Handelsstreit

03. Dezember 2018 06:21; Akt: 03.12.2018 06:51 Print

China kommt den USA bei Autozöllen entgegen

China und die USA konnten eine weitere Eskalation in ihrem Handelskrieg vorerst abwenden. Trump setzt China aber dennoch ein 90-tägiges Ultimatum.

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Der Handelsstreit zwischen den USA und China ist vorerst einmal auf Eis gelegt. Dennoch gibt Trump China eine 90-tägige Frist, um Konzessionen zu machen. Anfang Juli waren US-Strafzölle auf chinesische Importe im Wert von 34 Milliarden Dollar in Kraft getreten. Wenige Tage später kündigte Washington weitere Strafzölle auf Waren im Wert von 200 Milliarden Dollar ab September an. Im August folgt die zweite Tranche. Eine entsprechende Liste mit betroffenen Produkten sei fertiggestellt worden, teilte das Büro des US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer (Bild) mit. Da waren sie noch nett zueinander: Chinas Staatschef Xi Jinping (r.) und Donald Trump in Mar-a-Lago. Gegenschlag: Wegen des Handelskonfliktes erhob China Zölle auf amerikanische Waren mit einem Wert von bis zu drei Milliarden Dollar. Betroffen waren US-Produkte wie Schweinefleisch, Früchte und Wein. Erster Schritt: Donald Trump nach der Unterzeichnung des Beschlusses von Importzöllen auf Aluminium und Stahl. (8. März 2018) Als Reaktion hat auch die EU eine Liste mit US-Waren erstellt, die sie ihrerseits mit Aufschlägen belegen könnte. EU-Kommissarin Marianne Thyssen und EU-Kommissar für Wirtschaft und Finanzen Pierre Moscovici in Brüssel. (7. März 2018) Darauf steht zum Beispiel Whiskey aus den USA. Ein Angestellter einer Destillerie in Lynchburg im US-Bundesstaat Tennessee rollt ein Fass in einem Whiskey-Lager. (Archivbild) Motorräder, wie die Maschinen von Harley-Davidson, schlagen mit 152 Millionen Euro zu Buche.

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Im Handelsstreit mit den Vereinigten Staaten hat sich China nach den Worten von US-Präsident Donald Trump zu einem Entgegenkommen bei Autozöllen bereit erklärt. Die Volksrepublik habe eingewilligt, Zölle auf Autoimporte aus den USA zu senken und zu beseitigen. Dies teilte Trump am Sonntagabend (Ortszeit) auf Twitter mit. Gegenwärtig liege der Zollsatz bei 40 Prozent.

Am Wochenende hatten die beiden grössten Volkswirtschaften der Welt beim G20-Gipfel in Buenos Aires eine weitere Eskalation in ihrem erbittert geführten Handelskrieg vorerst abgewendet. Trump setzte der chinesischen Seite aber eine 90-tägige Frist, um Konzessionen zu machen.


Einigung bei den Strafzöllen: Die Gebühren auf Importe werden vorerst nicht erhöht. (Video: AFP)

Die USA verzichten während dieser Zeit auf Zollerhöhungen. China sagte zu, mehr US-Produkte zu kaufen. Zudem sollen die Verhandlungen zu Streitfragen wie den Schutz geistigen Eigentums oder Technologietransfer fortgesetzt werden. Die USA stellten China jedoch zugleich ein Ultimatum: Falls Peking den Forderungen nach einem Abbau der Handelsbarrieren nicht binnen 90 Tagen nachkommt, sollen die Strafzölle wie geplant steigen.

(sda)