Wikileaks-Informantin

23. April 2019 03:26; Akt: 23.04.2019 03:30 Print

Chelsea Manning bleibt in Haft

Ein US-Bundesgericht wies die Berufung der 31-Jährigen zurück. Sie soll in Beugehaft bleiben, bis sie gegen Julian Assange aussagt.

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Chelsea Manning, links auf dem Werbeplakat, soll zur Aussage gegen Julian Assange, rechts, gezwungen werden. Foto: AP

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Die ehemalige Wikileaks-Informantin Chelsea Manning bleibt in Haft. Ein US-Bundesgericht wies am Montag die Berufung der 31-Jährigen gegen ihre Beugehaft zurück.

Mit der Massnahme soll sie zur Aussage im Fall des Wikileaks-Gründers Julian Assange gezwungen werden. Das Bundesberufungsgericht im Bundesstaat Virginia erklärte, es habe «keinen Fehler» in der Beugehaft-Anordnung der untergeordneten Instanz gefunden.

Die Transgender-Frau – früher als Bradley Manning bekannt – befindet sich seit dem 8. März im Gefängnis. Sie weigert sich, vor einem Geschworenengremium über Assange auszusagen. Sie hatte Assange für seine Enthüllungsplattform in den Jahren 2010 und 2011 hunderttausende geheime Regierungsdokumente und -videos unter anderem zu den US-Militäreinsätzen in Afghanistan und im Irak zugespielt.

Von Obama begnadigt

Manning hatte vor ihrer Geschlechtsumwandlung in der US-Armee gedient. 2010 wurde sie festgenommen und im August 2013 wegen Spionage zu 35 Jahren Gefängnis verurteilt. Durch einen Gnadenerlass des früheren US-Präsidenten Barack Obama kam Manning dann 2017 vorzeitig frei, bevor sie im vergangenen Monat erneut festgenommen wurde.

Assange wurde am vergangenen 11. April nach siebenjährigem Exil in der ecuadorianischen Botschaft in London festgenommen. Die US-Regierung hat einen Auslieferungsantrag gestellt, gegen den der Wikileaks-Gründer ankämpfen will. Die Entscheidung über den Auslieferungsantrag könnte sich jahrelang hinziehen.

(anf/chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Remo am 23.04.2019 05:37 Report Diesen Beitrag melden

    Wer die Wahrheit sagt

    Tja, wer die Wahrheit sagt, lebt gefährlich. War vor 2000 Jahren schon nicht anderst, so apropos Ostern...

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  • Mike am 23.04.2019 06:02 Report Diesen Beitrag melden

    Frechheit

    Eine absolute Frechheit, was da die USA machen. Die Fehler der anderen sind immer schlimm, schlimm bei den eigenen wird der Überbringer der schlechten Nachricht bestraft.

  • Rolf am 23.04.2019 05:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verdrehte Welt

    Beide befreien und endlich Amerika für seine Verbrechen bluten lassen. Stoppt die globalen Weltbeherrscher wie Russland, USA, EU und China endlich und lasst die Wahrheit ans Licht.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Dumby am 24.04.2019 16:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ungemütlich

    Das kann ja noch übel werden...

  • Captain Hindsight am 24.04.2019 07:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    War zu erwarten

    Wieso soll derjenige, der die Wahrheit zeigt, geschont werden? Es wurden schon immer diejenigen, die ein Problem zeigen, verurteilt. Nicht nur in den totalitären Staaten. Der Macht in allen Staatsformen ist das ein Dorn im Auge.

  • Autoexperte am 24.04.2019 01:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    das kann dauern

    erst mal kommt er ja Schweden. das war der Haftbefehl Grund, und Schweden liefern keine Schweden aus. also glaub das kann dauern

  • Katzerich am 23.04.2019 12:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Begreiflich

    Die Gute hat etwas gestohlen. Also trägt sie die Konsequenzen.

  • Worldwide am 23.04.2019 12:06 Report Diesen Beitrag melden

    EigenGoal

    Da nützt es Assange auch nichts, dass er Trump zur Präsidentschaft verholfen hat mit seiner bedenklichen Clinton Mail Aktion. Bedenklich Herr Assange, den falschen geholfen, mit Informationen sollte man sorgfältig umgehen. Mir tut er nicht mehr leid, da läuft auch einiges nicht wie er es zelebriert.