Alaska

12. Januar 2020 18:42; Akt: 13.01.2020 11:37 Print

30-Jähriger überlebt mehr als 20 Tage im Schnee

Im US-Bundesstaat Alaska musste ein Mann mehrere Tage bei Minusgraden in der Wildnis ausharren. Die Geschichte ging glimpflich für ihn aus.

Alaska State Troopers fanden den 30-Jährigen dank eines SOS-Zeichens.
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Tyson Steeles Lage war kritisch nachdem seine Hütte in der Wildnis von Alaska abgebrannt ist und er danach über 20 Tage in der Kälte ausharren musste. Das Schlimmste für ihn war, dass sein Hund Phil es nicht rechtzeitig nach draussen geschafft hat, wie er gegenüber ABC News schildert.

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Als der Brand ausbrach habe er sich gepackt, was er konnte, ein paar Mäntel, ein paar Schlafsäcke und dann sei er nach draussen gerannt. Der Labrador sei ihm jedoch nicht gefolgt und dann war es zu spät. «Ich habe wie am Spiess geschrien. Es fühlte sich an, als wäre mir die Lunge herausgerissen worden», so Steele.

Das Feuer brach aus, weil der 30-Jährige offenbar versehentlich ein Stück Karton in seinen Holzofen gesteckt hatte. Ein Funke gelangte durch den Kamin auf das Dach, welches bald lichterloh brannte. Draussen habe er noch versucht, das brennende Haus mit Schnee zu löschen – vergeblich.

Mit Konserven in Schneehöhle

Dann begann der Überlebenskampf: Steele lebte in einem sehr abgelegenen, verschneiten Gebiet, wo es keine Nachbarn in unmittelbarer Nähe gibt. In den ersten zwei Nächten schlief der 30-Jährige in einer Schneehöhle, wo er viel schlief und versuchte, möglichst wenig nach draussen zu gehen.

Aus seiner Vorratskammer hatte er noch einige Konservendosen mit Nahrung gerettet, die ihn maximal 30 Tagen am Leben halten würden, insofern er sich diese gut einteilte. Draussen war der Schnee bald einen Meter hoch und Steele begann sich zu fragen, wann seine Freunde und Familie sich Sorgen machen und Hilfe schicken würden.

Letztere traf mehr als 20 Tage später ein, nachdem die Polizei von Alaska einen Anruf von einem Freund des 30-Jährigen erhalten hatte. Dank einem grossen SOS-Zeichen, dass Steele in den Schnee gestapft hatte, konnten ihn die Rettungskräfte mit einem Helikopter ausfindig machen. Nach der Rettung brachte man Steele nach Salt Lake City, wo seine Familie lebt.

(kat)