China

13. Dezember 2011 04:03; Akt: 13.12.2011 10:35 Print

15 Schüler bei Busunglück getötet

In Xuzhou überschlug sich ein Schulbus mit 29 Insassen, nachdem der Fahrer einem anderen Fahrzeug ausweichen wollte. 15 der Insassen überlebten den Unfall nicht.

Chinas Schulbusystem wird seit Jahren vernachlässigt. Dieser Bus eines Kindergartens transporte mehr als 60 Kinder. (Video: YouTube)
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Im Osten Chinas sind bei einem Busunglück 15 Schulkinder ums Leben gekommen. Wie staatliche Medien am Dienstag berichteten, wurden bei dem Unfall auch mindestens acht weitere Kinder verletzt.

Der Vorfall ereignete sich am Montag in der Provinz Jiangsu, als die Kinder nach der Schule mit dem Bus nach Hause gebracht werden sollten. Der Busfahrer wurde nach Behördenangaben festgenommen und sollte befragt werden. Es gab keine Hinweise darauf, dass der Bus überfüllt war. Zunächst hatte es geheissen, es seien zwölf Kinder ums Leben gekommen.

Erst im November hatte ein Busunglück in China für Aufsehen gesorgt. Damals waren in der nordwestlichen Provinz Gansu 19 Kinder und zwei Erwachsene getötet worden, als ein Lastwagen in den überfüllten Kleinbus raste. Der für neun Personen zugelassene Vorschulbus beförderte 64 Insassen.

Schwierige Beförderung auf dem Land

Bei einem weiteren Unglück an diesem Montag in Foshan in der Provinz Guangdong wurden 37 Schüler verletzt, als ein Schulbus mit einem Lastwagen kollidierte.

Auf dem Land ist die Beförderung von Kindern problematisch. Sie werden in der Regel in veralteten und schlecht gewarteten, zumeist überfüllten Bussen oder Lastern zu den Schulen gebracht.

Ministerpräsident Wen Jiabao hatte kürzlich mehr Unterstützung für die Sicherheit von Schulkindern zugesagt. Das chinesische Kabinett legte am Sonntag einen Entwurf zur Verbesserung der Verkehrssicherheit von Schulbussen vor.

(sda)