Wikileaks

05. Juni 2011 08:50; Akt: 05.06.2011 08:58 Print

Assange will von Schaden nichts wissen

Wikileaks-Gründer Julian Assange verteidigt seine Enthüllungsplattform. Durch die Veröffentlichungen sei niemand zu Schaden gekommen, sagt er.

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Nach Ansicht von Wikileaks-Gründer Julian Assange hat die Veröffentlichung von Tausenden US- Geheimdokumenten auf der Enthüllungsplattform niemandem geschadet. Es gebe keine entsprechenden «offiziellen Anschuldigungen in der Öffentlichkeit».

Wikileaks habe eine wichtige Rolle bei den Unruhen in der arabischen Welt gespielt, indem die Plattform Geheimdokumente über die autoritären Regierungen dieser Länder veröffentlicht habe, sagte Assange am Samstag vor Publikum beim Hay-Literaturfestival in Wales weiter.

Er betonte aber, dass Wikileaks nicht der einzige oder wichtigste Faktor bei den Protestbewegungen in diesen Ländern gewesen sei. Stattdessen bescheinigte er der Verbreitung des Internets und der zunehmenden Bedeutung von Satelliten-Fernsehsendern wie Al-Dschasira wichtige Rollen bei den Protesten.

An die Adresse von Kritikern gerichtet, nach deren Ansicht die Enthüllungen von Wikileaks Menschenleben gefährden, sagte Assange, dass grosser Wandel mit Risiken und sogar Tod verbunden sei.

In den USA laufen Ermittlungen gegen Assange, um zu prüfen, ob der Wikileaks-Gründer gegen das US-Gesetz verstiess, indem die Enthüllungsplattform Zehntausende geheime Regierungsdokumente veröffentlichte.

In Schweden wird gegen den 39-jährigen Assange wegen Vergewaltigungsvorwürfen zweier Frauen ermittelt. Der Australier ist in Grossbritannien auf Kaution frei und hat Berufung gegen seine drohende Auslieferung nach Schweden eingelegt.

(sda)