Greenpeace

06. November 2013 10:09; Akt: 06.11.2013 15:53 Print

Boot-Protest in Moskau für Marco Weber

Auf Booten hat Greenpeace für die Freilassung der 30 inhaftierten Aktivisten protestiert. So wollen sie auf den Prozess über den Fall des Greenpeace-Schiffs aufmerksam machen.

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Auf Schlauchbooten hat Greenpeace in Moskau für die Freilassung der in Russland inhaftierten 30 Umweltschützer und Reporter demonstriert. «Freiheit für die «Arctic 30«», stand auf gelben Fahnen, wie Bilder der Aktion am Mittwoch auf dem Moskwa-Fluss zeigten.

Die Boote nähmen Kurs in Richtung des Kremls im Herzen der russischen Hauptstadt, teilte die Umweltorganisation bei Twitter mit. Mit dem Protest wollte Greenpeace nach eigenen Angaben auch auf den Prozess gegen Russland vor dem Internationalen Seegerichtshof in Hamburg aufmerksam machen.

Das Tribunal sollte heute Mittwoch über das harte russische Vorgehen gegen das Greenpeace-Aktionsschiff «Arctic Sunrise» verhandeln. Russland nimmt an der Verhandlung nicht teil und bestreitet die Zuständigkeit des Gerichts. Die Niederlande wollen den Konflikt allerdings auch ohne Russland verhandeln lassen.

Marco Weber seit September in Haft

Die 30 Besatzungsmitglieder und Passagiere der «Arctic Sunrise», unter ihnen der Schweizer Marco Weber, sitzen seit einem Protest gegen Ölbohrungen in der ökologisch sensiblen Arktis Mitte September in russischer Haft. Die Niederlande hatten den Gerichtshof angerufen, um eine Freilassung des Schiffs - das unter niederländischer Flagge fuhr - und der Mannschaft zu erreichen. Dieser verhandelt Streitereien nach dem UN-Abkommen über Seegerichtsbarkeit von 1982.

Die Justiz wirft ihnen schweres Rowdytum vor, worauf laut Gesetz bis zu sieben Jahre Haft stehen. Greenpeace weist die Vorwürfe strikt zurück.

(sda)