zur Rückkehr in die Herkunftsländer ihrer Familien auf. Er nannte in seiner Äusserung auf Twitter am Sonntag zwar keine Namen, seine Bezugnahme auf «progressive demokratische Kongressabgeordnete» war aber unschwer erkennbar auf junge Wortführerinnen der Demokraten wie Alexandria Ocasio-Cortez, Ilhan Omar sowie Rashida Tlaib gemünzt.



Trump warf den Politikerinnen vor, den «Bürgern der Vereinigten Staaten, der grössten und mächtigsten Nation der Erde, bösartig zu erzählen, wie unsere Regierung geführt werden muss». Diese Frauen stammten aus Ländern, «deren Regierungen eine völlige Katastrophe, die schlechtesten, korruptesten und unfähigsten» in der Welt seien. «Warum gehen sie nicht zurück und helfen dabei, die völlig zerrütteten und von Verbrechen durchsetzten Orte, von denen sie herkommen, wieder aufzubauen?»

Vorwurf des Rassismus

Die Vorfahren der in New York geborenen Ocasio-Cortez stammen aus dem US-Übersee-Territorium Puerto Rico. Tlaib, die in Detroit geboren wurde, hat palästinensische Wurzeln. Omar floh als Kind aus Somalia und kam als Flüchtling in die USA. Sie ist die erste schwarze Muslimin im Kongress. Die Afroamerikanerin Pressley wurde in Cincinnati geboren.

Die vier Politikerinnen reagierten scharf auf Trumps Äusserungen. «Ich bekämpfe Korruption in unserem Land», schrieb Tlaib. «Ich tue es jeden Tag, indem ich als Abgeordnete Rechenschaft von Ihrer Regierung einfordere.» Pressley schrieb über Trumps Tweets: «So sieht Rassismus aus. Wir sind, wie Demokratie aussehen sollte.»

Ocasio-Cortez warf Trump vor, wütend zu sein, weil er sich die USA nicht als Land vorstellen könne, in dem Menschen wie sie ihren Platz hätten. Omar schrieb auf Twitter, Trump schüre «weissen Nationalismus», weil er wütend sei, dass Politikerinnen wie sie im Kongress sässen und seine «hasserfüllte Agenda» bekämpften.

Scharfe Reaktionen

Scharfe Kritik an Trump äusserten auch prominente Präsidentschaftsbewerber der Demokraten. «Rassismus und Fremdenfeindlichkeit haben keinen Platz in Amerika», schrieb Ex-Vize-Präsident Biden. Senatorin Warren bezeichnete Trumps Äusserungen ebenfalls als «rassistisch und fremdenfeindlich». Die afroamerikanische Senatorin Kamala Harris schrieb auf Twitter, Trumps «rassistische Attacke» sei «un-amerikanisch».

Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Pelosi, wies Trumps Äusserungen als «fremdenfeindlich» zurück. Sie zielten darauf ab, «unsere Nation zu spalten». Pelosi selbst hat ein angespanntes Verhältnis zu Ocasio-Cortez und den anderen Abgeordneten. Sie befürchtet, eine zu liberale Agenda könne die Chancen der Demokraten mindern, Trump bei der Präsidentschaftswahl 2020 zu besiegen.


(afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Donald Duck am 15.07.2019 08:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geflüchtet

    Alle Amerikaner sind irgendwann mal eingewandert. Echte Amerikaner sind nur die Indigenen also die Indianer. Trump selbst hat auch Vorfahren die nicht Amerikanisch seien.

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  • Naja am 15.07.2019 08:48 Report Diesen Beitrag melden

    Amerika

    Ist ein Einwanderer Land, die einzigen richtigen Amerikaner wurden ausgebeutet und in Reservate gesteckt. Aber wer interessiert sich schon für die Wahrheit....

  • H.M. am 15.07.2019 06:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    "Er nannte zwar keine Namen"

    "Er nannte zwar keine Namen"..Aber die Medien veröffenlichen die ungenannten Namen ? ? Das ist ähnlich wie in D : Wenn echte Demokraten und echte Oppositionelle ihre Besorgnis über die semidiktatorischen Zustände im Land äussern, sind sie entweder ihre Stelle los, und/oder es wird ihnen von der Gegenseite Rassismus und Rechtsextremimismus untergeschoben..H-G Massen ist dazu ein Beispiel.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Beobachter am 16.07.2019 19:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ach bitte!!!

    Trump hat wörtlich gesagt, dass wer dauernd motzt und unzufrieden ist in den USA, ruhig auswandern darf und er darf auch wieder einwandern! So ein Spruch ist ein bisschen provokativ aber bei weitem nicht rassisitisch auch wenn sich irgend welche Secondos unter den Demokraten betroffen fühlen...!!

  • M.G. am 16.07.2019 19:23 Report Diesen Beitrag melden

    Ideologie der US-Expansion

    im 19. Jahrhundert war das "Manifest Destiny". Im Kern sagt das Manifest das die weisse Bevölkerung, weil sie den technischen Fortschritt hat, zur Vorherrschaft über alle anderen Völker berufen sei. Und das deshalb die Ureinwohner, weil sie diesem Fortschritt im Wege standen, beseitigt werden sollten. Diese augenscheinlich rassistische Ideologie ist die Basis der heutigen US-Gesellschaft. Es ist die enge Verzahnung der evangelikalen Religion (Prädestinationslehre) mit wirtschaftlicher und militärischer Expansion. Trump sagt also nur das was Kern weisser US-amerikanischer Selbstwahrnehmung ist.

  • Insider am 16.07.2019 18:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz einfach!

    Jemandem, der ursprünglich einer anderen Ethnie entstammt und eingereist oder Secondo ist und dauernd kritisiert zu sagen, er könne ja wieder ausreisen ist NICHT rassistisch. Schon gar nicht wenn man zusätzlich sagt er dürfe dann selbstverständlich auch wieder einreisen, so wie Trump es sagte!!

  • Mondfinsternis am 16.07.2019 16:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freue mich auf die heutige,

    Wie wäre es, wenn die vielen Trumpanhänger weltweit, öffentliche, nicht FOX (Trumpsender) TV-Sender konsumieren würden? Ach, das geht ja nicht. Beherrschen diese ja weder die englische, spanische, französische Sprache. Selbst die eigene Schriftsprache nicht.

    • Insider am 16.07.2019 17:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Quatsch!

      Stimmt, FoxNews ist einer der wenigen Sender der USA der kein Linkspropaganda betreibt. Ich jedenfalls schaue mir die Speeches der Trump Regierung immer direkt an... und stimmt, in einem hast du recht. Wenn man sich eine objektive Meinung darüber bilden will was wirklich abgeht dann kann man die MainstreamMedien schlicht vergessen! Man muss übrigens gar kein Trump Anhänger sein, um die korrupte Show der Demokraten zu durchschauen!!

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  • Sebeli am 16.07.2019 12:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Präsident Trump regiert richtig!

    Er schaut zuerst auf seine Landsleute und erst dann auf Wirtschaftsflüchtlinge! Das sollte man bei uns eben auch machen.... aber hier ist der Eigene Landsmann weniger wert! Hoffentlich auf ein neues 2020 :)