Umfrage

28. November 2019 03:35; Akt: 28.11.2019 05:47 Print

Briten mehrheitlich für Boris Johnson

Der britische Premierminister kann der Neuwahl im Dezember gelassen entgegenblicken: Eine Umfrage prognostiziert der Tory-Partei eine deutliche Mehrheit.

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Stosst er schon auf einen möglichen Wahlsieg an? Boris Johnson. (27. November 2019) (Bild: Keystone/Dan Kitwood)

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Der britische Premierminister Boris Johnson kann einer Umfrage zufolge bei der Neuwahl im Dezember mit einer deutlichen Mehrheit rechnen.

Seine konservative Tory-Partei könnte nach einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Zeitung «Times» mit 359 Sitzen von 650 rechnen – 42 mehr als bei der letzten Wahl 2017. Verluste für Labour

Die oppositionelle Labour-Partei würde demnach nur auf 211 Sitze nach 262 Sitzen vor zwei Jahren kommen, die pro-europäischen Liberal-Demokraten auf lediglich 13 Sitze. Damit hätten die Torys eine Mehrheit von 68 Sitzen. Für Labour bahnt sich demnach die zweitschlimmste Niederlage nach dem Krieg an. Auch in anderen Umfragen lagen die Tories zuletzt deutlich vor den anderen Parteien.

Grossbritannien hat ein Mehrheitswahlrecht. Nur wer in einem der 650 Wahlkreise die Mehrheit holt, bekommt auch den entsprechenden Sitz im Parlament.

Die YouGove-Umfrage wird als recht zuverlässig eingestuft: Sie hatte 2017 ein Parlament ohne klare Mehrheitsverhältnisse vorausgesagt – was sich als richtig erwies. Befragt wurden innerhalb von sieben Tagen 100'000 Menschen, berücksichtigt wurden bei der Auswertung unter anderem Alter, Geschlecht und lokale politische Gegebenheiten.

Brexit wichtigstes Wahlversprechen

Das wichtigste Wahlversprechen der Konservativen ist, den EU-Austritt bis zum 31. Januar 2020 mit dem nachverhandelten Brexit-Deal zu vollziehen.

Labour verspricht, binnen drei Monaten ein neues Brexit-Abkommen zu verhandeln. Anschliessend sollen die Briten in einem zweiten Referendum die Wahl zwischen einem Brexit mit enger Anbindung an die EU oder einem Verbleib in der Staatengemeinschaft haben.

Das Unterhaus hatte im Oktober Johnsons Wunsch zugestimmt, die Wahl auf den 12. Dezember vorzuziehen. Die Labour-Partei gab ihren Widerstand dagegen auf, nachdem ihrer Einschätzung nach die Gefahr eines ungeregelten Austritts Grossbritanniens aus der EU durch die erneute Verschiebung des Brexit-Termins auf den 31. Januar nicht mehr gegeben ist.

(chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Karl Ranseyer am 28.11.2019 06:18 Report Diesen Beitrag melden

    So weit

    zu der ständigen Behauptung, die Brexit-Gegner seien in der Mehrheit.

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  • Lydia Zumstein am 28.11.2019 05:54 Report Diesen Beitrag melden

    EU ist selbst schuld!

    Jeremy Corbyn hat versagt. ...er hat keine klare Position. Die Unsicherheit würde GB wirtschaftlich schaden. Für die EU ist es eine Schande....

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  • Klarheit am 28.11.2019 04:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Linken haben versagt...

    ....und der Brexit wird kommen. Ist auch gut so, die Nörgler sind weg und endlich kann die EU regieren.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • TSCH am 30.11.2019 08:08 Report Diesen Beitrag melden

    Freiheit für Bonzen

    Hauptsache die Taschen der Reichen werden gefüllt. Um deren Freiheit geht es. NICHT um die Freiheit der Normalbürger.

  • SCHGR am 30.11.2019 07:10 Report Diesen Beitrag melden

    Vom Alpkäse bis Händy

    In der halben Welt sind EU Vorgaben Gesetz. Nicht nur in der EU. Die EU Vorgaben unterschreibt jetzt U.v .d.L. im Namen der EU Kommission. In dieser sitzen alle EU Mitglieder. Die Briten waren die Hauptbremser, die sind nicht mehr dabei.

  • Brexit Watcher am 29.11.2019 12:44 Report Diesen Beitrag melden

    EU/G7

    UK sieht die Notwendigkeit, Beamte und Politiker klar zu unterscheiden. Auch deshalb verlässt UK die EU. Dass die drei grossen CH-Nachbarstaaten aus G7 diese Notwendigkeit noch immer (!) nicht erkennen, befremdet.

  • Dieter Falk am 29.11.2019 08:37 Report Diesen Beitrag melden

    spacevogel

    Man hätte England gar nicht aufnehmen sollen denn immer wollten sie nur Sonderwünsche. Das Weltmachtgehabe war immer lästig. By,By England zu einem Drittländerstaat

    • Dirk am 29.11.2019 08:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Dieter Falk

      Man muss nicht eine Weltmacht gewesen sein, um Sonderwünsche haben zu wollen.

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  • Pia am 28.11.2019 20:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Er ist auch mein Held!