Bombenterror

08. März 2011 08:47; Akt: 08.03.2011 13:36 Print

Blutiger Anschlag in Pakistan

Bei einem Autobombenanschlag in einer belebten Strasse in der ostpakistanischen Stadt Faisalabad sind mindestens 20 Menschen getötet worden. 100 Menschen wurden verletzt.

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Der Sprengsatz hat mehrere Gebäude in der Gegend, in der auch Regierungsbüros liegen, teilweise zerstört, sagte der Parlamentsabgeordnete Abid Sher Ali dem Sender Express Television. Der Anschlag habe sich gegen ein Büro des Geheimdienstes gerichtet, erklärte Taliban-Sprecher Ahsanullah Ahsan. Das sei die Vergeltung für den Tod Kämpfers, der im vergangenen Jahr von den Sicherheitskräften getötet worden sei.

Nach Angaben der Behörden wurden auch ein Gebäude mit Büros der staatlichen Fluglinie PIA und ein Rekrutierungszentrum der Armee beschädigt.

Explosion nahe einer Tankstelle

Polizeichef Cheema sagte, das Fahrzeug mit dem Sprengsatz sei neben dem Kompressor einer Gas-Tankstelle parkiert gewesen. Widersprüchliche Angaben gab es dazu, ob der Kompressor ebenfalls explodierte und zur grossen Wucht der Detonation beitrug.

Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Rauch aus der Tankstelle aufstieg. Gebäude waren teilweise eingestürzt, Fahrzeuge zerstört.

Ein Sprecher der Distriktverwaltung sagte, man gehe davon aus, dass noch etwa ein Dutzend Menschen unter Trümmern eingeschlossen seien. «Es war eine gigantische Explosion, die noch in fünf bis sechs Kilometer Entfernung zu hören war.

Die Zerstörung ist sehr gross. Es war eine belebte Gegend.» Rettungskräfte versuchten, Tote und Verletzte aus den teilweise zerstörten Häusern zu bergen.

Sowohl die Terrorgruppe Al-Kaida als auch die radikalislamischen Taliban haben in der Vergangenheit zahlreiche Anschläge in pakistanischen Städten verübt, vorrangig galten sie Sicherheitskräften.

Gewalt und Anschläge

Faisalabad liegt etwa 120 Kilometer westlich von Lahore, der Hauptstadt der Provinz Punjab. Bislang galt Faisalabad als relativ sicher. Die Stadt lebt vor allem von Textilindustrie.

Die Atommacht Pakistan wird immer wieder von Anschlägen und Attentaten erschüttert. In der vergangenen Woche war der Minister für Minderheiten und einzige Christ im Kabinett, Shahbaz Bhatti, auf offener Strasse in der Hauptstadt Islamabad ermordet worden. Zu der Tat hatte sich eine Taliban-Gruppe aus dem Punjab bekannt.

(ap)