Wahlen in Sachsen-Anhalt

20. März 2011 18:30; Akt: 21.03.2011 11:32 Print

CDU bleibt stärkste Kraft

Die CDU bleibt in Sachsen-Anhalt stärkste politische Kraft. Das ergab eine Hochrechnung des ersten deutschen Fernsehens.

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Die CDU hat in Sachsen-Anhalt weiter die Nase vorn: CDU-Spitzenkandidat Reiner Haseloff.

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Nach der ersten ARD-Hochrechnung von 18.15 Uhr kam die CDU bei der Landtagswahl am Sonntag auf 33,1 Prozent (2006: 36,2 Prozent) der Stimmen. Für die Linke wurden 23,4 Prozent ermittelt (2006: 24,1 Prozent) und für die SPD 21,3 Prozent (2006: 21,4 Prozent).

Die Grünen ziehen der Hochrechnung zufolge mit 6,9 Prozent erstmals nach 13 Jahren wieder in den Magdeburger Landtag ein. 2006 waren sie mit nur 3,6 Prozent an der Sperrklausel gescheitert.

Die FDP, die 2006 noch 6,7 Prozent hatte, wird der Hochrechnung zufolge hingegen nur noch 3,7 Prozent erreichen und damit nicht mehr im Landesparlament vertreten sein. An der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert ist laut der ARD-Hochrechnung auch die rechtsextreme NPD mit 4,5 Prozent.

Haseloff ist zufrieden

Was das Resultat bedeutet ist derzeit noch unklar. Es könnte sogar zum Regierungswechsel kommen, wenn SPD und Linke sich zusammen tun. Das scheint allerdings wenig wahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist eine Fortsetzung der seit 2006 bestehenden Koalition von CDU und SPD möglich.

Einen neuen Regierungschef wird es in Sachsen-Anhalt auf jeden Fall geben, da der 75-jährige Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) nicht wieder zur Wahl angetreten ist. CDU-Spitzenkandidat war der bisherige Wirtschaftsminister Reiner Haseloff.

Dieser hat sich zufrieden mit dem Ausgang der Landtagswahl am Sonntag gezeigt. Die Union wolle eine Fortsetzung der jetzigen Koalition mit der SPD, sagte Haseloff in der ARD. Mit dem Ergebnis habe die CDU hervorragend punkten können. Laut Prognosen bleibt die CDU im Land klar stärkste politische Kraft.

(ap)