Todesfahrt bei Demonstration

08. Dezember 2018 02:57; Akt: 11.12.2018 18:45 Print

Charlottesville-Neonazi muss lebenslang in Haft

Im August 2017 tötete ein Mann in der US-Stadt Charlottesville mit dem Auto eine Demonstrantin. Am Freitag wurde er verurteilt, am Dienstag legte nun das Gericht das Strafmass fest.

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Ein US-Neonazi ist am Freitag des Mordes an einer Demonstrantin in der US-Stadt Charlottesville im August 2017 schuldig befunden worden. Der 21-jährige James Fields wurde von einer Jury zudem wegen «bösartiger Verletzung» mehrerer weiterer Menschen und Fahrerflucht verurteilt, wie US-Medien berichteten.

Am Dienstag wurde nun die Höhe der Strafe verkündet: Fields soll lebenslänglich hinter Gitter. Dieses Strafmass wurde laut US-Medienberichten von einem Gericht in der Stadt im Bundesstaat Virginia verhängt.

Fields war am Rande eines Aufmarschs von Rechtsextremisten in der Universitätsstadt im Bundesstaat Virginia mit seinem Wagen in eine Gruppe von Gegendemonstranten gefahren. Dabei wurde eine 32-jährige Frau getötet. Fields plädierte in dem Prozess dennoch auf unschuldig. Seine Verteidiger argumentierten, ihr Mandant habe sich in einem Zustand der Panik befunden und «um sein Leben gefürchtet».

Nur einen Tag für Schuldspruch

Als Beweisstück präsentierten sie ein Video, das Fields schluchzend kurz nach seiner Festnahme zeigt. Er fragt darin über die von ihm angefahrenen Demonstranten: «Sind sie ok?» Dennoch brauchte die zwölfköpfige Jury nur einen Tag, um zu ihrem Schuldspruch zu gelangen.

Der Aufmarsch von Neonazis und anderen Rassisten in Charlottesville hatte auch international für Schlagzeilen gesorgt - vor allem auch deshalb, weil US-Präsident Donald Trump kurz danach das Verhalten von Rechtsextremisten und Gegendemonstranten gleichsetzte und von «Gewalt auf vielen Seiten» sprach.

(sda/afp)