Keine Einigung

17. Juli 2014 02:16; Akt: 17.07.2014 03:26 Print

Besetzung von EU-Spitzenjobs vertagt

Am EU-Sondergipfel in Brüssel war über die Besetzung mehrere Spitzenjobs beraten worden. Die Staats- und Regierungschefs konnten sich aber auf keine Kandidaten einigen.

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Der Britisch Premierminister David Cameron, der portugiesische Premierminister Pedro Passos Coelho, die deutsche Kanzlerin Angela Merkel,der griechische Premierminister Antonis Samaras und der finnische Premierminister Alexander Stubb besprechen miteinander die Besetzung der Spitzenjobs in der EU. (Bild: Keystone/Julien Warnand)

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Die EU-Staats- und Regierungschefs haben ihre Entscheidung über die Besetzung von EU-Spitzenjobs auf Ende August vertagt, wie EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy am Donnerstagmorgen bekannt gab. Die Beratungen in Brüssel gingen ohne greifbares Ergebnis zu Ende.

Streit hatte es auf dem Sondergipfel vor allem über die Nachfolge der EU-Aussenbeauftragten Catherine Ashton gegeben, für die Italien Aussenministerin Federica Mogherini nominiert hatte. Osteuropäischen Staaten gilt Mogherini als zu Russland-freundlich, aus dem EU-Parlament waren zudem Zweifel an ihrer Eignung für den Posten aufgekommen.

Auch über die Nachfolge von EU-Ratspräsident Herman van Rompuy konnte keine Einigung erzielt werden. Für den Posten galt bisher die dänische Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt als Favoritin.

Bei der Besetzung der Spitzenposten müssen die Interessen der Mitgliedsstaaten berücksichtigt sowie eine regionale und parteipolitische Balance gefunden werden. Auch das Geschlecht der Kandidaten spielt eine wichtige Rolle - mindestens eines der Spitzenämter soll von einer Frau ausgeübt werden.

(ann/sda)