Demonstration im Jemen

10. Juni 2011 16:07; Akt: 10.06.2011 17:17 Print

100 000 protestieren gegen Saleh

Auch in Abwesenheit des jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Saleh gehen die Proteste weiter. An einem Trauerzug in Sanaa beteiligten sich zehntausende Menschen.

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Mit mehr als 99,8 Prozent ist Abed Rabbo Mansur Hadi am 24.2.2012 zum neuen Präsidenten des Jemen gewählt worden. Ein historischer Moment: Im saudiarabischen Staatsfernsehen ist zu sehen, wie der langjährige jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh das Dokument zur Abgabe seiner Macht unterzeichnet. Auf den Strassen Sanaas demonstrierten die Menschen dagegen, dass die Unterschrift unter das Dokument Saleh und seiner Familie Immunität vor Strafverfolgung zusichert. Auch am gehen in der Hauptstadt Sanaa die Demonstrationen gegen den Präsidenten Saleh weiter. Zehntausend Menschen sind am in Jemens Hauptstadt Sanaa auf die Strassen gegangen und haben gegen Präsident Saleh demonstriert. Am kehrt Präsident Ali Abdullah Saleh erstmals nach vier Monaten in die Hauptstadt Sanaa zurück. Am wird mit neuen Granatangriffen im Jemen weitergemacht. Die Waffenruhe wird gebrochen. Die Proteste in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa gehen auch am weiter. Tags darauf werden bei einem Granatenangriff auf diesem Platz mindestens drei Demonstranten getötet. Auch in der Stadt Taiz im Süden Jemens werden die Protestierenden von Sicherheitskräften vertrieben. Bei Protesten in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa sind am mindestens 26 Demonstranten getötet und 200 weitere verletzt worden. Nach dem blutigen Wochenende herrscht im Jemen Ausnahmezustand. Im Jemen haben tausende Demonstranten zum Beginn des Studienjahres am die größte Universität des Landes gestürmt. Am haben Zehntausende Demonstranten die Söhne von Präsident Ali Abdullah Saleh zum Verlassen des Landes aufgefordert. Am schliessen sich 100 000 Menschen in einem Trauerzug in Sanaa zusammen. Nachdem bekannt wurde, dass Präsident Ali Abdullah Saleh das Land in Richtung Saudi-Arabien verlassen hat, bricht am Jubel auf den Strassen aus. Lautstark verlangen die Regierungsgegner in der Hauptstadt Sanaa den Rücktritt von Präsident Ali Abdullah Saleh. Am Rande eines Bürgerkriegs: Rauch steigt auf in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa. Regierungsgegner leisten einem verwundeten Stammeskämpfer, der bei Gefechten mit der Armee verletzt wurde, erste Hilfe. Ein klares Ziel vor Augen: Dieser Demonstrant zeigt mit seinem Slogan unmissverständlich, wo er Präsident Saleh haben möchte. Ein Teil der Armee ist zu den Demonstranten übergelaufen. Als Zeichen der Solidarität mit ihnen strecken die Soldaten die Hände zusammen. Siegeszeichen der übergelaufenen Soldaten. Auch Frauen ... ... und ältere Stammeskämpfer gehen auf die Strasse, um ihren Frust mit lauten Parolen kundzutun. Rauchschwaden von brennenden Reifen steigen empor. Oppositionelle versuchen einen Strassenabschnitt zu blockieren. Auch die Stadt Taiz im Süden von Jemen kommt nicht zur Ruhe. Bei nächtlichen Auseinandersetzungen wurden mindestens 20 Aufständische getötet sowie über 150 verletzt.

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In Jemens Hauptstadt Sanaa haben am Freitag knapp 100 000 Menschen die Vertreibung von Präsident Ali Abdullah Saleh aus seinem Amt gefordert. Während des Protests marschierten oppositionelle Stammesmitglieder in einem Trauerzug über den zentralen Platz des Wandels.

Sie trugen die Leichen von 41 ihrer Kämpfer mit sich, die nach Angaben der Stammesmitglieder vergangene Woche bei einem Bombardement von Regierungsstreitkräften ums Leben kamen.

Es war die bislang grösste Protestaktion seit Saleh Anfang des Monats bei einem Raketenangriff auf seinen Präsidentenpalast verletzt wurde. Die Demonstranten riefen am Freitag in Anspielung auf Saleh: «Das Volk will, dass dem Schlächter der Prozess gemacht wird.»

In einem anderen Teil von Sanaa kamen unterdessen mehrere tausend Anhänger des jemenitischen Präsidenten zu einer Kundgebung vor dem Präsidentenpalast zusammen.

Saleh befindet sich derzeit nicht im Jemen. Er war nach dem Angriff Anfang des Monats zur medizinischen Behandlung nach Saudi-Arabien gebracht worden.

Luftangriffe

In der südlichen Stadt Dschaar gingen die Streitkräfte mit Luftangriffen und Artilleriebeschuss gegen Aufständische vor. Das verlautete am Freitag aus Sicherheitskreisen in Sanaa. Aufständische haben die Stadt im März unter ihre Kontrolle gebracht.

Bei dem Artilleriebeschuss in der Nacht zum Freitag seien mindestens sechs militante Kämpfer getötet worden, berichtete ein Sanitäter. Im Süden Jemens haben militante islamische Gruppen die seit Monaten andauernden Proteste gegen die Regierung in Sanaa genutzt, mehrere Städte unter ihre Kontrolle zu bringen. Einige dieser Gruppen sollen Verbindungen mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida haben.

(sda)