München

16. November 2019 18:18; Akt: 16.11.2019 18:18 Print

BMW-Fahrer flüchtet vor Polizei und fährt Bub tot

In München kam es in der Nacht auf Samstag zu einem tragischen Unglück. Ein Autofahrer raste in eine Gruppe Jugendlicher.

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Bei einem schrecklichen Unfall in München kam ein 14-jähriger Bub ums Leben. Eine 16-Jährige wurde schwer verletzt. Die beiden wurden von einem Auto erfasst.

Der Fahrer des Unfallwagens, ein 34-jähriger Mann, war auf der Flucht vor der Polizei. Wie die Beamten in einer Mitteilung schreiben, wendete der Mann regelwidrig und wurde dabei von einer Streife beobachtet.

Bei dem Stopversuch entfernte sich der BMW so schnell, dass die Streife innerhalb kürzester Zeit den Sichtkontakt zu dem Fahrzeug verlor. Auf der Flucht vor der Polizei missachtete der Mann mehrere rote Ampeln und fuhr teilweise auf der entgegengesetzten Fahrspur.

Polizei beginnt mit Reanimation

An einer Kreuzung wollten mehrere Jugendliche die Fahrbahn an der dortigen Fussgängerampel überqueren. In diesem Moment näherte sich der flüchtende Pkw und kollidierte dabei mit einem 14-Jährigen und einer 16-Jährigen, beide aus München. Sie wurden schwer verletzt. Der BMW setzte, ohne anzuhalten, seine Fahrt fort.

Nur wenige Minuten nach dem Crash kam die Polizei am Unfallort an. Der 14-Jährige zeigte keine Lebenszeichen und die Polizisten begannen mit der Reanimation. Für den Buben aus München kam jedoch jede Hilfe zu spät. Er verstarb nur kurz nach Mitternacht in einem nahe gelegenen Spital.

Bei der weiteren Flucht des 34-Jährigen musste ein Autofahrer ihm ausweichen und prallte deshalb in eine Werbesäule und wurde leicht verletzt.

Waren Drogen im Spiel?

Der BMW wurde von Polizisten ohne Fahrer an einer Kreuzung entdeckt, wo er langsam ohne Fahrer ausrollte. Rund 40 Polizisten fahndeten nach dem flüchtigen Unfallfahrer, der gegen 00:30 Uhr festgenommen werden konnte. Dabei leistete er Widerstand. Auch er wurde bei dem Unfall verletzt und musste in eine Klinik gebracht werden.

Die Münchner Verkehrspolizei hat die Ermittlungen zur Klärung des genauen Unfallhergangs übernommen. Der Schwerpunkt der nun intensiv geführten Ermittlungen liegt auf der Rekonstruktion des Tatgeschehens. Ob der Fahrer unter Drogen oder Alkohol stand, ist aktuell noch unklar.

(fss)