Attentat im Irak

21. Juni 2011 09:03; Akt: 21.06.2011 15:34 Print

26 Tote nach Selbstmord-Anschlag

In der Stadt Diwanijah sprengten sich gleich zwei Attentäter in die Luft. 26 Menschen kamen dabei ums Leben, Dutzende wurden schwer verletzt.

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Bei einem Doppelanschlag auf ein Regierungsgebäude in der irakischen Provinzhauptstadt Diwanija sind am Dienstag mindestens 26 Menschen getötet worden. Mehr als 30 Menschen wurden verletzt.

Vor dem Anwesen des Gouverneurs zündeten Selbstmordattentäter am Dienstag zwei Autobomben, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte. Unter den Toten waren demnach zahlreiche Polizisten.

Die beiden Autobomben detonierten am Morgen kurz hintereinander vor dem Haus von Gouverneur Salam Hussein Alwan in der rund 160 Kilometer südlich von Bagdad gelegenen Stadt Diwanija, wie der Ministeriumssprecher sagte.

Der erste Attentäter habe sein Fahrzeug direkt vor dem Eingang des Anwesens in die Luft gesprengt, drei Minuten später sei die zweite Bombe hochgegangen. Nach Polizeiangaben wurde ein Wachposten vor dem Haus des Politikers zerstört, die Mauer und die Fassade des Anwesens wurden beschädigt.

Nach Angaben eines Polizisten explodierten die Bomben, als sich der Konvoi des Gouverneurs zur Abfahrt bereit machte. Der Politiker, der der Partei von Ministerpräsident Nuri al-Maliki angehört, blieb nach Angaben seines Büros unverletzt - offenbar weil er etwas später zur Arbeit fuhr als sonst.

Mehrheitlich Polizisten getötet

Der Sprecher des Verteidigungsministeriums sprach nach dem Anschlag von mindestens 26 Toten und 29 Verletzten. Nach Angaben von Ärzten aus Diwanija wurden 21 Polizisten getötet.

Ausserdem seien 35 Verletzte ins Spital eingeliefert worden, darunter 30 Polizisten. Ein Mitarbeiter des Gouverneurs machte das Terrornetzwerk Al Kaida für den Anschlag verantwortlich.

Bei einem Anschlag auf ein Restaurant in der nahe gelegenen Stadt Muassajab wurden nach Polizeiangaben fünf Menschen getötet. Die Provinz al-Qadisiyya mit ihrer Hauptstadt Diwanija liegt südlich der Hauptstadt Bagdad und ist überwiegend schiitisch geprägt. Die Provinz galt als ruhig, die letzten grossen Anschläge gab es 2009.

(sda/ap)