Preis des Terrors

07. Januar 2010 08:58; Akt: 07.01.2010 09:42 Print

9/11-Prozess: Es wird sehr, sehr teuer

Der Zivilprozess gegen den mutmasslichen Drahtzieher der Terroranschläge vom 11. September und vier weitere Verdächtige kostet die Stadt New York jährlich voraussichtlich mehr als 200 Millionen US-Dollar.

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Allein für das erste Jahr schätze seine Stadt die Kosten für die Sicherheitsvorkehrungen auf rund 216 Millionen US-Dollar, schrieb Bürgermeister Michael Bloomberg am Mittwoch in einem Brief an die Haushaltsbehörde der Regierung in Washington.

In den Folgejahren müsse für die Inhaftierung der Beschuldigten sowie für die Sicherheitsmassnahmen mit jeweils 206 Millionen US- Dollar gerechnet werden.

Washington soll zahlen

Angesichts der knappen Finanzmittel seiner Stadt bat Bloomberg die Regierung in Washington um Unterstützung. «Da der 11. September ein Angriff auf die ganze Nation war, brauchen wir die Regierung, um die gewaltigen Kosten zu schultern», hiess es in dem Brief Bloombergs weiter. Für Sicherheit müsse während des Prozesses «über Jahre hinweg rund um die Uhr» gesorgt sein.

Beim Hauptverdächtigen handelt es sich um den mutmasslichen Planungschef der Terrororganisation Al-Kaida, Khalid Sheikh Mohammed, der sich zur Organisation der Anschläge vom 11. September 2001 sowie zu rund 30 weiteren versuchten und verübten Attentaten bekannt hat.

Neben ihm sollen der als Cheflogistiker der Hamburger Zelle geltende Ramzi Binalshib, der Saudi-Araber Mustafa Ahmad Al-Hawsawi, ein Neffe von Khalid Sheikh Mohammed namens Ali abd Al-Aziz Ali und ein jemenitischer Al-Kaida-Mann, Walid bin Attash, vor Gericht kommen. Bei den Anschlägen vom 11. September 2001 kamen fast 3000 Menschen ums Leben.

(sda)