«New York Times»

11. Dezember 2009 11:22; Akt: 11.12.2009 12:44 Print

Blackwater mischte bei CIA-Operationen mit

Die in der Amtszeit von US-Präsident George W. Bush florierende Söldnerfirma Blackwater hat sich der «New York Times» zufolge direkt an geheimen CIA-Operationen im Irak und in Afghanistan beteiligt.

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Wie die «New York Times» in ihrer Freitagsausgabe unter Berufung auf frühere Blackwater-Angestellte und Geheimdienstmitarbeiter berichtet, zählten dazu auch Einsätze, bei denen Aufständische gefangengenommen oder getötet wurden.

Nachdem im September 2007 der Skandal um einen Einsatz von Blackwater-Mitarbeitern aufgedeckt worden war, bei dem in Bagdad 17 Zivilisten ums Leben kamen, benannte sich das Unternehmen inzwischen in Xe Services um.

Dichte Verflechtung Blackwater-CIA

Die Beziehungen zwischen CIA und Blackwater seien im Laufe der Zeit «brüderlich» geworden, sagte ein früherer leitender CIA-Agent der «NYT»: «Allmählich entstand der Eindruck, Blackwater sei ein Anhang der CIA.»

Ein Unternehmenssprecher erklärte, eine Beteiligung Blackwaters an Geheimoperationen sei niemals vertraglich vereinbart worden. Schon im Sommer hatte es Berichte gegeben, nach denen die CIA Blackwater im Jahr 2004 in ein Programm zum Aufspüren und Töten von Mitgliedern des Terrornetzwerks Al Kaida einbezog.

Blackwater verdiente über eine Milliarde

CIA-Chef Leon Panetta ordnete im Juni den Stopp des Programms an. Damals hiess es, die Pläne für die Kooperation zum Aufspüren von Terroristen seien niemals in die Tat umgesetzt worden.

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 hatten der damalige US-Präsident Bush und sein Vize Dick Cheney in grossem Stil private Sicherheitsdienste eingesetzt. Aus der Firma Blackwater wurde nahezu über Nacht ein Imperium, das aus Steuergeldern mehr als eine Milliarde Dollar erhielt.

(sda)