Kuba

12. März 2011 22:48; Akt: 12.03.2011 22:52 Print

15 Jahre Haft für US-«Spion»

Er soll die «Unabhängigkeit und territoriale Integrität» Kubas verletzt haben. Der Amerikaner Alan Gross muss 15 Jahre ins Gefängnis.

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Wegen «Spionage» ist ein US-Bürger in Kuba zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Das zuständige Gericht in Havanna habe Alan Gross der «Verletzung der Unabhängigkeit und territorialen Integrität» Kubas schuldig befunden, hiess es am Samstag in einer amtlichen Mitteilung.

Der 61-Jährige Gross sitzt bereits seit über einem Jahr im Gefängnis. Er ist Mitarbeiter bei einer Firma, die für die US- Entwicklungshilfeorganisation USAID arbeitet. Er war Anfang Dezember 2009 festgenommen worden, als er Handys und Computer verteilte.

Die Geräte waren nach US-Angaben für die Kommunikation von Juden in Kuba mit Glaubensgenossen in anderen Ländern bestimmt. Die kubanische Führung warf Gross hingegen vor, er habe Oppositionsgruppen bei der Spionage für die USA unterstützen wollen.

Die Inhaftierung des US-Bürgers hatte die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Kuba und den USA weiter erschwert. Nach dem Urteilsspruch erklärte Washington diesen für «ungerecht».

Gross habe «schon zu viele Tage im Gefängnis verbracht und sollte keinen weiteren mehr dort verbringen», erklärte am Samstag der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, Tommy Vietor. «Wir fordern die sofortige Freilassung von Alan Gross, auf dass er zu seiner Frau und seiner Familie zurückkehren kann.»

(sda)