Stärke 6,4

24. Mai 2014 11:49; Akt: 24.05.2014 23:22 Print

Beben vor Griechenland – Tausende in Panik

Rund 18 Kilometer vor der griechischen Insel Samothraki ist ein Erdbeben der Stärke 6,4 gemessen worden. Mehrere Personen wurden verletzt.

(Quelle: YouTube/Insta Report)
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Ein schweres Seebeben hat am Samstagvormittag die gesamte Ägäis sowie Teile des örtlichen Mittelmeeres und der Balkanhalbinsel erschüttert. Der Erdstoss war auch in Athen und Istanbul sowie in Bulgarien und bis hin nach Zypern zu spüren.

Das Institut für Geophysik in Thessaloniki gab die Stärke mit 6,3 an, die Erdbebenwarte USGS in den USA zunächst mit 6,4, erhöhte dies später auf 6,9. Das Epizentrum lag den Angaben zufolge 210 Kilometer östlich von Thessaloniki in der Ägäis nahe den griechischen Inseln Samothraki und Limnos und der türkischen Insel Gökceada. Bei der Tiefe gingen die Angaben auseinander: Die USGS sprach von zehn Kilometern, die griechischen Behörden von 27 Kilometern.

Menschen rannten auf die Strassen

An der türkischen Ägäisküste war das Beben auch deutlich zu spüren, unter anderem in den Städten Çanakkale, Kesan und Soma. Tausende Menschen rannten nach Augenzeugenberichten vor allem auf den Inseln Limnos, Samothraki und Thassos auf die Strassen. Dem ersten Stoss folgten mehrere Nachbeben.

Das Zentrum des Bebens lag einige Kilometer unter dem Meeresboden zwischen den griechischen Inseln Limnos und Samothraki im Ägäischen Meer. Etliche Fensterscheiben seien auf den Eilanden zerborsten, Menschen in Panik aus ihren Häusern gerannt, berichteten Medien. Dem ersten Stoss folgten mehrere Nachbeben.


Risse in Gebäuden

«Die ganze Insel schien hoch und runter zu gehen. Wir sind in Panik geraten», sagte der auf Limnos lebende Kardiologe Giorgos Kalogiannis der Nachrichtenagentur dpa. Auf Gökceada stürzten laut einem Bericht der türkischen Nachrichtenagentur Dogan mehrere ältere Häuser ein, rund 30 Menschen wurden mit überwiegend leichten Verletzungen in Krankenhäusern behandelt.

Am Flughafen von Limnos stürzten Teile der Decke herab und verletzten eine britische Touristin. Sie wurde ambulant versorgt, wie ein Polizeisprecher sagte.

Die Erdstösse waren so stark, dass sie bis nach Thessaloniki, an der türkischen Westküste und in Istanbul gespürt wurden. Sogar in Bulgarien wurden Ausläufer verzeichnet.

Erdbeben sind in Griechenland häufig. Erst im Januar hatte ein Beben der Stärke 5,8 die Insel Kefalonia heimgesucht und schwere Schäden verursacht.


(dia/sda)