Internetpiraten

08. Juni 2011 16:59; Akt: 08.06.2011 17:18 Print

Briten stehen unter starkem Cyber-Beschuss

Über 1000-mal haben Hacker letztes Jahr das britische Verteidigungsministerium angegriffen. Jetzt schlagen die Politiker Alarm und fordern Kampfmassnahmen.

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Die Regierung in London führe «tagein und tagaus» einen «ständigen Kampf» gegen die Hacker, sagte Verteidigungsminister Liam Fox. Über 1000-mal ist das Verteidigungsministerim letztes Jahr von Internetpiraten angegriffen worden.

Die Computer-Netzwerke des Ministeriums würden von Kriminellen und ausländischen Geheimdiensten attackiert, denen es um eine Beschädigung des Netzwerks und Datendiebstahl gehe.

Täglich drei Angriffe

Allein im vergangenen Jahr habe sein Ministerium mehr als 1000 «potenziell ernsthafte Attacken» abgewehrt, sagte Fox. Dies sind täglich fast drei Angriffe. Sein Ministerium sei ein bevorzugtes Ziel der Angriffe, die immer zahlreicher und raffinierter würden.

In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass private E-Mail-Konten von US-Regierungsvertretern und chinesischen Aktivisten bei Googles E-Mail-Dienst Gmail Ziele von Attacken aus China geworden waren.

Internationaler Kampf gefordert

Die chinesische Regierung wies jede Beteiligung von sich. Der japanische Sony-Konzern wurde bereits mehrfach Ziel von Hackerattacken, bei der Nutzerdaten gestohlen wurden.

US-Verteidigungsminister Robert Gates forderte am Wochenende einen internationalen Kampf gegen die Cyber-Angriffe, sein britischer Kollege Fox kündigte eine internationale Konferenz zum Thema in London an.

(sda)