Anschluss gekappt?

18. Oktober 2016 08:33; Akt: 18.10.2016 08:33 Print

Assange sitzt jetzt offline in der Botschaft fest

Der Wikileaks-Gründer ist vom Internet abgeschnitten worden. Ein staatlicher Akteur soll dafür verantwortlich sein.

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Kein Netzzugang mehr: Julian Assange äussert sich in einer Videokonferenz in Berlin. (4. Oktober 2016) (Bild: Markus Schreiber (AP))

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Der Netzzugang von Julian Assange sei gekappt, teilte die Enthüllungsplattform am Montag mit. Sie machte einen nicht genannten staatlichen Akteur dafür verantwortlich. Anrufe, E-Mails und Textbotschaften an den Australier wurden zunächst nicht beantwortet.

Assange befindet sich seit mehr als vier Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London, weil er sich eine Auslieferung an Schweden verhindern will. Dort wird gegen ihn wegen Vergewaltigung ermittelt. Die Londoner Polizei und Ecuadors Aussenminister Guillaume Long wollten sich nicht äussern. Die Botschaft erklärte auf Anruf, sie könne keine Informationen weitergeben.

Die Befürchtungen von Assange

Wikileaks veröffentlicht Geheimdokumente, die nach Meinung der Betreiber von öffentlichem Interesse sind. Zuletzt sorgte die Plattform mit E-Mails für Aufsehen, die aus einem Hacker-Angriff auf das Konto von John Podesta stammen sollen, dem Wahlkampfleiter der demokratischen US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton. Assange hat sich kritisch zu Clinton geäussert und angekündigt, sie mit Enthüllungen blosszustellen. Er fürchtet nach eigenen Angaben, von Schweden an die USA überstellt zu werden, wo ihm ein Prozess wegen Geheimnisverrats droht.

(fal/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ueli am 18.10.2016 05:26 Report Diesen Beitrag melden

    So läuft das eben....

    Der CIA greift zu Gunsten von Frau Clinton in den Wahlkampf ein! Das nennen die Amerikaner Demokratie, anderswo nennt man das Diktatur!

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  • Michi w. am 18.10.2016 07:56 Report Diesen Beitrag melden

    Bericht über Inhalte

    viel interessanter wäre wenn ihr medien anstatt über Assange und Wikileaks zu berichten, berichten würdet was wikileaks veröffentlich. Die Mails von clinton oder jetzt gerade die Mail wo sich zeigt, dass Obama von Banken gesteuert, finanziert wurde im Wahlkampf 2008. Das Vorschläge für das Obama Kabinett von Leuten aus den Banken kamen und diese dan auch so umgesetzt wurden. DAs wäre mal eine Meldung wert

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  • Markus S. am 18.10.2016 06:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Clinton ist unwählbar

    Die Clinton hat schon so viel Blut an den Händen, dass sie eigentlich unwählbar ist.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • 2lbox am 18.10.2016 23:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Propaganda / Kuhhandel

    Assange hat seine Glaubwürdigkeit längst verloren. Wer einseitig berichtet (nur Verfehlungen von Clinton), der betreibt nichts anderes als Propaganda. Da geht es nicht mehr um Transparenz, sondern um eigene Interessen. Der Deal dahinter ist einfach durchschaubar: Assange verhilft Trump zur Präsidentschaft und als Gegenleistung begnadigt Trump Assange bzw. das Verfahren wird eingestellt.

  • Roland S. am 18.10.2016 23:08 Report Diesen Beitrag melden

    Ohne Internet?

    Wer braucht denn heute noch eine Leitung? Internet über das Telefon reicht.

  • peter am 18.10.2016 19:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    so ein Quatsch

    er wird geheime Sachen sowieso nicht via dem Botschaft Netz gemacht haben da er davon ausgehen muss das es überwacht wird. Natel d easy oder ein Laser Richtfunk Verbindung wäre es sicher. der wird deswegen. ich offline sein

  • Beni am 18.10.2016 18:31 Report Diesen Beitrag melden

    Es geht bald "nach Hause":-)

    Sobald Clinton Präsidentin ist, werden Assange, Snowden und Ihresgleiches in die USA geholt und dürfen dort ihre Reden, sorry Plädoyers halten:-) Demokratie ist eben auch, dass man sich einem Gericht stellt wenn man angeklagt wird/ist! Schliesslich steht in einer Demokratie niemand über dem Gesetz!

    • Rüedu am 18.10.2016 19:14 Report Diesen Beitrag melden

      Beni

      Tönt ein wenig nach "Siegermentalität" Obwohl ich die Missbräuche und Fehlinterpretationen von Assanges Enthüllungen durch gewisse Gruppierungen strikt ablehne, frage ich mich, wer denn die Kontrolleure kontrolliert, die Ueberwacher überwacht? Jede Mauschelei, jede Gesetzesübertretung selbst Verschwörungen und Korruption als "geheim" deklarieren und jede Enthüllung ist strafbar? So einfach sollten Delikte die bis zur Ermordung Unschuldiger gehen, nicht unter den Teppich gekehrt werden können. Demokratie als offene Plattform zeigt die Reife eines Staates.

    • Andi am 18.10.2016 20:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Beni

      Sehe ich auch so. Aber was ist, wenn man keine faire Verhandlung zu erwarten hat? Wie sieht es dann aus? ;)

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  • Claudius 1 am 18.10.2016 18:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    .... endorsment ....

    .... Hillary wird demokratisch "unterstützt"...