Donald Trump

04. Juli 2019 04:14; Akt: 04.07.2019 04:39 Print

«Wenns ihnen nicht passt, sollen sie nicht kommen»

In den Internierungslagern für Migranten in den USA herrschen laut einem Bericht verheerende Zustände. Diese Kritik weist US-Präsident Donald Trump zurück.

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«Viele leben jetzt viel besser»: US-Präsident Donald Trump. (Archivbild) (Bild: Keystone/Carolyn Kaster)

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US-Präsident Donald Trump hat Kritik an den verheerenden Zuständen in Internierungslagern für Migranten in den USA zurückgewiesen. «Viele dieser illegalen Ausländer leben jetzt viel besser als dort, wo sie herkamen, und unter viel sichereren Bedingungen.»

Sollten die internierten Migranten unglücklich über die Zustände in den Lagern an der Grenze zu Mexiko sein, dann «sagt ihnen einfach, dass sie nicht kommen sollen. Alle Probleme gelöst!», schrieb Trump am Mittwoch auf Twitter.

Die interne Aufsichtsbehörde des US-Ministeriums für Innere Sicherheit hatte zuvor ein verheerendes Bild von Lagern gezeichnet, in denen Migranten nach dem illegalen Grenzübertritt aus Mexiko in die USA festgehalten werden. Nach der Inspektion von fünf solchen Einrichtungen der Grenzpolizei CBP im Rio Grande Valley warnte das Büro des Generalinspekteurs (OIG), die Lager seien gefährlich überfüllt. Erwachsene und Kinder würden häufig zu lange festgehalten.

Leitende Mitarbeiter der besichtigten Einrichtungen hätten angesichts der Umstände Sicherheitsbedenken für ihre Kollegen und die festgenommenen Migranten geäussert, hiess es weiter. Einer habe die Situation «eine tickende Zeitbombe» genannt.

Alarmierende Zustände

Der am Dienstag veröffentliche OIG-Bericht schilderte alarmierende hygienische Zustände in den inspizierten Einrichtungen. Die meisten alleinreisenden erwachsenen Migranten, die bis zu einem Monat in den Lagern seien, hätten in der ganzen Zeit nicht duschen können, hiess es in dem Bericht. Die meisten Migranten würden ausserdem die Kleidung tragen, mit der sie aufgegriffen worden seien.

Trump bescheinigte den CBP-Mitarbeitern am Mittwoch, diese machten einen «grossartigen Job». Die Grenzschützer seien keine Ärzte oder Krankenschwestern. Der republikanische Präsident machte die Demokraten für die Krise an der Grenze verantwortlich. Er warf ihnen vor, sich einer Reform der Migrationsgesetze zu verweigern. Wer die Krise wirklich lösen wolle, «der sagt Migranten, dass sie nicht in unser Land kommen sollen, ausser sie sind bereit, das legal zu tun».

Entlassung der Führungsspitze gefordert

Der Fraktionschef der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, kritisierte am Mittwoch «die unmenschlichen Bedingungen für Kinder und ihre Familien» in den Internierungslagern. Schumer forderte auf Twitter die sofortige Entlassung der Führungsspitze der Grenzpolizei.

Die Lager sind wegen der stark gestiegenen Zahl der Migranten völlig überlastet. In den acht Monaten zwischen Oktober 2018 und Mai 2019 wurden nach CBP-Angaben mehr als 676'000 Menschen beim illegalen Grenzübertritt aus Mexiko in die USA aufgegriffen. Das sind etwa doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor. Zuletzt registrierte CBP monatlich mehr als 100'000 illegale Grenzübertritte. Viele der Migranten stammen aus Guatemala, El Salvador oder Honduras. Trump hat einen Nationalen Notstand an der Grenze ausgerufen.

(chk/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gustav am 04.07.2019 06:40 Report Diesen Beitrag melden

    Er schützt sein Land und seine Bevölkerung

    Das machen die Europäer eher nicht mit den offenen Grenzen.

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  • Trump Fan am 04.07.2019 06:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Flüchtlingslager

    Trump macht genau das was eigentlich jeder andere Staatschef auch tun sollte. Nur weil jemand aus "Not" flüchtet heisst dies noch lange nicht dass man demjenigen die Füsse küssen muss.

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  • Cris am 04.07.2019 05:31 Report Diesen Beitrag melden

    Unter den Flüchtlingen

    Gibt es viele arme und schützbedürftige Menschen die dankbar für Hilfe sind aber leider halt auch einige die die Situation ausnutzen wollen und glauben sie können sich alles erlauben.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Art. am 05.07.2019 23:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Szenenwechsel

    nötig? Wer möchte tauschen mit diesen Flüchtlingen im "Camp", oder doch lieber mit denen die noch "Zuhause" sind? Es ist in der menschlichen biologie völlig normal, dass der Honosapien wandert, wenn ein Ort ihn und seine Nachkommen nicht mehr ernähren kann.

    • Brückenbauer am 06.07.2019 00:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Art.

      Stimme zu und bin der Meinung, dass es in der Tat einigen begeisterten "Donaldisten" einmal guttun würde, über eine Weisheit der amerikanischen Ureinwohner (Indianer) nachzudenken, die da lautet: "Urteile nie über einen anderen, bevor Du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gelaufen bist."

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  • Demokratos am 05.07.2019 19:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So ist's richtig !!

    Trump hat vollkommen recht... Ständig die USA kritisieren, den Präsidenten beschimpfen, aber nach Amerika wollen...

    • Art. am 05.07.2019 21:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Demokratos

      Einen unmenschlichen Zustand zu verlassen um dann in einem nächstem unmenschlichen Gebiet festgehalten zu werden, hätten Sie wortlos geduldet, oder? Wenn etwas unmenschlich ist, dann darf das auch so genannt werden.

    • Ichweissnix am 07.07.2019 14:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Demokratos

      Würde nie ein Fuss in dieses Land setzen. Schönes Land von der uhrbevölkerung geklaut mit Sklaven aufgebaut und mit Verbrechen an der Macht gehalten. Kann man echt stolz sein drauf

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  • asdf am 05.07.2019 15:08 Report Diesen Beitrag melden

    er tut was er im Wahlkampf versprach

    schon allein das macht in zu einem eher ungewöhnlichen US-Politiker

  • justus am 05.07.2019 08:57 Report Diesen Beitrag melden

    So ist es

    Trump haette die Sea watch 3 versenkt das haette schule gemacht.Ganz africa will nach Europa aber wenn Salvini das stoppen will sind gewisse träumer empoert jöööö.

    • Art. am 05.07.2019 23:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @justus

      Und irgend eine Mauer kann dann die langfristige Lösung sein, damit Menschen ihren Kontinent nicht verlassen wollen?

    • Art. am 05.07.2019 23:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @justus

      Was würden Sie tun, wenn Sie z.Bsps. in Afrika geboren und aufgewachsen sind, und nun irgend wo im Internet sehen, wie gut es sich in Wohlstand und Frieden inkl. Menschenrechte lebt, würden Sie noch dort bleiben wollen, wo Ihr Überleben ständig in Gefahr ist?

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  • Realist am 05.07.2019 08:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jeder darf legal einwandern!

    Was soll das Theater! Es geht um illegales Einwandern und das ist zu unterbinden, Punkt!

    • Art. am 05.07.2019 23:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Realist

      Wie ist das dauerhaft zu unterbinden? Wo ist die Wurzel des Übels?

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