Golfstaaten

21. März 2011 12:08; Akt: 21.03.2011 12:32 Print

Bahrain vereitelt «ausländisches Komplott»

Seit Jahrzehnten hat der Iran ein Auge auf Bahrain geworfen. Nun, so vermutet der König, war ein gross angelegter Komplott im Gange.

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Bahrain hat nach Aussage von König Hamad bin Issa al Chalifa einen «ausländischen Komplott» gegen die Golfstaaten vereitelt. Das Komplott, das von einem Golfstaat auf den nächsten hätte übergreifen sollen, sei seit 20 bis 30 Jahren vorbereitet worden.

Anspielungen auf eine ausländische Verschwörung gegen das sunnitische Königshaus könnten auf den schiitisch geprägten Iran gemünzt sein. Die sunnitischen Königshäuser am Golf befürchten, dass der Iran wegen der Unruhen in Bahrain seinen Einfluss in der ölreichen Region ausweiten kann.

Der Iran hatte bis 1971 fast zwei Jahrzehnte lang Anspruch auf Bahrain erhoben. Seit der Islamischen Revolution rief Teheran immer wieder die Schiiten des Landes zu Aufständen gegen die sunnitische Führung auf. Im Streit über das Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen die Protestbewegung hatten beide Länder in der vergangenen Woche ihre Botschafter in die Heimat zurückbeordert.

Das bahrainische Herrscherhaus hat gegen die seit einem Monat andauernden Proteste Sicherheitskräfte aus Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten ins Land geholt. Der zentrale Platz in Manama, auf dem die Opposition ausharrte, wurde am Mittwoch gewaltsam geräumt. Während des Protestes wurden mindestens zwölf Menschen getötet.

(sda)