Explosionen bei Testspiel

14. November 2015 20:55; Akt: 14.11.2015 20:55 Print

1200 Germanwings-Helfer waren im Stadion

Als Dank sollten Rettungskräfte der Germanwings-Tragödie ein Fussballspiel geniessen. Doch stattdessen erlebten die Helfer die Terrorattacken hautnah mit.

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Einer der Attentäter aus dem Konzertsaal konnte indentifiziert werden: Eine zerbrochene Uhr auf dem Boden vor dem Bataclan. (14.11.2015) Die Welt trauert: Hunderte Franzosen und Japaner versammeln sich bei der Französischen Botschaft in Tokyo zur Trauer. Europäische Hauptstädte verstärken die Sicherheitskontrollen: Französische Polizisten kontrollieren Autos in Menton. (14. November) Das französische Militär dreht seine Runden am Fusse des Eiffelturms. Die IS bekennt sich zu den Anschlägen in Paris: Angehörige trauern um ihre Liebsten (14. November 2015) Der Tag danach: Die Einschüsse in den Scheiben erinnern an eine Nacht des Grauens. Stadt in Angst: Bewaffnete Polizisten patrouillieren in der Innenstadt von Paris. (13. November 2015) Mithilfe von sozialen Medien suchen viele Menschen nach ihren Liebsten. Bei der Geiselnahme in der Pariser Konzerthalle Bataclan und der anschliessenden Erstürmung durch die Polizei sind Polizeiangaben zufolge über 100 Menschen getötet worden. Zuschauer werden evakuiert: Bei der Geiselnahme in der Pariser Konzerthalle Bataclan und der anschliessenden Erstürmung durch die Polizei sind Polizeiangaben zufolge über 100 Menschen getötet worden. Präsident Francois Hollande wendet sich nach den Terroranschlägen in einer Fernsehansprache an das Volk und verhängt den Ausnahmezustand (13. November 2015). Französische Feuerwehrmänner helfen einem Verletzten in der Nähe des Bataclan-Clubs. (13. November 2015)A Ein Bus mit einigen der Hunderten geretteten Besucher des Bataclan verlässt den Ort der Geiselnahme. Die Mitglieder der amerikanischen Rockband Eagles of Death Metal um Sänger Jesse Hughes (Archivbild) sollen angeblich in Sicherheit sein. Die Band spielte im Pariser Club Bataclan als die Attentäter den Raum stürmten. Facebook-Statement der Band. Abgesperrt: Polizisten blockieren in der Nähe des Café Bonne eine Strasse. US-Präsident Barack Obama hat die Anschlagsserie von Paris als «einen Angriff auf die ganze Menschheit und unsere universellen Werte» verurteilt. Mit Tüchern bedeckte Opfer der brutalen Anschläge liegen vor einem Pariser Restaurant (13. November 2015). Vor der französischen Botschaft in Berlin werden Kerzen angezündet (13. November 2015). Auch vor der Carillon Bar in Frankreich gedenken Menschen den Opfern. Mit Blumen Kerzen und Kärtchen wird den Opfern und ihren Angehörigen gedenkt. «Terrorangriff»: François Hollande und Frank-Walter Steinmeier waren im Stadion, als sich die Attacken ereigneten. Sanitäter im Einsatz: Beim Place de la Republique in Paris ist es zu einer Schiesserei gekommen. . Unsicherheit macht sich breit: Die Menschen verlassen das Stadium. Vor dem Stade de France ist es zu mehreren Explosionen gekommen. Niemand weiss, wie ihm geschieht. Angst und Verunsicherung: Zuschauer versammeln sich auf dem Spielfeld im Stade de France. Mehrere Personen sind bei den Attacken ums Leben gekommen. Einsatzfahrzeuge vor dem Restaurant Petit Cambodge. Die Lage ist unübersichtlich. Überlebende des Anschlages melden sich bei ihren Angehörigen. Personen rund um die Rue Bichat wurden evakuiert. Unzählige Menschen werden aus der Gefahrenzone in Sicherheit gebracht. Rettungskräfte evakuieren eine Frau aus dem Bataclan Theater und bringen sie in Sicherheit.

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Mehrere Explosionen waren während des Testspiels zwischen Frankreich und Deutschland in Paris zu hören. Drei Selbstmordattentäter spengten sich in die Luft und töten mindestens eine weitere Person. Nach dem Abpfiff liefen hunderte verängstigte Zuschauer auf das Spielfeld, später wurden die Besucher aus dem Stadion geleitet.

Unter den Matchbesuchern waren auch 1200 Freiwillige und Angehörige der Rettungskräfte, die nach dem Germanwings-Absturz im März im Einsatz waren. Wie der «Spiegel» berichtet, lud die Lufthansa zum Länderspiel nach Paris ein. «Es sollte eigentlich ein Abend der deutsch-französischen Freundschaft und gegenseitigen Wertschätzung werden», sagte Airbus-Sprecher Rainer Ohler. Doch stattdessen erlebten die Helfer die Terrorattacken hautnah mit. Die Rettungskräfte waren nach Spielschluss mit hunderten anderen Fans im Stadion eingeschlossen, kamen aber nach ersten Informationen mit dem Schrecken davon.

Zuvor zeichnete der deutsche Bundesaussenminister Frank-Walter Steinmeier bei einer Zeremonie in Paris drei Bürgermeister, zwei Präfekten und zwei Einsatzleiter mit dem Bundesverdienstkreuz aus. Die sechs Männer und eine Frau hätten sich bei der Flugzeugtragödie mit 150 Toten «besonders verdient» gemacht, erklärte die Botschaft. Die Auszeichnung erfolge in «grosser Dankbarkeit», sagte Steinmeier. Die Helfer hätten sich «in ganz herausragender Art und Weise bei der Bergung der Opfer nach dem Absturz beteiligt und Angehörige betreut».

(dia)