Grossbritannien

02. März 2011 06:03; Akt: 02.03.2011 06:10 Print

Britische Armee will 17'000 Stellen streichen

Das Empire muss sparen. Als erstes wird der Rotstift bei den Streitkräften angesetzt. Auch die Entwicklungshilfe muss daran glauben.

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Im Kampf gegen das gigantische Haushaltsloch will Grossbritannien bei seinen Streitkräften 17 000 Stellen streichen. Sie sollen bis 2015 wegfallen, indem unter anderem die Rekrutierung von Armee-Angehörigen verlangsamt wird, wie Verteidigungsminister Liam Fox am Dienstag mitteilte.

Die Kürzung ist Teil der im Oktober von Finanzminister George Osborne angekündigten Einsparungen bei der gesamten Regierung. Demnach sollen allein die Ausgaben im Verteidigungshaushalt in den nächsten vier Jahren um acht Prozent gedrosselt werden. Osborne verkündete damals die härtesten Einsparungen seit Jahrzehnten.

Neben den Kürzungen bei der Armee gab die britische Regierung am Dienstag auch eine Neuausrichtung ihrer Entwicklungspolitik bekannt. London streicht demnach 16 Länder von der Liste der Empfänger von Entwicklungshilfe, darunter Russland und China.

Auch der Irak, der Kosovo sowie mehrere asiatische und afrikanische Länder sollen bis 2016 schrittweise keine Hilfsgelder mehr erhalten. Dafür soll die Entwicklungshilfe für Afghanistan und Somalia aufgestockt werden. Entwicklungsminister Andrew Mitchell kündigte zudem an, dass vier «irrelevante» UNO-Organisationen künftig keine Unterstützung mehr bekommen sollen.

(sda)