Missstände im Spital

10. Dezember 2019 06:51; Akt: 10.12.2019 08:14 Print

Boris Johnson will dieses Foto nicht sehen

Ein Journalist konfrontiert den britischen Premier mit einem kontroversen Foto. Johnsons Reaktion sorgt für Entrüstung.

Hartnäckig: ITV-Journalist Joe Pike liess sich von Boris Johsnon nicht abwimmeln. Quelle: ITV
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Ein Foto eines vierjährigen Buben sorgt in Grossbritannien derzeit für Aufsehen. Das Foto zeigt, wie Jack Williment-Barr in einem Spital in Leeds auf dem Fussboden liegen muss, weil es nicht genügend Betten für die Kranken gibt. Auf die unangemessene Behandlung und Missstände im Gesundheitswesen angesprochen, reagierte Boris Johnson in einem Interview mit ITV-Journalist Joe Pike am Montag auf ungewohnte Weise.


Zunächst weigerte sich der britische Premier wiederholt, das Foto zu kommentieren. Dann nahm er das Handy des Journalisten und steckte es in seine Anzugtasche. Britische Medien spekulieren, dass Boris Johnson damit den Journalisten hindern wollte, weitere Fragen zum Foto zu stellen. Joe Pike blieb aber hartnäckig und Boris Johnson musste schliesslich einlenken. Er entschuldigte sich bei der Familie des Buben.

Schlimmster Fehler

Für den Vorfall wird Boris Johnson in den britischen Medien kritisiert. So spricht der «Guardian» vom schlimmsten Fehler des Briten im bisherigen Wahlkampf. Auch auf Twitter sorgte Johnsons Verhalten für Diskussion. Innerhalb weniger Stunden wurde das Video des ITV-Journalisten über fünf Millionen Mal geklickt.

(VWI)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Xurprise am 10.12.2019 07:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Missstände

    Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, das Gesundheitswesen in England ein Desaster ist. Ausser man gehört zu den gut situierten und reichen Bewohnern dieses Landes.

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  • Andy Seeland am 10.12.2019 09:21 Report Diesen Beitrag melden

    Bereits vor 20 Jahren

    Das Gesundheitssystem in UK ist kostenlos, und dies schon lange. Nach der Gründung der EU war alles ok, bis dann neue Länder dazukamen, deren Versorgung sehr mangelhaft war. Dies führte dazu dass aus Schwellenländern ganze Familien nach UK umsiedelten, da Arbeit und kostenlose Gesundheitsversorgung. Das Resultat, die Region um Dover wurde an den Rand eines Sozialkollapses gebracht, das Gesundheitssystem war heillos überfordert. Diesen Zustand hat sich dann über das ganze Land ausgebreitet. Deshalb auch der Migrationsdruck von Flüchtlingen via Frankreich.

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  • Klimaheintje am 10.12.2019 07:50 Report Diesen Beitrag melden

    Kinder als Geisel

    Wenn den Aktivisten die Argumente ausgehen, dann schieben sie ein Kind vor um auf die Tränendrüse zu drücken und die Leute moralisch zu erpressen. Kinder als Druckmittel, wie bei einer Scheidung!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • alice am 12.12.2019 17:20 Report Diesen Beitrag melden

    Missstände

    auch bei uns gibt es Missstände aber man muss sie Ansprechen dann wird es besser nur der Käfer der macht allen zu schaffen da tut man zu wenig ganz KLar

  • popi am 11.12.2019 08:03 Report Diesen Beitrag melden

    Tolles Bild!

    Das Bild zeigt das Ergebnis der Flüchltlingspolitik auf. Alle wollen in das gelobte Land wo Milch und Honig fliessen, klar, dass es dann mal Eng wird, vor allem bei kostenlosem Gesundheitssystem. Gratuliere zu dem Bild. Zeigt auf, dass mit der "DE-Willkommenskultur"die Einheimischen immer an zweiter Stelle stehen, und da auch leider unsere Kinder. Gewöhnt Euch schon mal daran dass es noch schlimmer kommt.

  • marko 34 am 10.12.2019 20:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schrecklich

    Schrecklich

  • F.Meier am 10.12.2019 17:37 Report Diesen Beitrag melden

    EU-Angriff

    Das ist wieder ein typischer EU-Angriff auf die Gegner hier der Brexitman Johnson. Diese Misere hat wohl nicht Johnson erwirkt sondern genau die EU, durch die masslose Zuwanderung über Frankreich. England hatte ein gutes kostenloses Gesundheitssystem und genau diese Umstände mit Journalisten wie diese, haben das System kollabieren lassen. In Österreich hat die EU via Deutschland schon einen Staatsstreich initiiert - was ist die nächste Intrige oder Schurkentat ?

  • Samuel Müller am 10.12.2019 15:15 Report Diesen Beitrag melden

    Augen auf und kritisch sein.

    In Griechenland gab es doch vor einiger Zeit auch mal ein Foto eines "zurechtdrappierten" Buben. Mich kratzen solche Dinge nicht mehr. Alles was mir aufgebauscht oder beeinflussend erscheint, ignoriere ich aus Prinzip. Die Medien sollten nautral berichten und sich nicht irgendwo vor einen fremden Karren spannen lassen.

    • Friedefreude am 10.12.2019 16:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Samuel Müller

      "Augen auf und kritisch sein" heißt dann ihrem Verständnis/Logik nach ; "es kann nicht sein was nicht sein darf" ? Nun ja, man kann sich eine heile Welt auch auf diesem Weg zusammenbasteln !

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