Handelskrieg

28. September 2019 05:01; Akt: 28.09.2019 07:11 Print

China droht USA mit Vergeltung

China will den Handelsstreit mit den USA in einer ruhigen und vernünftigen Weise lösen. Dennoch sprach Aussenminister Wang Yi von weiteren Gegenmassnahmen.

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China werde sich niemals von Drohungen einschüchtern lassen oder dem Druck unterwerfen: Chinas Aussenminister Wang Yi bei der Uno-Vollversammlung in New York. Bild: epa/Justin Lane

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Im Handelsstreit mit den USA hat Chinas Aussenminister Wang Yi Washington mit weiteren Gegenmassnahmen gedroht. Man wolle Probleme in einer ruhigen und vernünftigen Weise lösen. «Sollte die andere Seite aber in böser Absicht handeln oder keinen Respekt für den gleichen Status oder die gleiche Rolle bei den Verhandlungen zeigen, müssen wir die notwendigen Massnahmen ergreifen, um unser legitimes Recht und Interesse zu wahren», sagte Wang vor der Uno-Vollversammlung am Freitag in New York. Er nannte die USA in seiner Rede dabei nicht direkt.

Gleichzeitig warnte er, dass der wirtschaftliche Protektionismus der Trump-Administration die Welt in eine Rezession stürzen könnte. Zölle und provozierte Handelskonflikte dienten dazu, «die globale Wirtschafts- und Handelsordnung zu untergraben», sagte Wang. Wenn international anerkannte Regeln verletzt würden, könne die Welt im Chaos versinken. Dabei werde China sich niemals von Drohungen einschüchtern lassen oder dem Druck unterwerfen.

Internationale Konjunktur belastet

US-Präsident Donald Trump hat vor mehr als einem Jahr einen Handelskrieg mit Peking angezettelt, der zuletzt eskaliert war. Seitdem überziehen sich die beiden grössten Volkswirtschaften mit Strafzöllen, was die internationale Konjunktur belastet. Seit Monaten laufen Verhandlungen über ein neues Handelsabkommen der beiden Grossmächte.

Bei seiner Rede vor den Vereinten Nationen am Dienstag hatte Trump eine Reform des internationalen Handelssystems gefordert und China erneut unfaires Wirtschaften vorgeworfen. Seine Regierung werde eine «ehrgeizige Kampagne» zur Reform des Welthandels vorantreiben. Die Welthandelsorganisation (WTO) brauche «drastischen Wandel». Es könne zum Beispiel nicht sein, dass China als zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt bei den Handelsbeziehungen nach WTO-Regeln die Vorteile eines Entwicklungslandes für sich geltend machen könne, so Trump.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Josef am 28.09.2019 07:07 Report Diesen Beitrag melden

    China bricht die Regeln.

    Patentschutz oder die nicht gleiche Behandlung von ausländischen Firmen, staatliche Unterstützung von chinesischen Unternehmen, die Arbeitsbedingungen von chinesischen Arbeitern. Auch rein wirtschaftlich gesehen hat China noch viel Verbesserungspotential.

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  • Peter am 28.09.2019 06:18 Report Diesen Beitrag melden

    Können nichts dafür

    China hat den Status eines Entwicklungslandes, ja stimmt. Aber wer ist dagegen das der Status ändert? Ja, die USA und die EU, allen voran Deutschland und Frankreich.

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  • Pragmatiker am 28.09.2019 07:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Doch ein Entwicklungsland

    China ist sich stark am Entwickeln. Und zwar zur größten Weltmacht, sei es in der Wirtschaft, sei es in militärischer Hinsicht. Ergo China ist ein Entwicklungsland. USA (und Europa) hingegen entwickeln sich nicht mehr weiter, daher hat bwz. haben sie auch kein Entwicklungsland- Status.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Florian S. am 01.10.2019 13:44 Report Diesen Beitrag melden

    Die USA sind TIEF GEFALLEN !!!!!!!!!

    Wenn und wo die USA profitieren können, sprechen sie gerne über globalisierung und Handelsfreiheit. Da sie sich jetzt aber anstrengen müssen, um überhaupt noch mithalten zu können, sprechen sie als Patrioten sogar an der UNO für Protektionismus. Wenn es um PRINZIPLOSIGKEIT geht, sind die USA führend und UNSCHLAGBAR. Wie PEINLICH!!!

    • Mirjam B. am 01.10.2019 14:12 Report Diesen Beitrag melden

      Echt traurig, USA!

      Die USA versuchen im Todeskampf mit ihren letzten Kraft, um China vom Aufstieg aufzuhalten. Die USA können wirklich nicht teilen, sonder nur profitieren.

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  • Reto N. am 29.09.2019 11:54 Report Diesen Beitrag melden

    Die Welt ändert sich. China ist für uns

    Alle Länder versuchen ihren Wohlstand zu entwickeln. Dabei haben Grossmächte etwas mehr Muskelkraft wie die kleineren Lnder, die dafür etwas agiler sein können. Unser altes Feindbild sollten wir auch revidieren. Es ist nicht mehr so eifach die USA unser Freund und Beschützer und China und Russland die bösen Feinde. China entwickelt sich und achtet im Gegensatz zu Indien die Patente und das geistige Eigentum immer mehr. Dass ein US Präsident, der auf Kohle als Energieträger setzt und die klassische Automobilindustrie mit unsinnigen Importzöllen belegt den Wandel nicht mitbekommt, ist logo.

