Nach Kim Jong-Il

25. Dezember 2011 18:07; Akt: 25.12.2011 18:41 Print

China und Japan wollen Stabilität in Nordkorea

Nach dem Tod des langjährigen nordkoreanischen Diktators Kim Jong-Il steht Ostasien vor einer neuen Situation. Japans Ministerpräsident Noda hofft, die Gespräche über das nordkoreanische Atomprogramm wieder aufnehmen zu können.

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Japans Premierminister Yoshihiko Noda wird am 25. Dezember mit militärischen Ehren in Peking vom cinesischen Amtskollegen Wen Jiabao begrüsst. (Bild: AFP)

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Tokio und Peking haben sich bei einem Besuch des japanischen Ministerpräsidenten Yoshihiko Noda in China am Sonntag auf eine engere Zusammenarbeit im Umgang mit Nordkorea geeinigt. «Wir stehen im Osten Asiens derzeit vor einer neuen Situation», sagte Noda im Hinblick auf den Tod des langjährigen Machthabers Kim Jong-Il vor einer Woche. Die Sicherung von Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel sei im gemeinsamen Interesse der beiden Länder, hiess es vor einem Treffen des Regierungschefs aus Tokio mit dessen chinesischem Kollegen Wen Jiabao.

In den bereits seit längerer Zeit geplanten Gesprächen in Peking sollte es ursprünglich vor allem um zwischenstaatliche Themen gehen, einschliesslich des Streits um eine Inselgruppe, auf die beide Länder Anspruch erheben. Mit dem Tod des nordkoreanischen Staatschefs am 17. Dezember rückte die Frage nach dessen Nachfolge sowie nach der allgemeinen politischen Zukunft des isolierten Landes auf der Agenda jedoch nach ganz oben.

Noda erklärte am Sonntag, er hoffe auf eine baldige Wiederaufnahme der Sechsparteien-Gespräche über das umstrittene nordkoreanische Atomprogramm. Vor seiner Rückkehr nach Tokio war für Montag auch noch ein Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao geplant.

(ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hans Muster am 26.12.2011 00:57 Report Diesen Beitrag melden

    Streitigkeiten

    So wie die Chinesen mit Hong Kong und Taiwan umgehen glaube ich denen kein Wort! In dieser Region haben die Länder endlose Streitigkeiten um Gebiete /Inseln: China - Japan, Russland - Japan, S-Korea - Japan, Russland - China. Es stehen auch Befürchtungen im Raum, dass sich China Gebiete von N-Korea unter den Nagel reissen könnte im Falle eines Zusammenbruchs. Wenn das nur gut geht...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Hans Muster am 26.12.2011 00:57 Report Diesen Beitrag melden

    Streitigkeiten

    So wie die Chinesen mit Hong Kong und Taiwan umgehen glaube ich denen kein Wort! In dieser Region haben die Länder endlose Streitigkeiten um Gebiete /Inseln: China - Japan, Russland - Japan, S-Korea - Japan, Russland - China. Es stehen auch Befürchtungen im Raum, dass sich China Gebiete von N-Korea unter den Nagel reissen könnte im Falle eines Zusammenbruchs. Wenn das nur gut geht...

    • Werner S. am 26.12.2011 09:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Nicht ganz so

      Diese Logik stimmt m.E. nicht. Wenn China Nordkorea kontrollieren würde, wäre die Region/Welt sicherer und den Leuten dort ginge es besser als jetzt. Im übrigen geht es Amerika gar nicht um die Lebensbedingungen der nordkoreanischen Bevölkerung, sondern nur um die Angst vor deren Atombomben. Indirekt geht die Atompolitik des verstorbenen Staatschefs eben doch auf für das Land. Ohne Atommacht wäre Nordkoreo eine Null und Nichts in der Weltpolitik.

    • Hans Muster am 26.12.2011 13:43 Report Diesen Beitrag melden

      ohne Chinesen und Amerikaner

      Das ist koreanisches Gebiet und hat mit China nichts zu tun. So wie damals in Deutschland. Auch da waren die Sowjet-Union und die Amerikaner der Grund für die Spaltung. Nord-Korea hat die Atomwaffen als Abschreckungspotentioal um überhaupt erst ernstgenommen zu werden. Sie wissen, dass sie niemals mit einer Atombombe angreifen dürfen/werden/können. Für eine Versöhnung braucht es nur Nord- und Südkorea. Nur verstehen das unsere beiden Weltmächte nicht und versuchen stattdessen Kapital irgendeiner Form daraus zu schlagen. Nordkoreaner und Chinesen sind keine Verbündeten!

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