Athen

18. Februar 2019 12:49; Akt: 18.02.2019 16:37 Print

Extremisten randalieren in Schweizer Botschaft

Am Montag sind Linksautonome in die Schweizer Botschaft in Athen eingedrungen. Dort bedrohten sie einen Mitarbeiter.

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Linksautonome sind am Montag in den Warteraum der Botschaft der Schweiz in Griechenlands Hauptstadt Athen eingedrungen, haben einen Mitarbeiter bedroht und Flugblätter mit dem Spruch «Solidarität für unsere Genossen in der Schweiz» geworfen. Dies berichteten übereinstimmend griechische Medien.

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten bestätigt auf Anfrage von 20 Minuten den Vorfall. Die Protestaktion habe nicht lange gedauert und es seien keine Schäden entstanden.

Wie das EDA weiter schreibt, werden in der Schweizer Botschaft in Athen rund 15 Mitarbeiter beschäftigt. Nach ähnlichen Protestaktionen in anderen Botschaften und Firmen habe man in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden Massnahmen zur Gewährleistung deren Sicherheit getroffen.

Immer wieder ähnliche Aktionen

Die Aktivistengruppe «Rubikon» übernahm im Internet die Verantwortung für die Protestaktion. Nach ihren Angaben wollten sie sich mit einem Ende Januar in der Schweiz festgenommenen Gleichgesinnten solidarisieren.

Verletzt wurde den Angaben der Polizei zufolge niemand. «Rubikon» tritt immer wieder mit ähnlichen Aktionen in Erscheinung. In den vergangenen Monaten hatten die Autonomen die iranische, die französische, die italienische und die türkische Botschaft in Athen mit Farbbeuteln attackiert.


(sda)