Präsidentschaftskandidatur

10. März 2011 07:13; Akt: 10.03.2011 08:14 Print

Al-Baradei will sich noch nicht festlegen

Laut dem ägyptischen Friedensnobelpreisträger Mohammed Al-Baradei sind die vorgeschlagenen Verfassungsänderungen «oberflächlich».

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Ist sich noch nicht sicher, ob er bei den ägyptischen Präsidentenwahlen antreten soll: Friedensnobelpreisträger Mohammed El Baradei. (Bild: Keystone)

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Der ägyptische Friedensnobelpreisträger Mohammed Al-Baradei will nur unter Bedingungen für die Präsidentschaft in Ägypten kandidieren, und er kritisiert die vom Militär vorgeschlagenen Reformen. Antreten will er nur in einem bestehenden demokratischen System.

Bleibe es bei den von den Streitkräften vorgeschlagenen Reformen, trete er nicht an, sagte Al-Baradei am Mittwoch einem ägyptischen privaten TV-Sender.

Die vorgeschlagenen Verfassungsänderungen um das Land in Richtung Demokratie zu bewegen, nannte Al-Baradei «oberflächlich». Er forderte die Streitkräfte auf, die Vorschläge zu verwerfen oder ein für den 19. März festgelegtes Referendum dazu zu verschieben.

«Entscheidende Phase der ägyptischen Geschichte»

«Wir sind in einer entscheidenden Phase der ägyptischen Geschichte», sagte er dem Sender ONTV. «Wir sollten uns nicht hetzen. Alles sollte auf einer soliden Grundlage stehen.»

Die Verfassungsänderungen sehen unter anderem vor, die Amtszeit des Präsidenten auf zwei Amtsperioden von je vier Jahren zu begrenzen. Zudem soll es Unabhängigen und Oppositionellen erlaubt sein zu kandidieren.

Nach dem Sturz von Präsident Hosni Mubarak im Februar hatte der Militärrat ein Verfassungskomitee beauftragt, Änderungen in der Verfassung auszuarbeiten. Damit sollte innerhalb von sechs Monaten den Weg zu demokratischen Wahlen geebnet werden.

(sda)