    • MadChengi am 29.09.2019 12:01 Report Diesen Beitrag melden

      @Reto N.

      Wahrscheinlich treffen wir uns irgendwo in der Mitte der Seidenstrasse. China und Russland gehen ihren Weg aufwärts in eine freiere und wohlhabendere und zivilisierte Gesellschaft, während wir den umgekehrten Weg gehen. Schlussendlich ist alles unter der Kontrolle Satans dem Herr der Welt, wir Menschlein sind seine Nahrung.

    • Arbeitnehmer am 29.09.2019 12:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Reto N.

      so ein mist wo sie kommentieren....china hat andere ziele als usa....die uns mal noch wehtun werden...wirtschaftlich....wartet nur ab...die zeit wird es bringen...viel glück dann.

    • Die Sicht aus dem Kaninchenstall am 29.09.2019 12:14 Report Diesen Beitrag melden

      @Arbeitnehmer

      Sie verstehen China und Asien nicht.

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  • Was für eine Freiheit??? am 29.09.2019 11:43 Report Diesen Beitrag melden

    Genug vom Westen

    Im Westen reichen sie Greta in der Politik und den Medien herum. Die Debilität unsere Gesellschaft ist unerträglich, die Russen oder die Chinesen sollen einmarschieren und alles bitte schön platt machen. Danach Bonsais pflanzen und Pagoden bauen bitte!

    • Patrick Schwarz am 29.09.2019 14:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Was für eine Freiheit???

      Aber bitte dann sollen die Chinesen zuerst Sie persönlich drann nehmen! Sie haben wohl keine Ahnung von China! Ich war schon dort und mehr als grenzenlose Überwachung gibts nicht!

    • Stammgast im 4. Stock des Hotels am 29.09.2019 16:22 Report Diesen Beitrag melden

      @Patrick Schwarz

      Diese Aussage kommt meist von frustrierten Westlern, welche auf ein "einfaches Spiel" hofften und mit ihrer Arroganz voll auf die Nase (lange) geflogen sind. Gefrustet stapfen sie von dannen, die Profitgier lässt sie aber immer wieder zurückkehren.

    • Der typische China Tourist am 29.09.2019 16:24 Report Diesen Beitrag melden

      @Patrick Schwarz

      Arrogante Kleingeister sind meistens schwer enttäuscht von China und verlassen es, ohne auch nur anständig Grüezi & Adieu gelernt zu haben, geschweige denn über Kultur, Geschichte oder Gesellschaft. Die Geschäftsleute kommen alle bös auf die Welt, sind sie darum so gefrustet!? ;OD

    • Nichts zu verzollen am 29.09.2019 16:25 Report Diesen Beitrag melden

      @Patrick Schwarz

      Hat wohl nicht geklappt mit den Gschäftli.

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  • Der Herr Soros vom hohen Ross am 29.09.2019 11:29 Report Diesen Beitrag melden

    Hong Kong und der Gelbe Herbst

    In Hong Kong herrschen Bürgerkriegs ähnliche Zustände, angezettelt von denselben Kräften, welche der Rumsfeld-Doktrin folgend die Agenda des "Regime Change" für alle, den USA nicht loyal gesinnten Staaten verfolgen. Jasmin, Orange, Purple und jetzt der Gelbe Frühling.

    • Der Himmelsdrache am 29.09.2019 11:34 Report Diesen Beitrag melden

      @Der Herr Soros vomhohen Ross

      China MUSS aufräumen, Kriegsrecht, Militär, Ausgangssperre! Drakonische Strafen auch für Ausländer, welche sich als Agitatoren erweisen; die pöbeln provozieren weiter und weiter bis es am Schluss so kommt wie in Kiev. Aber nicht mit China, liebe Zivilisierte Demokraten und Liberale Politiker des Westens!

    • chinesischer Frühling am 29.09.2019 11:53 Report Diesen Beitrag melden

      alte Opas in Peking haben Angst

      Dass die USA weltweit für sehr viele Schweinereine und Regimewechsel verantwortlich war/ist, sei unbestritten - da gibt es keinen Unterschied zu den anderen Grossmächten (China, Russland (bzw. damals UdSSR) etc. Nur, solche wie Sie werden auch noch jubeln, wenn China sich dann Taiwan und andere Staaten einverleibt (es gab da schon mal einen solchen). Fakt ist dass den Honkongern in einem Vertrag gewisse Rechte zugesichert wurden, als die Kolonie an China retourging. Und China bricht diese Regeln, aus und basta. Die alt Opa Garde hat einfach Angst an Macht einzubüssen durch einen chin. Frühling

    • Freier Mensch am 29.09.2019 16:32 Report Diesen Beitrag melden

      Die Verhaftung und Verurteilung

      des Kriegstreibers Donald Rumsfeld & Dick Cheney werde ich wohl kaum noch erleben.

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  • Da war noch was anderes am 29.09.2019 11:25 Report Diesen Beitrag melden

    200km vor der US-Westküste

    Dorian, die Megabombe im neuen Weather-Warfare hat den Chinesen ihren seit 2014 gebauten Militärhafen in Abaco, Bahamas zerstört. Jetzt können sie wieder von vorne anfangen, klar sind die stocksauer! Der Sturm war ganz klar Geo-Engineered, konnte man am Verlauf des Sturms sehen, Trump hat's sogar noch allen gezeigt am TV.