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10. Februar 2011 14:18; Akt: 10.02.2011 14:33 Print

Chinesische Hacker greifen Ölkonzerne an

In einem «koordinierten, verdeckten und zielgerichteten Angriff» haben Hacker von China aus zugeschlagen. Ihre Ziele lagen im Westen.

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Hacker haben nach Angaben der IT-Sicherheitsfirma McAfee von China aus westliche Öl- und Gaskonzerne angegriffen und dabei vertrauliche Informationen gestohlen. Welche Firmen davon betroffen waren, teilte McAfee in dem am Donnerstag veröffentlichen Bericht nicht mit.

Es handele sich um einen «koordinierten, verdeckten und zielgerichteten Angriff», der im November 2009 begonnen habe und weiter anhalte, erklärte McAfee. Ziel der Angriffe seien die Computer von Öl- und Gaskonzernen in den USA, Taiwan, Griechenland und Kasachstan. Die Hacker hätten dabei Informationen über aktuelle Arbeiten, Gebote für Ölfelder und Finanzen gestohlen. «Wir haben die Werkzeuge, Techniken und Netzwerkaktivitäten bei diesen anhaltenden Angriffen identifiziert, heisst es in dem Bericht.

Schwachstellen in Windows genutzt

Die Hacker hätten ihre Angriffe über Server in den USA und den Niederlanden ausgeführt. Dabei hätten sie bekannte Schwachstellen im Betriebssystem Windows von Microsoft ausgenutzt, erklärte McAfee. Man habe einen Mann in der ostchinesischen Stadt Heze in der Provinz Shandong identifizieren können, über dessen Servern die Computer der angegriffenen Firmen kontrolliert worden seien.

Täglich von 09.00 Uhr morgens bis 17.00 Uhr abends Pekinger Zeit seien die Informationen abgerufen worden, erklärte McAfee. Das deute darauf hin, dass die Männer einem festen Beruf nachgingen und keine Freiberufler oder Amateurhacker seien.

Immer wieder gibt es Berichte über Hackerangriffe aus China. Google schloss im vergangenen Jahr seine Suchmaschine in China, nachdem es zu Hackerangriffen auf das E-Mail-System gekommen sein soll.

(ap)