Genua

19. April 2016 23:44; Akt: 20.04.2016 07:42 Print

Öl-Pipeline explodiert und verseucht Fluss

Ein Raffinerie-Unfall löst eine Naturkatastrophe aus. Jetzt kämpft die Region mit den Folgen des Zwischenfalls.

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Erst hörten Anwohner einen heftigen Knall, dann floss das Öl. In der Öl-Raffinerie Iplom bei Genua ist es in den Abendstunden vom Sonntag, 17. April, gegen 19.45 Uhr zu einem schweren Zwischenfall gekommen.

Infolge der Explosion einer unterirdischen Pipeline flossen nach Schätzungen der Behörden etwa 500'000 bis 600'000 Liter Rohöl aus, ein grosser Teil davon in den nahen Fluss Polcenera. Dank des raschen Einsatzes der italienischen Feuerwehr, die noch in derselben Nacht Ölsperren errichtete, konnte ein Ausbreiten der Ölpest auf das Meer weitgehend verhindert werden.

Angst vor Regen oder Wind

Italienischen Medienberichten zufolge dauerte es nach der Explosion mindestens 20 Minuten, bis Techniker der Raffinerie feststellen konnten, was genau passiert war. In dieser Zeit konnte das Rohöl ungehindert ausfliessen.

In der betroffenen Region sind Anwohner, Umweltschützer und Behörden weiterhin mit den Folgen des gefährlichen Zwischenfalls beschäftigt. Vor allem die Wetterbedingungen – insbesondere Regenfälle oder Wind – könnten nach Auffassung von Experten zu einer weiteren Verschlimmerung der Situation führen.

Der volle Umfang der entstandenen Schäden ist noch nicht absehbar. Auch die Betreiberfirma der Pipeline, Ipram, hat sich zum Unfallhergang noch nicht abschliessend geäussert.

(jros)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Qsi am 20.04.2016 05:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Öelpreis Ironie

    Und alle freuen sich, dass sie z.Zt. günstig tanken und Heizöl kaufen können, aber keiner fragt sich, was (bzw. mit was) wir in Wirklichkeit dafür bezahlen!? Und im gleichen Atemzug werden gute Ideen wie Tesla und Solarenergie schlecht geredet, ein Atomausstieg verzögert und Wasserkraftwerke ins Ausland verhökert...

  • M.N am 20.04.2016 05:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Versicherung

    Das ist traurig. In einer Welt, versichert Kim.K ihren Po auf Millionen. Und Pipelines wie diese können nicht gewartet werden!

  • Referendum Voter am 20.04.2016 02:37 Report Diesen Beitrag melden

    Italo-Referendum gegen Bohrtürme...

    Sieh an, sieh an.. genau nachdem das Referendum am Quorum gescheitert ist, wird nun sicher Einigen klar sein, dass doch solche Katastrophen passieren können. Wäre daa am Tag zuvor passiert, hätten vielleicht ein paar mehr für das Ja gestimmt. Wieder Glück gehabt der Renzi..

Die neusten Leser-Kommentare

  • Korrupt am 20.04.2016 09:33 Report Diesen Beitrag melden

    Genua?

    Da wird gar nichts gemacht werden.

  • Stromerzeuger am 20.04.2016 06:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Heizöl

    Warum lässt man zu, dass für Heizöl Werbung gemacht werden darf? Die Baugesetze müssten schweizweit angepasst werden. Jeder Neubau müsste die Dachflächen mit Fotovoltaik belegen und somit seinen Strom selber Produzieren. Hiermit würde zum Heizen kein oder viel weniger Heizöl verbraucht werden und auch bei der Ziegelherstellung braucht es einiges weniger Energie. Weiter könnten Elektrofahrzeuge problemlos mit Solarenergie geladen werden, denn viele Gebäude würden mehr Strom erzeugen als gebraucht wird. Aber der Willen muss da sein es umzusetzen, der fehlt leider.

    • Peter Moser am 20.04.2016 07:00 Report Diesen Beitrag melden

      Typisch Grün - nicht fertig gedacht

      1.) Im Winter sind die wenigen Sonnenstunden bzw. auch der flache Sonnenstand dafür verantwortlich, dass PV Anlagen viel weniger Strom produzieren als im Sommer. 2.) in den tiefen Lagen hat man das Problem des Hochnebels = keine Sonne = kein Strom 3.) in den Bergen gibt es sowas wie Schnee (vielleicht haben Sie davon ja schon mal gehört). Schnee auf den Panels = keine Sonne = kein Strom. Schlussfolgerung: viel Spass beim frieren im Winter. Nur mit einer umweltfreundlichen und einer vielleicht mal bezahlbaren Speicherlösung könnte man die Probleme lösen, aber jetzt ist es noch zu früh!

    • meier am 20.04.2016 10:32 Report Diesen Beitrag melden

      Peter

      dann warten wir bis alles zerstört ist. moll tolle idee

    einklappen einklappen
  • M.N am 20.04.2016 05:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Versicherung

    Das ist traurig. In einer Welt, versichert Kim.K ihren Po auf Millionen. Und Pipelines wie diese können nicht gewartet werden!

  • Michu am 20.04.2016 05:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schwierige Welt

    Wir können immer noch Wasserstoff als Energiequelle benutzen. Es interessiert kaum jemanden. Zuerst die anderen günstigen Ressourcen verbrauchen.

  • Qsi am 20.04.2016 05:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Öelpreis Ironie

    Und alle freuen sich, dass sie z.Zt. günstig tanken und Heizöl kaufen können, aber keiner fragt sich, was (bzw. mit was) wir in Wirklichkeit dafür bezahlen!? Und im gleichen Atemzug werden gute Ideen wie Tesla und Solarenergie schlecht geredet, ein Atomausstieg verzögert und Wasserkraftwerke ins Ausland verhökert...