Mordfall Perugia

13. Juni 2019 19:28; Akt: 13.06.2019 19:28 Print

«Engel mit den eiskalten Augen» ist wieder in Italien

Sie war in Italien in einen jahrelangen Prozess um den Mord an Meredith Kercher verwickelt. Jetzt ist Amanda Knox erstmals in das für sie verhängnisvolle Land zurückgekehrt.

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Zum ersten Mal seit ihrem Freispruch im Jahr 2015 kehrte Amanda Knox zurück nach Italien. Dort nahm sie an einem Kongress für Strafjustiz teil. «Ich habe Angst, erneut bedrängt, bepöbelt, in eine Falle gelockt und mit neuen Vorwürfen konfrontiert zu werden», sagte die 31-Jährige unter Tränen im italienischen Modena. Ihr Freund Christopher Robinson reiste mit ihr nach Italien. Amanda Knox setzte am 13. Juni 2019 ihren Fuss auf italienischen Boden. Bei ihrer Ankunft am Flughafen Mailand wurde sie von Journalisten belagert. Von der Polizei und ihren Rechtsanwälten eskortiert, verliess Knox den Airport, ohne Fragen von Journalisten zu beantworten. Die 31-Jährige befand sich in Begleitung ihres Freundes Christopher Robinson und ihrer Mutter. Am 15. Juni tritt Knox bei einem Kongress zu Justizirrtümern in Modena auf. Vor ihrer Ankunft in Mailand hatte sie einen Artikel veröffentlicht, in dem sie die «skrupellosen Medien» kritisierte. Sie schreibt: «Acht Jahre nach meiner Freilassung aus einem italienischen Gefängnis bin ich noch immer die Geschichte von jemand anderem.» Kurz vor ihrem Abflug in Seattle hatte Knox auf Instagram ein Foto von sich und Robinson gepostet und dazu geschrieben: «Es geht los...wünscht uns ‹Buon viaggio!›» Amanda Knox war 2009 wegen Mordes an der britischen Austauschstudentin Meredith Kercher in Italien zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden. Nach fast acht Jahren Justizgerangel kam jedoch der Freispruch. Italien musste der US-Bürgerin Anfang 2019 mehr als 18'000 Euro Entschädigung zahlen. Die italienischen Behörden hätten bei der Befragung von Knox mehrere ihrer Menschenrechte verletzt, urteilte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte. (Archivbild vom 31. Januar 2014) Knox und ihrem Ex-Freund Raffaele Sollecito war vorgeworfen worden, die britische Studentin Meredith Kercher getötet zu haben: Knox nach einer Gerichtsverhandlung. (2. November 2007) Knox wurde nach jahrelangem Justizgerangel im Jahr 2015 endgültig freigesprochen. Der Fall wurde nie komplett aufgeklärt. Auch ihr Ex-Freund Raffaele Sollecito (Mitte) wurde am 27. März 2015 endgültig freigesprochen.

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Die US-Amerikanerin Amanda Knox ist erstmals nach ihrem Freispruch im Fall einer ermordeten Austauschstudentin nach Italien zurückgekehrt. Bei ihrer Ankunft auf dem Flughafen in Mailand wurde sie von Journalisten belagert, an denen Knox mit gesenktem Kopf vorbeiging. Von der Polizei und ihren Rechtsanwälten eskortiert, verliess die US-Amerikanerin den Airport, ohne Fragen von Journalisten zu beantworten.

Die 31-Jährige befand sich in Begleitung ihres Freundes Christopher Robinson und ihrer Mutter. Kurz vor ihrem Abflug in Seattle hatte Know auf Instagram ein Foto von sich und Robinson gepostet und dazu geschrieben: «Es geht los...wünscht uns ‹Buon viaggio!›»

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Here we go... Wish us, "Buon viaggio!"

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Amanda Knox war 2009 wegen Mordes an der britischen Austauschstudentin und ihrer damaligen Mitbewohnerin Meredith Kercher zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden. Die Amerikanerin sass in Italien fast vier Jahre im Gefängnis, wurde nach jahrelangem Justizgerangel aber im Jahr 2015 endgültig freigesprochen. Der Fall wurde nie komplett aufgeklärt.

An diesem Samstag tritt Knox bei einem Kongress zu Justizirrtümern in Modena auf. Vor ihrer Ankunft in Mailand hatte sie einen Artikel veröffentlicht, in dem sie die «skrupellosen Medien» kritisierte. Sie schreibt: «Acht Jahre nach meiner Freilassung aus einem italienischen Gefängnis bin ich noch immer die Geschichte von jemand anderem.»

«Es macht mir wirklich Angst»

Bereits im März äusserte Knox die Absicht, zum ersten Mal seit dem Gerichtsprozess wieder nach Italien zurückkehren. Als Grund für die Rückkehr an den für sie verhängnisvollen Ort nannte sie damals den «Verarbeitungsprozess». Sie habe zwar eine tolle Familie und gute Freunde, «aber du musst dich deinen Ängsten schliesslich allein stellen», so Knox. «Ich weiss, dass ich es tun muss – und ich werde es tun –, aber es macht mir wirklich Angst.»

(rab)