Sudan

12. April 2016 01:47; Akt: 12.04.2016 01:47 Print

138'000 Menschen aus Darfur vertrieben

Die Zahl der aus der sudanesischen Krisenprovinz Darfur Geflüchteten ist markant gestiegen. Laut UNO ist keine Lösung des Konflikts in Sicht.

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Aus der Heimat geflüchtet: Ein sudanesischer Flüchtling im Zeltlager von Calais. (25. Dezember 2015) (Bild: Keystone/Stéphanie Lecocq/EPA)

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Die Eskalation der Kämpfe in Region Darfur in Westsudan hat laut UN-Angaben seit Mitte Januar 138 000 Menschen in die Flucht getrieben. Der für die Friedenseinsätze der Vereinten Nationen zuständige UN-Untergeneralsekretär Hervé Ladsous sagte am Mittwoch vor dem Weltsicherheitsrat in New York, es stehe keine politische Lösung für den seit 13 Jahren tobenden Konflikt in Aussicht.

Die Kämpfe zwischen der Sudanesischen Befreiungsarmee (SLA) und Regierungstruppen hätten besonders die Lage in der abgeschiedenen Bergregion Jebel Marra eskalieren lassen, sagte der für Friedenssicherung zuständige UNO-Vertreter Herve Ladsous in New York am Mittwoch. Weil die Regierung der UNO-Mission UNAMID keinen Zugang gewähre, lasse sich die genaue Zahl der Ziviltoten nicht bestimmen.

2,6 Millionen Geflüchtete

In Darfur kämpfen Rebellen seit 2003 gegen die Regierung, der sie die Unterdrückung der nicht-arabischen Bevölkerung vorwerfen. Dem Konflikt sollen bereits 300'000 Menschen zum Opfer gefallen sein, rund 2,6 Millionen Menschen sind auf der Flucht.

Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat gegen den sudanesischen Präsidenten Omar Hassan al-Baschir Haftbefehl erlassen. Ihm werden Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen.

(chi/sda)

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