Kirchen und Luxushotels

21. April 2019 12:40; Akt: 21.04.2019 15:09 Print

Hier richteten die Terroristen ein Blutbad an

Sri Lanka wurde am Ostersonntag vom Terror getroffen. Hunderte Personen starben bei acht Explosionen. An den Tatorten boten sich grausame Bilder.

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In der ging die erste ... ... Bombe in die Luft. «Ich hörte die Explosion und dann – stürzten Teile der Decke über uns ein. Wir rissen die Kinder an uns und rannten aus der Hintertüre hinaus», berichtet ein Kirchgänger. Mindestens dreissig Personen starben bei der Attacke auf die St.-Antonius-Kirche. Die Kirche liegt in der Nähe des Hafens im Nordwesten von Colombo. Sie ist dem Heiligen St. Antonius von Padua gewidmet und unter den Gläubigen sehr beliebt: Das Gotteshaus gilt als bekannte Wallfahrtsstätte. Die in Negombo, rund 35 Kilometer nördlich von Colombo. Mindestens 67 Menschen starben beim Anschlag auf die römisch-katholische Kirche. Negombo hat rund 140'000 Einwohner und ist mehrheitlich katholisch. in Batticaloa, rund 280 Kilometer östlich der Hauptstadt Colombo. Mindestens 25 Personen kamen in der St.-Sebastians-Kirche in Negombo ums Leben. . «Wir waren im 25. Stock des Hotels, als wir zwei Explosionen hörten», berichtet der Hotelgast Akshat Saraf. «Die erschütterten den ganzen Raum, weswegen wir uns entschlossen, in die Lobby zu gehen.» Unten angekommen, seien bereits Polizei und Ambulanzen vor Ort gewesen. «Ich sah, wie viele Gäste in verschiedene Spitäler abtransportiert wurden.» Der Hotelgast schätzt, dass es unter den Gästen und Hotelmitarbeitern mindestens 40 Tote gab. Spuren der Verwüstung im Restaurant des Shangri-La-Hotels. Auch das Cinnamon-Grand-Hotel sowie das Kingsbury-Hotel waren Ziel von Anschlägen. Alle drei Fünf-Sterne-Hotels liegen in einem Umkreis von rund zwei Kilometern innerhalb des Geschäfts- und Einkaufsviertels der Hauptstadt Colombo nahe der Strandpromenade. In Dematagoda, einem Stadtteil von Colombu, kam es zu einer achten Exposion. Die Ermittler gehen derzeit Hinweisen nach, dass alle acht Anschläge von Selbstmordattentätern ausgeführt wurden. Noch hat sich niemand zu der Anschlags-Serie vom Ostersonntag bekannt.

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Erste Berichte um 6:20 Uhr

Während verschiedener Ostermessen detonierten in und um Sri Lankas Hauptstadt Colombo am Sonntagmorgen innerhalb von einer halben Stunde mehrere Sprengsätze. Betroffen waren Luxushotels und Kirchen. Eine Explosion ereignete sich im Osten des Landes in Batticaloa.

7 Uhr

Sri Lankas Minister für Wirtschaftsreform, Harsha de Silva, berichtete kurz nach den ersten Explosionen auf Twitter von zahlreichen Opfern, unter ihnen Ausländer. Er rief dazu auf, Ruhe zu bewahren und zu Hause zu bleiben.

10:50 Uhr

Nach der Serie vom Morgen meldete die Polizei am Vormittag (Schweizer Zeit) eine siebte Explosion, die weitere Todesopfer forderte.

11:20 Uhr

In Orugodawatta, einem Vorort im Norden der Hauptstadt Colombo, ereignete sich eine halbe Stunde später eine achte Explosion. Zum genauen Ort des Vorfalls und den möglichen Opfern lagen zunächst keine Angaben vor.

11:30 Uhr

Als Reaktion verhängte die srilankische Polizei eine sofortige Ausgangssperre. Sie solle bis auf weiteres gelten.

11:40 Uhr

Harsha de Silva verkündete auf Twitter, dass laut Aussagen des Verteidigungsminister alles unternommen werde, um jegliche Aktivitäten terroristischer Gruppen im Land zu stoppen. Die Nutzung von Online-Netzwerken wurde einstweilen untersagt, der Zugang gesperrt.

(dmo/gux)