28. Dezember 2006 09:17; Akt: 28.12.2006 14:21 Print

Abbas dementiert Bericht über Waffenlieferung

Ein Sprecher des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas hat Berichte über ägyptische Waffenlieferungen an die Fatah-Bewegung dementiert. «Diese Berichte sind vollkommen unwahr».

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Die israelische Zeitung «Haaretz» hatte am Donnerstagmorgen gemeldet, Ägypten habe mit israelischer Zustimmung 2000 Gewehre und Munition an die Fatah geliefert, um sie im Kampf gegen die radikal- islamische Hamas-Bewegung zu stärken.

Dies sei während des jüngsten Treffens zwischen dem israelischen Premier Ehud Olmert und Abbas am Samstag vereinbart worden. Israel habe auch zugestimmt, dass mehrere tausend der Fatah nahe stehende Polizisten, die sich gegenwärtig in Jordanien aufhalten, in den Gazastreifen einreisen, um dort die Truppen von Abbas zu stärken.

Die Hamas bezeichnete die Berichte als Beleg für die Einmischung des Auslandes in die palästinensischen Angelegenheiten. «Jede Unterstützung für eine Seite gegen eine andere ist eine amerikanische und israelische Einmischung, die zurückgewiesen werden muss», sagte ein Hamas-Sprecher.

Der gemässigte Abbas und seine Fatah-Bewegung stehen in einem Machtkampf mit der regierenden radikal-islamischen Hamas. Der israelische Ministerpräsident Olmert stand zuletzt unter dem Druck der USA und der Europäer, Abbas zu unterstützen.

(sda)