Gran Canaria

10. März 2014 14:39; Akt: 10.03.2014 21:56 Print

Busunglück ereignete sich bei Senioren-Exkursion

Auf der Insel Gran Canaria ist ein Bus mit 17 Schweizern an Bord verunglückt. Ein Mann starb, zwölf Personen sind offenbar schwer verletzt. Waren die Bremsen des Busses defekt?

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Auf der spanischen Insel Gran Canaria ist heute Morgen nach 10 Uhr ein 19-plätziger Minibus mit 16 Schweizer Touristen an Bord verunglückt. Ebenfalls an Bord war eine Schweizer Reisebegleitung sowie ein spanischer Fahrer. Die Gruppe war mit der Luzerner Reisegesellschaft Baumeler Reisen unterwegs.

Das Aussendepartement EDA bestätigt den Unfall gegenüber 20 Minuten. «Die zuständige schweizerische Vertretung in Madrid steht in Verbindung mit den zuständigen Behörden vor Ort. Abklärungen sind im Gange», so EDA-Sprecherin Sonja Isella.

Schädel-Hirn-Traumata, Brustkorbverletzungen

Der Bus sei rund 500 Meter von der Stadt Cazadores entfernt einen Abhang hinuntergestürzt, meldet die Zeitung el periodico.cat.

Dabei starb ein Schweizer, zwölf Personen wurden schwer verletzt. Ein spanischer Arzt vor Ort hat bestätigt, dass ein Reiseteilnehmer noch am Unfallort verstorben ist. Die Opfer seien zwischen 65 und 80 Jahre alt, sagt ein Redaktor von «Canaris 7» zu 20 Minuten.

Eine Frau habe einen Hüft- und Oberschenkelbruch erlitten, zwei Personen wurden mit Schädel-Hirn-Traumata ins Spital eingeliefert. Drei Touristen hätten zudem Brustkorbverletzungen davongetragen, schreibt das Onlineportal Canarias 7. Mehrere Rettungswagen sowie zwei Helikopter waren im Einsatz.

Neuer Minibus oder ein alter mit defekten Bremsen?

Der Unfall ereignete sich während einer Exkursion auf der Strecke zwischen Pasadilla und Cazadores in der bei Touristen beliebten Gemeinde Ingenio.

Die Schweizer Touristen waren offenbar in den Wanderferien. Die Gruppe habe ihr Hotel bei Cruz de Tejeda am frühen Morgen verlassen, schreibt die kanarische Zeitung «La Provincia».

Bus stammt aus dem Jahr 1995

Die Unfallursache ist unklar. Spanische Medien spekulieren, dass das Fahrzeug Probleme mit den Bremsen gehabt haben könnte. Der Bus stamme aus dem Jahr 1995.

Die Busfirma hat den Transport im Auftrag von Baumeler Reisen durchgeführt. Der Bus wurde am 10. Februar einer behördlichen Inspektion unterzogen, die er bestanden hat, wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heisst.

Busfirma wird von einer Schweizerin geführt

Die Busfirma wird nach Angaben des «Canaris 7»-Redaktors von einer Schweizerin geführt. Sie sei schon lange im Business tätig und lebe auch schon seit Langem auf der Insel.

Baumeler Reisen hat für Angehörige eine Notfalltelefonnummer eingerichtet. Sie lautet: 044 202 00 00.

Ein Careteam von Allianz Global Assistance befindet sich für die medizinische und psychologische Betreuung der Verunfallten auf dem Weg nach Gran Canaria. Zudem steht Baumeler Reisen in engem Kontakt mit dem EDA.

Ebenfalls nach Gran Canaria unterwegs ist ein Rega-Ambulanzjet mit drei Piloten, zwei Ärzten und Intensivpflegefachpersonal . Auch der TCS schickt seinen Ambulanzjet an den Unglücksort.

Haben Sie Informationen zum Busunfall? Melden Sie sich per Mail an feedback@20minuten.ch und geben Sie auch Ihre Telefonnummer an.

Aufnahmen des Unglücks auf Gran Canaria

(Quelle: Youtube/eamonmichel1)

(gux/kmo/kle)