21. April 2005 08:17; Akt: 21.04.2005 08:19 Print

China erwartet vom Papst Abbruch der Beziehung zu Taiwan

China ist nach Worten von Ministerpräsident Wen Jiabao bereit, Beziehungen zum Vatikan aufzunehmen - aber nur unter der Bedingung, dass Papst Benedikt XVI. die Beziehung zu Taiwan abbricht.

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Wen betonte am Donnerstag in Peking ausserdem, dass sich der Vatikan nicht in innere Angelegenheiten Chinas einmischen dürfe. Er bezog sich damit indirekt auf einen möglichen Einfluss des Vatikans auf die katholischen Kirchengemeinden in China.

«China hält an seiner Bereitschaft fest, Beziehungen zum Vatikan aufzubauen, die auf zwei Prinzipien beruhen», erklärte Wen bei einer Pressekonferenz mit dem französischen Premierminister Jean-Pierre Raffarin. «Der Vatikan muss anerkennen, dass es nur ein China gibt, und der Vatikan darf sich nicht in innere Angelegenheiten Chinas einmischen.»

Zwischen China und dem Vatikan bestehen seit 1951 keine Beziehungen mehr. Katholische Kirchen in der Volksrepublik sehen den Papst zwar als ihr geistliches Oberhaupt an. Der Vatikan hat aber keinerlei Einfluss zum Beispiel auf die Ernennung von Bischöfen.

(ap)