Ausreisevisum unnötig

16. Oktober 2012 10:11; Akt: 16.10.2012 15:25 Print

Castro öffnet die Tore

Die kubanische Regierung öffnet ihre Grenzen für die eigenen Staatsbürger. Diese können nun ohne Ausreisevisum bis zu 24 Monate im Ausland bleiben.

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Die kubanische Regierung gewährt ihren Bürgern eine weitgehende Reisefreiheit. Vom 14. Januar 2013 an benötigten sie keine Ausreiseerlaubnis mehr, sondern nur noch einen Pass und ein Einreisevisum ihres Ziellandes, teilte das Aussenministerium am Dienstag in Havanna mit.

Auch eine Einladung aus dem Ausland sei nicht mehr erforderlich. Die Regierung deutete aber Einschränkungen für bestimmte Berufsgruppen an. Die Reform der Reisepolitik war von den Kubanern besonders sehnlich erwartet worden, seit Präsident Raúl Castro vor sechs Jahren die Führung des Landes von seinem Bruder Fidel Castro übernommen hatte.

Bisher benötigte jeder Bürger der sozialistischen Karibikinsel eine Erlaubnis der Regierung, um sein Land zu verlassen. Diese Genehmigungen wurden willkürlich vergeben und Regimekritikern oft verweigert. Kubaner brauchen aber für die meisten Länder der Welt auch ein Einreisevisum, das sie oft nur mit Mühe bekommen.

«Es werden Massnahmen beibehalten»

In der Mitteilung werden auch Einschränkungen für bestimmte hoch qualifizierte Berufsgruppen angedeutet. Um welche es sich dabei handeln wird, wurde nicht genannt.

«Es werden Massnahmen beibehalten, um das geistige Kapital, das von der Revolution geschaffen wurde, gegen den Raub der Talente durch die Mächtigen zu schützen», heisst es ohne nähere Angaben. Besonders streng sind die Regeln bisher etwa für Ärzte und andere hoch qualifizierte Personengruppen, deren dauerhafte Ausreise verhindert werden soll.

Bei Privatreisen sollen Kubaner bis zu 24 Monate statt bisher 11 Monate im Ausland bleiben dürfen. Bei längeren Aufenthalten müssten sie die Dauer bei einem kubanischen Konsulat verlängern lassen.

(sda/ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Luca am 16.10.2012 12:31 Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Schade.... Ein gedankengut (was ich nicht unbedingt für das richtige halte) wir so zerstört. Kuba ist in meinen Augen der einzige Komunistische Staat wo der grundgedanke des Komunismus in friedlicher form einigermassen funktioniert hat. Mit derart offenen Grenzen wird sich eine noch grössere Schere zwischen Arm und Reich bilden was dem Land sicher nicht gut tut. Wehnigstens sind die hoch qualifizierten Personengruppen kürzer an der leine, was verhindert das es ganz Bachab geht.

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  • el raoul am 16.10.2012 10:35 Report Diesen Beitrag melden

    Tia... Andere Seite der Erde

    Andere gepflogenheiten. Hier wünschten wir uns das einige wieder gehen... Dort hoffen sie das niemand geht.

  • Manuel am 16.10.2012 13:39 Report Diesen Beitrag melden

    Es lebe der Sozialismus!

    Ich würde so gerne die Nachfolge der Castros Antreten. Der Sozialismus darf nicht untergehen, man muss dem Schulden-Kapitalismus die Stirn bieten und für die breite Masse schauen, nicht nur für einige wenige!

Die neusten Leser-Kommentare

  • M.A. aus Q. am 17.10.2012 19:33 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte was?

    Entschuldige mal M.SP. aus Z. von welchen Menschenrechten sprichts du genau? Kennst du Kuba? Warst du schon mal da? Oder kennst du nur die amerikanische Version? Also bitte....!!!

  • Carla Vega am 16.10.2012 14:56 Report Diesen Beitrag melden

    Vamos

    Was für tolle Nachrichten! Endlich dürfen Kubaner auch Reisen und sind nicht auf den Godwill anderer angewiesen! Ein kleiner Schritt, auf dem Weg zu besseren Zeiten... Ich freue mich richtig für sie!

  • r.buh am 16.10.2012 13:47 Report Diesen Beitrag melden

    sicher gut

    Ein Schritt in die richtige Richtung

  • Raul Fernandez am 16.10.2012 13:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke

    Kein Tag ohne das man den Namen USA nicht lesen muss. Jede Regierung hat selber zu schauen wie sie die Welt wahrnimmt. Die Sanktionen sind schon lange gelockert worden, sonst würden sie die Grenze für Einheimusche nicht öffnen. Das Bashing gegen die USA ist sowas von lächerlich, das man nicht weis, ob man nun lachen oder weinen sollte. Da gibt es einige andere Staaten, wie China und Russland, denen man viel mehr auf die Finger schauen sollte/müsste. Aber jedem seine Denk-und Sichtweise. Krankhaft ist dieser Trend allemal. Bin selber gebürdiger Kubaner und hatte noch nie ein Problem mit der USA. Wird immer von denn Medien hochgepuscht und einige naive nehmen es "dankend" an. Danke Raul und Fidel Castro!

  • Manuel am 16.10.2012 13:39 Report Diesen Beitrag melden

    Es lebe der Sozialismus!

    Ich würde so gerne die Nachfolge der Castros Antreten. Der Sozialismus darf nicht untergehen, man muss dem Schulden-Kapitalismus die Stirn bieten und für die breite Masse schauen, nicht nur für einige wenige!