Verfassungsschutz

23. November 2014 07:27; Akt: 23.11.2014 07:36 Print

60 Deutsche im Kampf für Islamisten gefallen

Mindestens neun Deutsche haben Selbstmordattentate verübt, 60 haben ihr Leben im Kampf für die Islamisten verloren. Und immer mehr ziehen aus Deutschland nach Syrien.

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60 Menschen, die sich aus Deutschland in den Dschihad aufmachten, sind mittlerweile gestorben. Dies sagt der Präsident des Verfassungsschutzes, Hans-Georg Maassen, der Zeitung «Welt am Sonntag». Mindestens neun von ihnen hätten sich bei Selbstmordanschlägen getötet.

Inzwischen haben sich laut Maassen insgesamt rund 550 Menschen aus Deutschland in Richtung Syrien und Irak aufgemacht. Der Verfassungsschutz sei besorgt über die hohe Zahl, die in den letzten sechs Wochen noch stärker angestiegen sei.

Schon 180 Rückkehrer

Von den Deutschen, die sich der Extremistengruppe «Islamischer Staat» (IS) angeschlossen hätten, seien inzwischen wohl rund 180 wieder zurück in Deutschland. Bei ihnen werde geprüft, welche Massnahmen zur Überwachung eingeleitet werden müssten.

Bei den deutschen Anhängern der Extremisten gebe es im übrigen eine grosse Rivalität zwischen der IS und der Al Kaida. Seit dem Sommer sei aber zu beobachten, dass eine deutliche Mehrheit zur IS halte, die als eine Art Erfolgsmodell angesehen werde.

(sda)