Guttenberg

02. März 2011 13:11; Akt: 02.03.2011 13:46 Print

Abgesägt, aber nicht arm

Karl-Theodor zu Guttenberg ist nicht mehr deutscher Minister. Dass er trotzdem nicht am Hungertuch nagen muss, zeigt ein Blick auf sein Konto.

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Karl-Theodor zu Guttenberg erhält im März noch sein volles Gehalt als Minister und Abgeordneter. Wie der deutsche Bund der Steuerzahler errechnete, beläuft sich dies auf 16 834 Euro (21 500 Franken) - den Angaben zufolge 13 000 Euro Ministergehalt sowie eine halbe Diät (Geld für das Amt als Abgeordneter) in Höhe von 3834 Euro.

Im April kann Guttenberg mit einem Übergangsgeld in Höhe von 14 098 Euro (18 000 Franken) rechnen, ab Mai werden seine persönlichen Einkünfte mit den öffentlichen Bezügen verrechnet.

Der deutsche Bund der Steuerzahler geht davon aus, dass er privat über sehr hohe Einkünfte verfügt, sodass er ab Mai kein Übergangsgeld mehr erhielte. Beim Bundestag hat Guttenberg angegeben, er verdiene mehr als 7000 Euro (9000 Franken).

Grosses Familienvermögen

Unklar ist, ob sich diese Angabe auf seine Tätigkeit als Minister oder weitere Einkünfte bezog. In Guttenberg jüngst erschienener Biografie ist die Rede von einem geschätzten Familienvermögen zwischen 400 und 600 Millionen Euro (511 bis 767 Millionen Franken). Weiter heisst es dort, dass das Vermögen bereits in der Familie aufgeteilt worden sei.

Aus seiner Tätigkeit als Minister stehen Guttenberg keine Pensionsansprüche zu. Erst nach vierjähriger Amtszeit hat ein deutscher Minister Anspruch auf Pension. Früher griff der Anspruch bereits nach zwei Jahren, seit Oktober 2008 sind es jedoch vier. Aus seiner Abgeordnetentätigkeit stünden Guttenberg nach derzeitigen Stand ab dem 67. Lebensjahr monatlich 1822 Euro (2300 Franken) zu. Allerdings blieb zunächst offen, ob Guttenberg sein Mandat tatsächlich niederlegen würde. Guttenberg ist seit 2002 Mitglied des Bundestags.

Wäre Guttenberg einen Tag früher zurückgetreten, also noch im Februar, hätte er bereits im März Übergangsgeld erhalten. Der Bund der Steuerzahler geht davon aus, dass Guttenberg dann bereits ab April keine Bezüge mehr erhalten hätte.

(ap)