Paris

15. April 2014 20:24; Akt: 15.04.2014 20:24 Print

2300 Sars-Proben aus Labor verschwunden

Aus noch unbekannten Gründen fehlen einem Hochsicherheitslabor in Frankreich 2349 Fläschchen mit dem Sars-Virus. An einen Diebstahl glaubt der Direktor aber nicht.

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Laut dem Labor bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung. (Bild: Keystone)

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Ein Hochsicherheitslabor in Paris vermisst laut der französische Zeitung «Le Monde» 2'349 Proben mit dem tödlichen Sars-Virus. Und dies bereits seit Januar. Laut dem Labor gebe es keinen Grund zur Panik. Die Proben hätten kein «Infizierungspotential». Man habe aber wegen dem mysteriösen Verschwinden Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Auch Experten sehen die Gefahr «gleich null».

Die Proben wurden in 29 Boxen in einem Kühlschrank aufbewahrt. Im Januar wurde das Fehlen der Fläschchen bei einer Inventarkontrolle entdeckt. Der Generaldirektor des Instituts, Christian Bréchot, ist über das Verschwinden gar nicht erfreut. Es sei «inakzeptabel» und müsse genau untersucht werden.

Wohl kein Diebstahl

«Wir haben überall nach den Boxen gesucht und wir haben alle Personen überprüft, die im vergangenen Jahr für uns gearbeitet haben», sagt Bréchot gegenüber der Zeitung. Er glaubt aber nicht, dass die Sars-Proben gestohlen wurden. Nur eine handvoll Mitarbeitern habe Zugang zum Labor.

Für wahrscheinlicher hält der Direktor die Möglichkeit, dass die Fläschchen versehentlich zerstört wurden, als sie von einem Kühlschrank in einen anderen transportiert wurden. Jedoch müsse man «alle Möglichkeiten prüfen».

Seit 2004 gab es keine Infizierungen mehr von Sars. Der Virus brach 2002 in China aus. Von den rund 8000 erkrankten Menschen gab es 775 Todesopfer.

(dia)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Reto am 15.04.2014 21:09 Report Diesen Beitrag melden

    Gefahr "gleich Null"

    Klar doch, die 2349 Fläschchen sind von alleine aus dem Kühlschrank gehüpft weil so mal woandershin wollten. Und keine Bedenken, dass diese einen tödlichen Sars-Virus in sich haben, denn es besteht ja kein "Infizierungspotential" und die die Gefahr ist "gleich Null". Hören die sich eigentlich noch zu, was sie da sagen? Darüber kann ich nur noch lachen. Die schönste Satire ist wohl immer noch die Realsatire. Eigentlich zu unrecht, denn an dem Grad der Verleugnung muss die Situation wohl ganz böse eskaliert sein.

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  • Verschwindibus am 15.04.2014 22:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer "verschwinden" wieder Sachen

    Mal ein bisschen Geld, mal ein Flugzeug und mal auch Laborproben.. Alles ist gefärdet was nicht niet und nagelfest ist ;)

  • memyselfandi am 15.04.2014 21:08 Report Diesen Beitrag melden

    Hallo ?

    Für Mensch und Umwelt besteht wie immer keine Gefahr. Hehe, jaa bestimmt. Deshalb wird es auch im Hochsicherheitslabor gelagert ... mhm. Hui zum glück gibt es Experten denen wir vertrauen können. (Achtung Ironie)

Die neusten Leser-Kommentare

  • Tanja B-G am 16.04.2014 09:31 Report Diesen Beitrag melden

    Januar ?

    Hm!Ich, glaube wir haben schon April. Und jetzt erfahren wir erst davon?! Dann kann es ja auch gar nicht gefährlich sein. Ach ja ! 2349 Flaschen wie weg gezaubert . WTF

  • Laycher am 16.04.2014 08:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schlimm

    Wenn es nicht gefährlich ist - warum ist es dann in einem "hochsicherheitstrakt" ? WISO dann überhaupt ? Ich trau der ganzen Sache nicht. Ich wette es taucht dann in Syrien auf oder in Afghanistan ist sonst wo und wird dann dem Gegner angelastet! Leiden tut ja eh "nur" die Bevölkerung! Und wir finden das nicht mal schlimm!! (Es ist ja ein anderer!!)

  • Hehe am 16.04.2014 06:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    GTA V

    Mission in GTA V

  • anonimus am 16.04.2014 01:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    jaja..

    und so wurden auch die letzen beweise vernichtet dases sars gar nie wirklich gegeben hat.. hochlebe die pharmaindustrie...

  • Al Z Heimer am 15.04.2014 23:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da wächst doch gleich das Vertrauen....

    Es schein mir, dass da Dilettanten am Werk sind. Ich will gar nicht darüber nachdenken oder wissen, was für sonstige gefährliche Substanzen, Viren etc. dort noch gelagert werden. Werden diese auch so "sorgfältig" behandelt.