Occupy-Bewegung

13. Dezember 2011 14:33; Akt: 13.12.2011 14:46 Print

«Wirtschafts- Motoren der Elite» besetzt

Die Occupy-Protestbewegung an der US-Westküste ist noch lange nicht verebbt. Im Gegenteil: Tausende Aktivisten besetzten die Häfen in Kalifornien, Oregon und Washington.

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Occupy-Aktivistin am Hafen von Oakland. (Bild: AFP)

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Tausende Aktivisten der Occupy-Bewegung haben am Montag Häfen an der Westküste der USA blockiert. An einigen Terminals in den US-Staaten Kalifornien, Oregon und Washington stand die Arbeit teilweise still.

Beobachter werteten die Blockaden als Zeichen, dass die Proteste der Bewegung möglicherweise bis zur Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr andauern könnten.

Ein Beamter habe von Sanitätern behandelt werden müssen, nachdem er von einem Farbbeutel im Gesicht getroffen worden sei. Die Polizei habe Schockgranaten eingesetzt, um die Blockade des Hafens in Seattle aufzulösen. Elf Demonstranten seien festgenommen worden.

«Wirtschaftsmotoren der Elite»

Der Protest der Demonstranten richteten sich vor allem gegen zwei Unternehmen: den Hafenbetreiber SSA Marine und den Getreideexporteur EGT. Die Investmentbank Goldman Sachs ist Hauptanteilseigner von SSA Marine und war bereits in der Vergangenheit immer wieder Ziel von Protesten. Die Häfen gelten den Demonstranten als «Wirtschaftsmotoren der Elite».

Nach Angaben der Organisatoren wollten sich die Demonstranten mit Hafenarbeitern solidarisieren, die von Grossunternehmen ausgebeutet würden. Die US-Gewerkschaft der Hafen- und Lagerarbeiter ILWU distanzierte sich jedoch von den Aktionen.

Die Bürgermeisterin von Oakland appellierte an die Demonstranten, ihre Blockade aufzugeben und die Arbeiter wieder ihrer Beschäftigung nachgehen zu lassen. «Die Leute müssen über die Konsequenzen nachdenken. Die Leute müssen darüber nachdenken, wem sie schaden», sagte Jean Quan.

(sda)